Costa Rica/Nicaragua/Panama/Tipps & News

Dankeschön für einen tollen Urlaub!

Sehr geehrte Frau Fischer,

es ist nun schon über einen Monat her, dass wir von unserer Reise „Auf vier Rädern durch Mittelamerika“ zurück sind. Zusammenfassend möchten wir sagen: „Es war eine herrliche Reise, zwischen Abenteuer, Anstrengung und Erholung.“

Meine Frau und ich möchten uns ganz herzlich für die souveräne Vorbereitung bei Miller Reisen und besonders bei Ihnen, Frau Fischer, bedanken. Die in den Unterlagen gegebenen Hinweise für Besichtigungen etc. sind gut, aber nicht alle zu verwirklichen. Dazu reicht die Zeit nicht aus. Wir hatten auf unserer Reise sehr viele Kontakte mit Einwohnern in Nikaragua, Costa Rica und Panama. Alles freundliche Typen, die gern bereitwillig Auskunft über Reisewege und Land und Leute gegeben haben. Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist jedoch die Kenntnis der spanischen Sprache, mit Englisch klappt es nur in den Hotels und in den größeren Städten. Was bei dieser Reise unbedingt notwendig ist, ist ein Navi. Wegweiser gibt es nur an der Panamericana und in Panama City.

Die von Ihnen reservierten Hotels waren bis auf wenige Ausnahmen sehr gut. Was gar nicht ging, war die Ökolodge bei Matagalpa. Schimmel bis zur Decke an den Wänden kann nicht ÖKO sein. Dies war aber wie gesagt die Ausnahme. Das Hotel Colon an der Plaza in Granada war dann die Entschädigung für Matagalpa. Ein Besuch des Vulkans Masaya fiel leider einem in der vorangegangenen Nacht stattgefundenen Erdstoß zum Opfer. Dafür konnten wir uns am Abend im örtlichen Fernsehen als enttäuschte „Nichtbesucher“ sehen.

Granada ist eine wunderschöne Stadt mit vielen historischen Sehenswürdigkeiten, die wir bei einer zweistündigen Kutschfahrt kennengelernt haben.

Interessant war dann der Grenzübertritt von Nikaragua nach Costa Rica. Hier sollte man viel Zeit einplanen oder sich eines „Helfers“ bedienen, der einen im Schnellverfahren gegen Gebühr über die Grenze bringt. Die Abgabe des Mietwagens in Nikaragua ging ohne Probleme über die Bühne, obwohl der Tank nicht ganz voll war. Man sollte rechtzeitig vor der Grenze tanken, da es in Penas Blancas keine Tankstelle gibt. Freundliche Grenz- und Zollbeamte waren gern für ein Schwätzchen oder Späßchen bereit.

Zur Übernahme des neuen Mietwagens auf costaricanischer Seite haben wir das Büro von ADOBE gesucht. Dies ist Fehlanzeige, so dass wir uns zu Fuß in Richtung San José auf den Weg gemacht haben. Plötzlich stand dann doch ein Vertreter von ADOBE vor uns, der uns den Mietwagen übergeben hat. Wir fuhren nun durch ein Land, welches einen erheblich höheren Standard als Nikaragua besitzt.

Abseits der Panamericana ging es über 40 km Schotterpiste  nach Monteverde. Hier kann man hervorragend durch die Baumkronen des Regenwaldes schweben, Seilbahn fahren und kilometerweit über Hängebrücken wandern, toll. Die Hotels, die Angestellten und die Einwohner sind absolute Spitze. Aus den Bergen hinab ging es dann zum Pazifik. Unser Hotel in Quepos lag unmittelbar am Meer. Hier haben wir dann auch den ersten typischen tropischen Regen dieses Jahres erlebt. Nach 45Minuten war alles vorbei.

