Kolumbien begeistert mit seiner beeindruckenden Bergwelt, grünen Tälern, majestätischen Wachspalmen und zahlreichen Möglichkeiten, die Natur bei Wanderungen und Ausflügen zu entdecken.
Vom ersten Kaffee bis zum letzten Sonnenuntergang: Meine Reise durch Kolumbien
Ein Land, zwei Ozeane und eine beeindruckende Vielfalt an Landschaften – von den Anden bis hin zu den tiefen Regenwäldern des Amazonas. Kolumbien hat unglaublich viel zu bieten. Auf meiner Reise durfte ich das Landesinnere mit seiner faszinierenden Bergwelt erkunden und die Schönheit der Andenregion für mich entdecken. Als Kaffeeliebhaber bin ich dabei natürlich voll auf meine Kosten gekommen.
Villa de Leyva
Nach meiner Ankunft in der kolumbianische Hauptstadt Bogotá führte mich meine Reise zunächst direkt weiter in das kleine, charmante Städtchen Villa de Leyva. Besonders beeindruckend sind die verwinkelten Gassen mit ihren weißen Fassaden, den kleinen Geschäften und dem weitläufigen Hauptplatz, dem Plaza Mayor, der das Herz des Ortes bildet.
Meine Unterkunft Casa Terra war der perfekte Ausgangspunkt, um Villa de Leyva ganz entspannt zu Fuß zu erkunden. Doch nicht nur die Lage, sondern auch die Unterkunft selbst versprühte einen ganz besonderen Charme. Bei einem gemütlichen Frühstück im idyllischen Innenhof lassen sich die ersten Sonnenstrahlen des Tages genießen, bevor man gestärkt und voller Vorfreude in die Erkundungstour des Tages startet.
Aktivitäten in der Umgebung von Villa de Leyva
Auch die Umgebung von Villa de Leyva hat einiges zu bieten. Die Casa Terracota beeindruckt mit ihrer außergewöhnlichen Bauweise aus Lehm. Bei einer Wanderung im Natural Reserve Cascada los Tucanes, habe ich mich unter dem Wasserfall abgekühlt und die Kulisse genossen. Bei einem Ausritt ließ sich die Landschaft noch einmal aus einer anderen Perspektive erleben. Nachmittags ging es für mich schließlich ins farbenfrohe Dorf Ráquira, das für seine traditionelle Töpferkunst bekannt ist.
Bogotá – Hausberg Monserrate
Zurück in Bogotá ging es für mich auf den Hausberg Monserrate, der sich auf 3.160 Metern Höhe befindet. Oben angekommen, wurde ich bei gutem Wetter mit einem beeindruckenden Ausblick über die riesige Hauptstadt belohnt. Hinauf geht es entweder zu Fuß oder ganz entspannt mit der Standseilbahn oder der Gondel. Erst von hier oben werden die Dimensionen der Großstadt so richtig deutlich. Für mich definitiv ein besonderes Erlebnis, das bei einem Besuch in Bogotá nicht fehlen sollte.
Kaffeezone
Mit dem Flugzeug ging es für mich nun weiter in das Herz Kolumbiens, die Kaffeezone. Nach meiner Ankunft in Armenia bezog ich die liebevoll im Kolonialstil gestaltete Hacienda Combia, die mit ihrem ganz besonderen Charme begeistert. Bei einer Führung durch die Kaffeeplantage durfte ich verschiedene Kaffeesorten probieren, mehr über den gesamten Herstellungsprozess erfahren und sogar selbst Kaffeebohnen ernten. Ein spannender Einblick in die Welt des kolumbianischen Kaffees!
Neben Kaffee hat diese Region noch einiges mehr zu bieten. Die farbenfrohen Dörfer Salento und Filandia laden mit ihren bunten Häusern und gemütlichen Gassen zum Schlendern ein. Besonders schön ist es, auf dem Hauptplatz bei einem Kaffee das entspannte Treiben der Einheimischen zu beobachten und das besondere Flair der beiden Orte auf sich wirken zu lassen.
