Ecuador bietet beides – die einmaligen Galápagos-Inseln mit ihrer einzigartigen Tierwelt und den artenreichen Amazonas-Regenwald, den man nur hier so intensiv erleben kann.
Ecuador – Wo die Sonne die Vulkangipfel weckt
Das Andenhochland Ecuadors hat mich besonders beeindruckt. Frühmorgens auf der Panamericana den Sonnenaufgang zu sehen und wie sich nach und nach die Gipfel der Vulkane durch die Wolkendecke schieben, hatte etwas Majestätisches.
Auf meiner 1-wöchigen Reise durch das Inland Ecuadors hat das Land mir gezeigt, dass dieser Besuch nicht mein letzter war.
Die Altstadt von Quito
Am ersten Tag nach meiner Ankunft ging es in die Altstadt von Quito. Die koloniale Altstadt mit ihren engen Gassen und historischen Gebäuden ist unglaublich charmant. Besonders beeindruckend sind die vielen Kirchen – einige davon sind im Inneren komplett vergoldet, was wirklich atemberaubend aussieht. In der Kirche „Iglesia La Compañía“ kann man für nur 3 USD Eintritt bis hinauf auf das Dach steigen und von dort einen tollen Blick über die Stadt genießen. Ein perfekter Einstieg in die Reise!
Auf der Panamericana in das Andenhochland
Frühmorgens, noch vor Sonnenaufgang, ging es raus aus der Stadt auf den Panamericana-Highway in Richtung Süden zum Quilotoa-Kratersee. Eine wunderschöne Fahrt wartete auf mich. Mit dem Sonnenaufgang zeigten sich immer mehr Gipfel der drumherum liegenden Vulkane. Zuerst zeigten sich die zwei Spitzen der Ilinizas-Vulkanbrüder, und als wir uns langsam auf der Andenhochlandstraße nach oben bewegten, zeigte sich durch die Wolkendecke der Cotopaxi-Vulkan mit seinen 5.897 m Höhe. Mein zweiter Tag in Ecuador, und das Land hatte mich jetzt schon in seinen Bann gezogen.
Wanderung am Quilotoa Krater See
Die Stadt Quilotoa war bei meiner Ankunft noch sehr verschlafen und ich war zum Start meiner Wanderung in den Krater die einzige Besucherin. Ein absolutes Muss für alle Wanderbegeisterten. Jenen, die es lieber ruhiger angehen lassen möchten, empfehle ich, einfach oben zu den Aussichtspunkten bei den Parkplätzen zu laufen und diesen atemberaubenden Anblick des Kratersees auf sich wirken zu lassen.
Ich startete also meine Wanderung hinunter in den Krater, und nach circa 45 Minuten erreichte ich den türkisfarbenen See und genoss die Stille. Hinauf dauerte es etwas länger, da ich die Höhe von gut 3.900 m ü. M. doch in meiner Ausdauer spürte. Im gleichnamigen Städtchen kam ich in den Genuss einer typisch ecuadorianischen Kartoffelsuppe. Das Essen in diesem Land durchzuprobieren ist auf jeden Fall ebenfalls sehr zu empfehlen.
Hacienda El Porvenir
Die nächsten zwei Nächte meiner Reise verbrachte ich in der Hacienda El Porvenir, am Fuße des Cotopaxi-Nationalparks. Was die Unterkünfte auf dieser Reise betrifft, war diese Hacienda – voller Herzlichkeit, Liebe zum Detail und echter Gastfreundschaft – mein absolutes Highlight! Auch kommt jeder auf seine Kosten, sei es im Spa zum Entspannen, auf Wanderungen oder bei einem Ausritt in das Andenhochland.
Ein ganz besonderer Moment war es jedes Mal, nach dem Abendessen in mein Zimmer zurückzukehren und dort eine liebevoll bereitgelegte Wärmflasche unter der Bettdecke zu finden – eine kleine Geste, die so viel Wärme und Aufmerksamkeit ausdrückt.
Cotopaxi Nationalpark
Der wohl bekannteste Nationalpark Ecuadors ist einen Besuch wert. Mit einem Pick-up fuhren wir auf den Serpentinen immer höher bis zum Parkplatz auf über 4.600 m. Von dort aus beginnt in der Regel der Aufstieg zur José-Ribas-Hütte, die auf rund 4.864 Metern liegt. Leider stürmte es unglaublich, und auch das Wetter wollte nicht so recht mitspielen, weshalb ich mich kurzerhand dazu entschied, wieder abzufahren und stattdessen die Wanderung um die Limpiopungo-Lagune zu unternehmen – eine kleinere und sehr angenehme Runde.
Empfehlung: das kleine, aber sehr informative Visitor Center im Nationalpark.
Teleférico – mit der Gondel hoch auf 4100 m Höhe
Eine weitere Unternehmung in der Stadt Quito ist die Fahrt mit dem Telefériqo, der Seilbahn, die auf den Hausberg Cruz Loma führt. Ein echtes Erlebnis – je höher sich die Gondel über die Stadt erhebt, desto beeindruckender wird der Blick auf Quito.
Oben angekommen, auf rund 4.100 Metern Höhe, eröffnet sich ein atemberaubendes Panorama. Das Wetter spielte heute mit, und ich hatte hin und wieder klare Sicht auf den majestätischen Cotopaxi in der Ferne!
Ich unternahm eine kleine Wanderung auf dem Hochgrat und genoss anschließend bei einem warmen Kaffee den Ausblick über diese langgezogene Hauptstadt, bevor ich mich wieder mit der Seilbahn auf den Weg nach unten machte.
Mitad del Mundo
Da mein Flug nach Deutschland erst abends war, blieb mir noch genügend Zeit, mit einem Taxi zum Äquator zu fahren. So hatte ich den ganzen Tag, um das Gelände von Mitad del Mundo zu erkunden und gleichzeitig auf der Nord- und Südhalbkugel stehen zu können.
Raphaela Beck
💡 Tipps
- Typisch ecuadorianisches Frühstück ist Tigrillo oder Bolón! Gerichte aus Kochbanane mit Käse oder Bacon, getoppt mit einem Spiegelei. Sehr empfehlenswert – unbedingt probieren
- Für Souvenirs ist ein Besuch des Mercado Artesanal in Quito lohnenswert
































