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Ladung an Bord, Südsee voraus – unterwegs mit der Aranui

Eine Reise mit der Aranui ist mehr als eine klassische Kreuzfahrt. Sie verbindet das Leben an Bord mit intensiven Begegnungen auf abgelegenen Inseln, faszinierenden Landschaften, polynesischer Kultur und dem besonderen Gefühl, mit einem Schiff unterwegs zu sein, das gleichzeitig Versorgungs- und Passagierschiff ist.

25.04.2026 – Die Reise beginnt auf Tahiti

Früh am Morgen beginnt unser Abenteuer am Hafen von Tahiti. Nach dem Check-in geben wir unsere Koffer ab und erhalten unsere Bordkarten. Bevor es an Bord geht, bleibt noch etwas Zeit für einen Kaffee oder ein warmes Getränk und ein kleines Gebäck.

Dann heißt es endlich: Leinen los – zumindest fast. Nach dem Bezug unserer Kabine erkunden wir das Schiff und genießen die ersten Eindrücke. Auf dem Deck werden wir schließlich mit einem traditionellen tahitianischen Tanz willkommen geheißen. Ein wunderschöner und stimmungsvoller Auftakt zu unserer Reise durch Französisch-Polynesien.

Schon bald merken wir: Auf der Aranui ist nicht nur das Ziel wichtig, sondern auch das gemeinsame Erleben an Bord.

Gut organisiert und trotzdem entspannt

Jeden Tag findet ein Meeting statt, bei dem das Programm für den nächsten Tag ausführlich erklärt wird. Besonders angenehm ist, dass ein deutschsprachiger Guide an Bord ist und diese Besprechungen auf Deutsch durchführt. Dabei werden die geplanten Ausflüge, die Abläufe und die Treffpunkte genau erklärt. Natürlich bleibt auch genügend Zeit für Fragen.

Bei diesen Meetings können außerdem optionale Ausflüge gebucht werden.

Auch an Bord wird es nie langweilig. Das tägliche Programm bietet eine schöne Mischung aus Information, Unterhaltung und Entspannung. Es gibt interessante Vorträge über die Marquesas und ihre Geschichte, Tanzkurse, Tischtennisturniere, Themenabende, Tanzveranstaltungen und sogar Karaoke. Wer lieber Ruhe sucht, findet auf den Decks genügend Möglichkeiten, einfach die Aussicht zu genießen.

26.04.2026 – Fakarava

Unser erster Stopp führt uns nach Fakarava. Mit den Tenderbooten geht es vom Schiff an Land. Für den Aufenthalt stehen etwa vier Stunden zur Verfügung.

Die Insel und vor allem die traumhafte Lagune laden dazu ein, die Zeit am und im Wasser zu verbringen. Eine besonders schöne Möglichkeit ist das Schnorcheln. Das klare Wasser und die faszinierende Unterwasserwelt machen diesen ersten Landgang zu einem wunderbaren Einstieg in die Reise.

27.04.2026 – Ein entspannter Seetag

Nach den ersten Eindrücken heißt es heute: Seetag.

Ein solcher Tag bietet die perfekte Gelegenheit, das Leben an Bord in vollen Zügen zu genießen. Wir entspannen im Spa bei einer Massage, sonnen uns an Deck oder nutzen den Pool. Gleichzeitig gibt es verschiedene Vorträge, insbesondere über die Marquesas, die uns auf die kommenden Inselbesuche einstimmen.

Eine besondere Möglichkeit bietet sich außerdem auf der Brücke: Man kann beim Kapitän vorbeischauen und sich die Navigation und die Arbeit auf dem Schiff erklären lassen.

So vergeht auch ein Seetag wie im Flug – und man stellt fest, dass die Reise selbst mindestens genauso spannend sein kann wie die einzelnen Inseln. Nicht vergessen die Uhr um eine halbe Stunde nach vorne zu stellen.

28.04.2026 – Nuku Hiva

Am nächsten Morgen erreichen wir Nuku Hiva, die größte Insel der Marquesas. Während die Aranui ihre Ladung entlädt, machen wir uns auf, die Umgebung von Taiohae zu entdecken.