Die letzten zwei Tage in Costa Rica haben wir im Rainforest Nationalpark verbracht. Regenwald pur. Die Hütten waren ringsum offen, so dass man in der Nacht sämtliche tierischen Geräusche aus dem Regenwald wahrnehmen konnte. Ein Erlebnis, das wir nie vergessen werden. Die letzte Etappe in Costa Rica führte uns zur Grenze nach Panama. Ein Vertreter von ADOBE, den wir am Tage zuvor noch in San José angerufen haben, hat dort unseren Mietwagen übernommen.

Der Grenzübertritt nach Panama in Paso Canoas war wieder ein Erlebnis. Die Leute gut drauf, die Helfer standen bereit und so ging es zügig nach Panama. Da zwischen beiden Ländern eine Stunde Zeitunterschied ist, war das panamaische Taxi noch nicht vor Ort. Die Wartezeit an der Grenze haben wir genutzt, und uns mit Einheimischen unterhalten, die von uns viel über unser Land wissen wollten. Auf der Fahrt nach David hat uns der Taxifahrer eine Menge interessanter Dinge über Land und Leute erzählt. Dann ging es per Mietwagen nach Boquete einen kleinen Ort in die malerische „Schweiz“ (die Landschaft ähnelt sehr der Schweiz). Die Feriensiedlung (Ferienhäuser) Isla Verde, welche  von einer deutschen Familie betrieben wird, war nicht wirklich für unsere Zwecke geeignet, denn wir wollten ja nicht selbst kochen. Die Häuschen sind gut, aber die Freundlichkeit der Eigentümer kann mit der der Einheimischen in keiner Weise mithalten. Kontakte der Besitzer zu den Gästen, wie in den von Einheimischen geführten Hotels, waren nicht erwünscht. Das Hauptziel der deutschen Eigentümerin scheint das Geldverdienen zu sein, ihre Preise bei der Frühstücksspeisekarte lassen keine andere Schlussfolgerung zu. Wir schämten uns ein wenig, auch Deutsche zu sein.

Ein Abstecher führte uns von Boquete über den Isthmus mit der berühmten Wasserscheide (kräftiger Regen und Fahrt durch die Wolken) an die Karibikküste nach Chiriqui Grande. Auf der Fahrt dahin haben wir viele Dörfer gesehen, wo die Indios in primitiven Hütten leben.

Weiter in Richtung Panama City haben wir in zwei wunderbaren Hotels an der Pazikküste übernachtet. Da in der Regenzeit die Hotels nur wenig ausgelastet sind, hatten die Betreiber viel Zeit, sich mit uns zu beschäftigen. Es wurde wieder viel erzählt und getrunken.

Die Einfahrt nach Panama City über die Brücke „Puente de las Américas“ hatte uns noch einen richtig tollen Regenschauer beschert. Dank Navi haben wir auch gleich unser Hotel gefunden. Es war das Hotel Country Inn, welches unmittelbar an der Einfahrt zum Panamakanal liegt. Eine Stadtbesichtigung haben wir mit einem Taxi gemacht. Der Fahrer hat uns zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten der Stadt gefahren und uns viel über die Geschichte und Gegenwart der Stadt erzählt.

Die Rückgabe des Mietwagens freitags zur Feierabendszeit im Stadtbüro des Autoverleihs gestaltete sich zu einem besonderen Erlebnis. In der Rush Hour ging fast nichts mehr. Das Stadtzentrum war nahezu gelähmt, aber am Ende hat alles gut geklappt und wir erreichten unser Ziel mit nur 20 Minuten Verspätung.

Ein weiterer Höhepunkt unserer Reise war die sechsstündige Fahrt durch den Panamakanal. Vom Reisebüro hervorragend organisiert, wurden wir vom Hotel abgeholt und zum Hafen gebracht. Die Fahrt durch den Kanal wurde live in Spanisch und Englisch moderiert und somit auf viele interessante Dinge aufmerksam gemacht. Auch die Schleusungen und Begegnungen mit Schiffen aus aller Welt waren ein Erlebnis, welches wir nicht vergessen werden. Die Versorgung auf dem Schiff war sehr gut und perfekt organisiert.

Wir können diese Reise nur weiter empfehlen.

Vielen Dank an Miller Reisen!

Verena und Gerolf Schöne