Das Wahrzeichen Kolumbiens – Die Wachspalmen im Cocora Tal
Von Salento aus ging es für mich zu einem absoluten Highlight meiner Reise: dem Cocora-Tal. Der beeindruckende Nebelwald ist bekannt für seine majestätischen Wachspalmen, die mit über 60 Metern Höhe weit über die Landschaft hinausragen. Bei einer Wanderung durch diese einzigartige Kulisse konnte ich die atemberaubende Natur hautnah erleben – ein Anblick, der mir definitiv in Erinnerung bleiben wird.
El Nido del Condor
Zwei Nächte durfte ich im El Nido del Cóndor verbringen – einer ganz besonderen Unterkunft inmitten der Natur. Wie der Name bereits verrät, bietet sich hier die Möglichkeit, Kondore zu beobachten, die majestätisch entlang der Anden durch die Lüfte gleiten. Besonders beeindruckend ist die abgeschiedene Lage auf einem Hochplateau. Erreichen lässt sich die Unterkunft nur über eine kurze Gondelfahrt, zu Fuß über einen Wanderweg oder auf dem Pferd – ein Erlebnis, das den Aufenthalt noch außergewöhnlicher macht.
Übernachtet wird in stilvoll eingerichteten, großzügigen Zelten, die Komfort und Natur perfekt verbinden. Das vielfältige Angebot reicht von Wanderungen mit Kondor-Beobachtungen über Reittouren bis hin zu morgendlichen Yogaeinheiten. Auch ein Spaziergang zum Sonnenuntergang oder eine entspannende Wellnessanwendung bieten die Möglichkeit, die Ruhe und besondere Atmosphäre dieses Ortes in vollen Zügen zu genießen.
Medellín
Weiter ging meine Reise in die Stadt Medellín, die eine besonders bewegte Geschichte hinter sich hat. Noch vor wenigen Jahrzehnten zählte sie zu den gefährlichsten Städten der Welt, hat seitdem jedoch einen beeindruckenden Wandel durchlebt. Heute zeigt sich Medellín von einer ganz anderen Seite. Besonders im belebten Viertel El Poblado mit seinen gemütlichen Cafés, Restaurants und der schönen Flaniermeile lässt sich das Stadtleben entspannt genießen – fast so, als wäre man in einer kleineren Stadt unterwegs.
Während meines Aufenthalts besuchte ich die Comuna 13, ein Viertel, das mich mit seinen farbenfrohen Graffitis und seiner bewegten Geschichte besonders beeindruckt hat. Außerhalb von Medellín ging es für mich in das bunte Dorf Guatapé. Ein weiteres Highlight war die Besteigung des Felsens Piedra del Peñol. Nach über 700 Stufen wurde ich mit einem atemberaubenden Ausblick über den weitläufigen Stausee und die umliegende Landschaft belohnt – die Anstrengung hat sich definitiv gelohnt!
Fazit
Entgegen vieler leider noch immer bestehender Vorurteile habe ich mich als Alleinreisende in Kolumbien überall sicher und wohlgefühlt. Besonders die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Menschen haben mich tief beeindruckt. Die Begegnungen und Erlebnisse vor Ort haben mir einmal mehr gezeigt, wie unglaublich vielfältig und faszinierend dieses Land ist – und wie sehr es sich lohnt, sich ein eigenes Bild davon zu machen.
Raphaela Beck
💡Mein Tipp: Farbenfrohe Vielfalt auf dem Paloquemao-Markt
Täglich findet der Paloquemao-Markt in Bogotá statt. Mit seinen bunten Blumenständen, sowie eine große Auswahl an exotischen Früchten, kann man sich durch Kolumbiens Obstvielfalt – von Maracuja und Lulo bis hin zu süßer Granadilla probieren. Besonders am frühen Morgen erleben Sie hier das authentische Treiben der Hauptstadt.





