Unser Tagesausflug beginnt mit einer Fahrt im Geländewagen. Zunächst besuchen wir die Kathedrale von Taiohae. Anschließend bleibt Zeit, über den Markt zu schlendern und vielleicht das eine oder andere kunsthandwerkliche Souvenir zu erwerben.

Ein besonderer Höhepunkt ist die archäologische Stätte Tohua Kamuihei. Riesige Banyanbäume und alte Petroglyphen vermitteln einen Eindruck von der jahrhundertealten Kultur der Marquesas.

Natürlich darf auch die kulinarische Seite nicht fehlen. Bei einem traditionellen marquesanischen Mittagessen lernen wir erste Spezialitäten der Insel kennen. Dazu gibt es einheimische Musik – eine Kombination, die für eine ganz besondere Atmosphäre sorgt.

Weiter geht es nach Hatiheu. Dort können wir ein Museum besuchen, bevor wir wieder Richtung Taiohae fahren. Die Landschaft ist beeindruckend: steile vulkanische Berge, üppig bewachsene Täler und die spektakuläre Bucht von Taiohae prägen das Bild.

29.04.2026 – Ua Pou

Schon bei der Ankunft auf Ua Pou fallen die außergewöhnlichen Bergspitzen ins Auge. Während die Besatzung Vorräte an Land bringt und die Insel mit wichtigen Gütern versorgt, erkunden wir das Dorf Hakahau.

Wir besuchen die Kirche mit ihrer kunstvoll geschnitzten Holzplattform und lernen die talentierten Schnitzer und Künstler der Insel kennen. Wer möchte, kann zum Kreuz hinaufsteigen. Von dort bietet sich ein beeindruckender Blick über die Berge, die grünen Täler und das Dorf.

Natürlich wartet auch heute wieder ein marquesanisches Mittagessen auf uns. Brotfrucht, Ziegencurry, roher Fisch mit Zitronensaft und Kokosmilch, Taro und rote Bananen vermitteln einen authentischen Eindruck der regionalen Küche.

Ein weiterer Höhepunkt ist die traditionelle Tanzvorführung. Besonders beeindruckend ist der „Vogeltanz“ von Ua Pou, bei dem die Tänzerinnen und Tänzer die Zuschauer mit ihrer Energie und Lebensfreude begeistern.

30.04.2026 – Tahuata und Hiva Oa

Heute stehen gleich zwei besondere Inseln auf dem Programm: Hiva Oa und Tahuata.

Am Morgen erreichen wir Hiva Oa und gehen in Atuona von Bord. Der zweitgrößte Ort der Marquesas ist eng mit dem Namen Paul Gauguin verbunden, der hier lebte und arbeitete. Wir besuchen das Museum und sehen unter anderem eine Nachbildung seines ehemaligen Hauses. Auch der kleine Kolonialwarenladen, in dem Gauguin einst sein Brot kaufte, gehört zu den Erinnerungen an den berühmten Künstler.

Ein besonders bewegender Moment ist der Besuch des Friedhofs. Unter einem großen Frangipani-Baum befindet sich das Grab von Paul Gauguin mit der schlichten Inschrift „Paul Gauguin 1903“. Ganz in der Nähe liegt das Grab des belgischen Liedermachers Jacques Brel, der ebenfalls seine letzten Jahre auf Hiva Oa verbrachte. Zwei europäische Künstler, die auf dieser abgelegenen Insel ihre Heimat auf Zeit gefunden haben – ein faszinierender Teil der Geschichte von Hiva Oa.

Nach dem Mittagessen an Bord geht es weiter nach Tahuata. Die Aranui ankert in der kleinen Bucht der Insel, die nur auf dem Seeweg erreichbar ist. Schon bei der Ankunft liegt der Duft von Tiare und Frangipani in der Luft.

Wir erkunden das Dorf Vaitahu und besuchen die beeindruckende Kirche, die mit kunstvollen marquesanischen Schnitzereien und schönen Glasfenstern ausgestattet ist. Tahuata ist außerdem für seine kunstvollen Schnitzereien aus Knochen und Muscheln bekannt. Im Dorf gibt es Gelegenheit, die Arbeiten der einheimischen Künstler zu bewundern und das eine oder andere besondere Erinnerungsstück zu erwerben.

