Kolumbien/Tipps & News

Aktuelle Entwicklungen des Tourismus in Kolumbien

kolumbien_altermann-42872or1Der Tourismus in Kolumbien entwickelt sich trotz der weltweiten Wirtschaftskrise in der letzten Zeit enorm in die positive Richtung. Basierend auf einer allgemein besseren Sicherheitslage, Steuererleichterungen für Hotelbau und -renovierungen sowie einer seit einigen Jahren von der Regierung forcierten Kampagne zur Verbesserung des Images entstand in den letzten Jahren ein rasanter Anstieg der Nachfrage – es sind sowohl mehr ausländische als auch mehr Binnentouristen zu verzeichnen. Damit einher gehen nun der Ausbau des Hotelsektors: noch in diesem Jahr sollen 26 neue Hotels mit mehr als 4.000 zusätzlichen Betten entstehen. Bis 2011 sollen dadurch insgesamt 16.000 neue Betten dazugekommen sein. Interessanter wird Kolumbien auch mehr und mehr für internationale Hotelketten. In den nächsten Jahren sind neue Häuser der renommierten Marken Accor, Hilton, Marriot und Hyatt geplant, wodurch letztendlich der mittel- und hochklassige Bereich der Hotellerie ausgebaut wird. Mit der Ansiedlung der neuen Hotels in Ballungsräumen wie Medellín, Calí, Cartagena etc. verteilen sie sich künftig mehr über die Hauptstadt Bogotá hinaus.

Die Zahlen, die dieser Entwicklung zugrunde liegen, sind beeindruckend: in den Jahren von 2003 bis 2008 wurde in Kolumbien eine Verdoppelung der ausländischen palmari-47456konv2Touristen verzeichnet. Zurückzuführen sei dies vor allen Dingen auf die forcierte Imagekampagne, mit deren Hilfe das Außenbild Kolumbiens sich vom Negativen ins Positive wandelte. Auch die Welttourismusorganisation hat die Kampagne als Beispiel hervorgehoben, wie sich ein Negativimage eines Landes in kurzer Zeit ins Gegenteil umkehren kann.

Einen Schwerpunkt in Kolumbien soll künftig der ökologische Tourismus darstellen. Man setzt damit zunehmend auf die unberührte Natur und die zahlreichen natürlichen Attraktionen des Landes. Schließlich grenzt Kolumbien als einziges Land Südamerikas sowohl an den Pazifik als auch an die Karibik, weite Teile des Landes sind von artenreichen Regenwäldern bedeckt; landschaftlich besonders reizvoll sind natürlich das Amazonasgebiet sowie die Anden. Das bedeutet gleichzeitig, dass neben dem Hotelsektor auch der Bereich der Öko-Unterkünfte einer Erweiterung bedarf. Zurzeit gilt Kolumbien unter Naturliebhabern noch als Geheimtipp. Sollten Sie sich für ein Land voller aufregender und atemberaubender Natur interessieren, können Sie sich gerne an die zuständige Abteilung bei Miller Reisen wenden.

14 thoughts on “Aktuelle Entwicklungen des Tourismus in Kolumbien

  1. Ich hatte im Jahr 2000 das erste mal die Möglichkeit mit 4 Gleichgesinnten in einer 4wöchigen Reise Kolumbien kennen zu lernen, also zu einer Zeit, als uns alle für verrückt hielten. 6 Wochen vor Reiseantritt erklärte die GEO in einem Artikel Kolumbien für das „gefährlichste Land der Erde“. Auf dieser Reise dürften wir so ziemlich alle Highlights aufgespürt haben, die es wert waren, wie Tierradentro, Armenia, Ciudad Perdida, Santa Marta, Tayrona NP, Villa de Leyva, Isla Gorgona, Purace NP usw. Uns ist nie ein Haar gekrümmt worden und es war eine unserer schönsten Lateinamerika-Reisen.
    Als ich im Herbst letzten Jahres im Rahmen eines Fam-Trips noch einmal für 12 Tage nach Bahia Solano ins „El Almejal“ und nach Nuqui ins „El Cantil“ durfte, war das natürlich besonders spannend und wie erwartet wieder sehr schön. Aber am überraschtesten war ich über die tolle Entwicklung von Medellin. Wenn man 8 Jahre später mit 4 Amerikanern abends durch die Szeneviertel dieser saubersten Stadt Lateinamerika, die ich je gesehen habe, schlendern und sich ganz entspannt in einer Kneipe einige Biere genehmigen kann, kann man Herrn Alvaro Uribe nur zu dieser gelungenen „Metamorphose“ gratulieren.