Tahuata ist aber nicht nur für seine Kunst bekannt, sondern auch für seine bewegte Geschichte. Im Jahr 1595 erreichten spanische Entdecker die Insel. Später wurde hier 1842 die erste französische Kolonie der Marquesas gegründet.

Am Ende des Tages kehren wir zur Aranui zurück – erfüllt von den Eindrücken zweier ganz unterschiedlicher, aber gleichermaßen faszinierender Inseln.

01.05.2026 – Fatu Hiva

Fatu Hiva gilt als eine der üppigsten und abgelegensten Inseln der Marquesas. Gleichzeitig ist sie ein Zentrum des traditionellen marquesanischen Kunsthandwerks.

Im Dorf Omoa erleben wir, wie aus der Rinde verschiedener Bäume traditionelles Tapa hergestellt wird. Außerdem zeigen die Frauen, wie der duftende Blumenstrauß Umuhei hergestellt wird – eine Mischung aus verschiedenen Pflanzen der Insel, die zum Parfümieren der Haare verwendet wird.

Für die sportlicheren Gäste besteht die Möglichkeit zu einer rund 16 Kilometer langen Wanderung von Omoa nach Hanavave. Die Strecke führt durch eine beeindruckende Landschaft mit spektakulären Ausblicken auf die hohen Klippen.

Wer es gemütlicher angehen möchte, bleibt an Bord und fährt mit der Aranui nach Hanavave. Dort erwartet uns die berühmte Bucht der Jungfrauen, die zu den schönsten Buchten der Welt gezählt wird.

Im Dorf erfahren wir außerdem, wie Kokosnussöl hergestellt wird und wie traditionelle Dufthandtücher entstehen.

Am Ende des Tages heißt es Abschied nehmen. Auf Deck 7 findet eine stimmungsvolle Abschiedszeremonie statt – ein emotionaler Moment, denn die Reise durch die Marquesas nähert sich langsam ihrem Ende.

02.05.2026 – Ua Huka

Am frühen Morgen erwartet uns auf Ua Huka ein besonderes Schauspiel. Die Aranui führt in der beeindruckenden „Unsichtbaren Bucht“ von Vaipaee eine 180-Grad-Wendung durch. Ein beeindruckendes Manöver, bei dem die Fähigkeiten von Kapitän und Mannschaft besonders deutlich werden.

Ua Huka wirkt deutlich trockener als viele der anderen Marquesas-Inseln. Dafür begegnet man hier zahlreichen Wildpferden, Ziegen und Schweinen.

An Land besuchen wir zunächst ein kleines Museum, in dem Repliken traditioneller marquesanischer Kunst gezeigt werden. Anschließend geht es mit dem Geländewagen über die Insel. Immer wieder halten wir an Aussichtspunkten an und genießen die fantastische Landschaft.

Ein weiterer Höhepunkt ist das Arboretum, das aus der Leidenschaft des ehemaligen Bürgermeisters der Insel entstanden ist.

Im Dorf Hane erwartet uns anschließend ein Mittagessen in einem lokalen Familienrestaurant. Dabei können wir weitere Spezialitäten der Insel kennenlernen und traditionelles Kunsthandwerk, Holzschnitzereien und kunstvoll gravierte Kokosnussschalen entdecken.

Nach dem Mittagessen geht es mit dem Geländewagen zurück zum Schiff. Für Wanderfreudige gibt es noch die Möglichkeit, eine etwa drei Kilometer lange Strecke vom Baumhaus zurückzulegen.

Zurück an Bord heißt es noch einmal: unbedingt an Deck bleiben! Die Aranui fährt entlang der Küste von Ua Huka und bietet dabei immer wieder beeindruckende Ausblicke auf die Insel.

03.05.2026 – Noch ein Seetag

Ein weiterer Seetag lädt dazu ein, die vielen Eindrücke der vergangenen Tage Revue passieren zu lassen.

Die Tage auf den Marquesas waren intensiv: faszinierende Landschaften, traditionelle Tänze, Begegnungen mit Einheimischen, Kunsthandwerk, besondere kulinarische Erlebnisse und immer wieder die beeindruckende Natur.

Nun bleibt Zeit, noch einmal in Ruhe das Bordleben zu genießen, sich zu entspannen und die Reise auf sich wirken zu lassen.

04.05.2026 – Rangiroa

Wir erreichen Rangiroa, das größte Atoll Französisch-Polynesiens und eines der größten Atolle der Welt.

Bereits die Einfahrt durch den Tiputa-Pass ist ein Erlebnis. Von den offenen Decks aus lässt sich das Manöver wunderbar beobachten.

Für Taucher werden Ausflüge angeboten, denn Rangiroa gilt als eines der herausragenden Tauchgebiete der Welt. Alternativ kann man die Lagune bei einer Fahrt mit dem Glasbodenboot erkunden oder einfach den weißen Sandstrand und das kristallklare Wasser genießen.

An den Ständen der lokalen „Mamas“ finden sich Muschelketten, kleine Souvenirs und andere handgefertigte Erinnerungsstücke.

Doch viel Zeit bleibt nicht: Um die Mittagszeit heißt es bereits wieder Abschied nehmen. Die Aranui legt ab und nimmt Kurs auf unser nächstes und gleichzeitig eines der bekanntesten Ziele der Reise: Bora Bora.

05.05.2026 – Bora Bora

Bora Bora – allein der Name weckt sofort Bilder von türkisblauem Wasser, weißen Sandstränden und grünen Bergen.

Heute haben wir verschiedene Möglichkeiten, die Insel zu entdecken. Je nach persönlicher Vorliebe kann man an einem Ausflug teilnehmen oder von Bord gehen und Bora Bora auf eigene Faust erkunden.

Eine weitere tolle Idee ist das Schiff am heutigen Tag zu verlassen und sich noch ein paar Tage auf der Insel zu gönnen. Mit meiner Reisegruppe sind wir an diesem Tag von Bord gegangen und hatten so noch etwas mehr Zeit auf Bora Bora.

Am Abend verabschiedet sich die Aranui von Bora Bora und fährt ohne uns weiter nach Tahiti. Damit endet zwar unsere Reise an Bord, unser Aufenthalt in Französisch-Polynesien ist aber noch nicht vorbei.

Das offizielle Ende der Aranui-Reise ist am nächsten Morgen in Tahiti, wenn das Schiff dort ankommt. Für uns bedeutet diese besondere Möglichkeit jedoch, dass wir noch länger auf Bora Bora bleiben und dieses absolute Highlight der Reise genießen können.

So bekommt die Reise mit der Aranui einen ganz besonderen Abschluss: Nach den abgelegenen und ursprünglichen Marquesas-Inseln endet unser persönliches Abenteuer dort, wo viele Menschen Französisch-Polynesien vor allem vor Augen haben – auf dem paradiesischen Bora Bora.

Die Reise mit der Aranui war etwas ganz Besonderes. Anders als bei einer klassischen Kreuzfahrt stand nicht nur das Leben an Bord im Mittelpunkt. Die Aranui brachte uns zu Inseln, die teilweise nur schwer erreichbar sind, und ermöglichte uns einen intensiven Einblick in die Kultur und das Leben der Marquesas.

Besonders eindrucksvoll waren die Begegnungen mit den Menschen, die traditionellen Tänze und Handwerkskünste, die abwechslungsreiche Küche und natürlich die spektakuläre Natur Französisch-Polynesiens.

Von Tahiti über die abgelegenen Marquesas bis nach Rangiroa und Bora Bora bleibt vor allem eines: eine unglaubliche Vielfalt an Eindrücken und Erinnerungen.

Eine Reise, die nicht nur wunderschöne Bilder hinterlässt, sondern Geschichten, die man noch lange erzählen wird.

Christian Schram unterwegs mit der Aranui

Christian Schram

Reisezeitraum: 25.04.2026 – 06.05.2026

Weitere Bilder von meiner Reise mit der Aranui

Sie möchten selbst an Bord der Aranui gehen? Hier geht es zu unseren Reisen mit der Aranui.

Reisen mit der Aranui

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