  2. Ich kann mich der Meinung von Herrn Lehmann nur anschließen! Ich war in diesem Jahr insgesamt über 5 Wochen in Kolumbien und habe fast alle Regionen des Landes bereits, meist mit dem Auto. An keinem Ort verspürte ich das Gefühl irgendeiner Gefährdung. Die Menschen waren durchwegs freudlich und aufgeschlossen. Sicher fällt die große Präsenz an Sicherheitskräften dem Europäer ins Auge, aber das sollte und kann man ignorieren.
    Die touristische Infrastruktur hat sich in den letzten Jahren hervorragend entwickelt. Es bleibt zu hoffen, daß Kolumbien wieder verstärkt wahrgenommen wird, im positiven Sinne. Eine Reise in dieses Land lohnt sich in jedem Falle.
    Ich werde sicher wieder so schnell wie möglich zurückkehren, um die einmaligen Naturerlebnisse z.B. Pazifikküste, Tayrona Nationalpark oder sehr sehenswerten Städte wie Medellin und Cartagena erneut zu besuchen.

  3. Hallo Wolfgang und Dieter,

    schön, dass ich aktuelle Berichte lesen Kann – da es vor allem ältere Berichte gibt die deutlich von Autoreisen abraten.
    Meine Frage:Seid Ihr nach Nuqui per Auto (geht das, gefährlich?).. Über Rückinfos, vor allem zu Autoreisen wäre ich sehr dankbar, da ich fast alle Länder immer per PKW bereist habe – fast immer die beste Wahl Land und Leute am besten kennen zulernen.

    Schönen Gruß
    Sven

  4. Hallo Sven,

    nein, nach Nuqui sind wir geflogen, so wie es auch in meinem Reisebericht beschrieben wurde.
    Per Auto kommt man da nicht hin!
    Grundsätzlich kann man schon viele Orte per Mietwagen erreichen, sofern einen häufige Kontrollen bzw. Präsenz durch Polizei und Militär nicht verunsichern. Die Straßen sind in gutem Zustand bis auf einige Ausnahmen, z.B. Strecke San Agustin – Popayan durch den Puracé-Nationalpark.
    Mietwagen sind in Kolumbien jedoch meist recht teuer und der Kunde hat einen recht hohen Eigenanteil im Schadensfalle. Ich würde, sofern es sich nicht nur um Standardrouten zwischen den großen Städten handelt, eher auf die nationalen Busunternehmen zurückgreifen, welche auch immer günstige, komfortable Reiseverbindungen anbieten.

    Gruß

    Wolfgang

  5. brauchen dringend HILFE -wir suchen einen jungen israeli .er wird seit dem 26.10.09
    vermisst. Er soll zuletzt in Kolumbien (amazonas) gesehen worden sein.
    bitte , jede information koennte wichtig sein!

  6. Hallo Daniela,

    hast Du etwas mehr Informationen, ggf. ein Bild? Wir können das gerne an unsere örtlichen Partner weiterleiten.

  7. Hallo,

    ich bin jetzt seit drei Monaten in Bogotá um hier ein Praktikum zu absolvieren.
    Ich kann nur zustimmen bei Euren Aussagen, dass dieses Land aufregend, gastfreundlich und wert ist, es zu bereisen.

    Aber zu behaupten, dieses Land wäre sicher ist ein Hohn! Ein Wegschauen, Verschweigen…so wie es der skandalöse Uribe seit Jahren macht und sein erschreckender Nachfolger Santos wohl fortsetzen wird.

    Mit diesen Aussagen rückt ihr Euch als Touristen ins Licht – und das mag stimmen…in den letzten Jahren wurden weniger Touristen ermordet oder entführt. Aber das heisst doch noch lang nicht dass dieses Land sicher ist.
    Was hier geschieht ist entsetzlich! Unterhaltet Euch mit den Kolumbianern, lest unabhängige Zeitungen. Aber bitte nicht die Haupttageszeitung „El tiempo“, denn die gehört dem guten Uribe so wie der Generalstaatsanwalt bald dem Santos.

    Es tut mir leid, für die empörten Worte.
    Aber mit Euren Aussagen verleugnet ihr die Millionen von Menschen, die viel gelitten haben und es immer noch tun.

    Nein, der Krieg hier ist keinesfalls beendet! Er ist nur von Medellín usw. in einsamere Regionen verdrängt worden. Wie praktisch…dort gibt es kaum Zeugen! Und wenn doch, wissen wir alle was mit ihnen geschehen kann.

    Ich liebe dieses Land und habe es viel bereist in den letzten Monaten, werde es noch einige Zeit tun. Aber Sicherheit ist hier nicht groß!

    Ich weiss, Angst haben ist uncool unter Backpackern u.ä.!

  8. Was heißt Sicher?
    Sicher ist es nirgendwo auf der Welt. Ich möchte auch nicht abends in Köln oder Düsseldorf oder Berlin oder… auf die Straße gehen.
    In Köln habe ich einmal in einem Bezirk privat übernachtet, da hat die gute Frau jedesmal wenn ich an das Auto bin, etwas holen, hinter mir die Tür mit 3 ! Schlössern abgeschlossen.
    Das in Kolumbien noch diverse Probleme hat, wird niemand bestreiten. Doch für Touristen ist die Gefährdung keine Größere wie in vielen anderen Ländern der Welt. Für uns, die wir hier leben, geht die größte Gefahr vom ungewohnten Straßenverkehr aus.
    Und ich habe hier bisher nur Backpacker erlebt, die von den Menschen, der Natur und dem Klima in Kolumbien geschwärmt haben.
    Und trotz einiger Probleme hier, erstaunt mich immer wieder, wie stolz die Kolumbianer auf ihr Land sind.

  9. Time and changes …..

    Ich freue mich sehr darüber, dass den Touristen, wie oben beschrieben nichts geschehen ist und dass sie eine gute Zeit im Land hatten.

    Natürlich lauert nicht hinter jedem Busch ein Räuber ….. nur gibt es weitaus mehr Räuber in Kolumbien als in Deutschland.
    Und die, die es gibt, sind weitaus gefährlicher, weil ein Menschenleben in Kolumbien nur ein paar Pesos wert ist.
    In Bogota ist es mittlerweile (1 Jahr) zur Mode geworden, die Touristen in den Hotels zu überfallen. Das ist einfacher und man hat mehr Beute.
    Das tragische daran ist nur, dass die Polizei nichts dagegen tut.
    Wie amerikanische Tourist(inn)en ausgeführt haben, wurde nach einer Vergewaltigung von der Polizei nicht einmal ein Protokoll aufgenommen.
    Die Tourist(inn)en wurden zum Airport gebracht und die Sache war damit erledigt.
    Neulich ist ein Bekannter von mir (Kolumbianer) überfallen worden und er sagte mir, er war etwas beruhigter, als er bemerkte, dass die Täter einfach Zivilisten seien und keine Polizisten.
    Das drückt die Situation in diesem Land aus. Und Herr Uribe hat die Sicherheit nur dadurch einkehren lassen, dass er seine Paramilitärs zurückgenommen hat, die er selbst geschaffen hat und die die eigentliche Ursache allen Übels in dem Land sind.
    Insofern ist (auch mein) Dank, bitterer Sarkasmus.
    Jeder vernünftige Mensch hier im Land sieht zu, dass er bei Sonnenuntergang (18 Uhr) irgendwo auf der Reise in einem sicheren Hotel angekommen ist, reist meistens nicht allein und ist gut beraten, keine wertvollen Gegenstände mit sich zu führen, geschweige denn, sie zu zeigen.
    Insofern ist es schon ein Problem, im Land zu reisen.
    Komischer Weise kann man in Deutschland von Flensburg nach Garmisch reisen, ohne auch nur eine der Vorsichtsmassnahmen zu etablieren.
    Ausserdem ist Kolumbien nicht daran interessiert, Touristen im Land zu haben, denn das Land gehört einer Handvoll Familien, die sich eingerichtet haben.
    Sie haben absolut kein Interesse daran, dass Fremde ins Land kommen, die die wahren Zustände nicht nur erkennen, sondern auch noch nach aussen tragen.
    Kolumbien bleibt also ein Land für Backpacker.

  10. Ich selbst war erst im Juni diesen Jahres für 2,5 Wochen in Kolumbien. Eine Freundin, die über die negativen Meldungen und Gerüchte alarmiert, zuerst Sorgen hatte, nach Kolumbien zu reisen, begleitete mich. Was uns dann in Kolumbien erwartete, überraschte uns beide, vielmehr noch: wir waren durchaus begeistert von den extrem freundlichen, zuvorkommenden und sympathischen Menschen. Zu keiner Zeit fühlten wir uns unwohl oder unsicher. Auch spätabends sind wir noch ohne Probleme, durch Bogota, Villa de Leyva, Leticia und Cartagena gelaufen. Natürlich immer darauf bedacht, nicht unser gesamtes Vermögen mit uns zu führen und auch ansonsten keine Reichtümer (Kameras, Schmuck) zur Schau zu stellen. Ich persönlich habe Kolumbien als sicheres Reiseland empfunden, welches sicher „mehr Räuber als Deutschland“ hat, aber unproblematisch bereist werden kann und aufgrund der sagenhaften Natur und Menschen auch immer wieder eine Reise wert ist!

  11. Dieser Meinung kann ich mich nur anschließen, nachdem ich die letzten beiden Wochen in Kolumbien verbracht habe. Nicht eine Sekunde lang habe ich mich unsicher oder unwohl gefühlt. Natürlich kann man die Sicherheit lateinamerikanischer Länder nicht mit Deutschland vergleichen, aber Kolumbien ist definitiv nicht gefährlicher als andere Länder Lateinamerikas, die dennoch viel bereist werden. In all diesen Ländern meidet man bestimmte Gegenden zu bestimmten Uhrzeiten und befolgt gewisse Sicherheitsanweisungen.

    Was ich aber definitiv abstreiten muss: Kolumbien habe kein Interesse am Tourismus: Im Gegenteil. Kolumbien ist sehr bemüht, den Tourismus im eigenen Land zu fördern. Als Expedient genoss ich in Kolumbien weit mehr Aufmerksamkeit als in den anderen Ländern, die ich bereist habe und Hotelpersonal sowie Reiseleiter etc. boten einen absolut perfekten Service.

    Wer sich von den vielen, teilweise wirklich übertriebenen Horrorgeschichten dermaßen einschüchtern lässt, dem entgeht leider die vielfältige Schönheit Lateinamerikas und die Herzlichkeit und Aufgeschlossenheit der Menschen.

  12. Sicherheit ist ein schwieriges Thema, weil sie eben sehr subjektiv beurteilt wird. Ich bin jetzt seit 15 Jahren hier im Land und kann trotz aller Probleme, die es noch gibt, durchaus sagen, dass sich einiges getan hat und sich in eine gute Richtung bewegt. Viele Probleme gibt es weiterhin, das stimmt, und sie wird wohl auch noch so bleiben, so lange der „Reichtung“ des Landes nicht gerechter verteilt ist. Aber fuer Reisende gilt defintiv festzuhalten, dass Kolumbien genauso sicher mittlerweile ist, wie die meisten anderen Laender Suedamerikas. Mehr noch, dass Sicherheitsgefuehl wird von den meisten als besser empfunden. Ich kann allen nur zu einer Reise nach Kolumbien empfehlen, weil man hier noch authentisches Suedamerika erleben kann.

  13. Ich bin seit 28 Jahren mit einer kolumbianerin verheiratet. Wir fliegen jedes Jahr für 5-6 Wochen in dieses ausergewöhnlich schöne Land. Uns ist bis heute noch nichts passiert. Wir passen auf, benehmen uns freundlich. Auf unserer Reisen durch Kolumbien hatten wir immer viel Freunde. Organisatorisch muß man schon mal Abstriche machen und bei der Pünktlichkeit auch. Schließlich sind wir Ausländer dort und wurden immer freundlich behandelt. Für uns ist Kolumbien eines der schönsten Länder dieser Erde. Das einzig Schlimme ist die Korruption, die erstickt dieses Land.

  14. Ich denke, dass die letzten Kommentare zu diesen Artikel gezeigt haben, dass man gut in Kolumbien reisen kann. Natürlich kann man den Sicherheitsstandard dort nicht mit dem in Deutschland vergleichen. Andererseits: welches Land ist schon zu hundert Prozent sicher?
    Dass reisen in Kolumbien gefährlicher ist als in einigen anderen Staaten, bleibt ja nach wie vor außer Frage. Allerdings, und das haben ja einige Kommentare hier bestätigt, ist das Land schon sicherer geworden.
    Trotzdem tut man Kolumbien doch wirklich keinen Gefallen, wenn man von vornherein sagt, man kann dort hin hingehen, weil es einfach zu gefährlich ist (was jetzt natürlich nicht heißt, dass jeder hin muss; Sicherheit ist subjektiv, wie Torsten so passend schrieb!). Dass man relativ sicher reisen kann, haben zum Einen die Reisen meiner Kolleginnen in den letzten Wochen gezeigt, zum Anderen aber auch die Reisen unserer Kunden sowie einige andere Kommentare hier.
    Ich denke, wie viele Kommentare hier zeigen, lohnt es sich durchaus, sich dieses wunderbare Land anzusehen. Aber das sollte im Ermessen jedes Einzelnen liegen, ob ihm die Sicherheitslage ausreichend erscheint oder nicht.
    Das ist zumindest meine Meinung dazu.

Kommentare sind geschlossen.