Lateinamerika-Blog by Miller Reisen

Brasilien: Neue TAM Verbindung Frankfurt – Rio de Janeiro

Liebe Freunde der „Cidade Maravilhosa

wir freuen uns, heute die Mitteilung über die neue Non-Stop Verbindung Frankfurt – Rio de Janeiro mit TAM Airlines erhalten zu haben.

Zusätzlich zur täglichen Verbindung Frankfurt – São Paulo wird es ab dem 11.August 2010 fünf Flüge / Woche nach Rio de Janeiro geben.

Die Nachtflüge mit Start in Frankfurt um 22:40 und Ankunft in Rio de Janeiro um 06:09 Uhr verlassen Frankfurt Montag, Mittwoch, Donnerstag, Samstag und Sonntag und treffen jeweils am darauf folgenden Tag in dieser tollen Stadt ein.

In die Gegenrichtung nach Frankfurt wird Dienstag, Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag gestartet – Abflug um 21:48 Uhr und Ankunft am darauf folgenden Tag um 14:40 Uhr.

Zum Einsatz kommt ein nagelneuer Airbus A330-300 mit 4 First-, 28 Business- und 183 Economy-Class-Sitzen sowie Unterhaltungs – programm an jedem der insgesamt 215 Plätze.

Das Team von Miller Reisen freut sich auf diese neue Verbindung und wünscht TAM eine ebensolche Erfolgsgeschichte wie Sie mit dem Flug Frankfurt-São Paulo geschrieben wurde.

Abenteuer Südamerika / Meine Reise durch Argentinien, Paraguay, Brasilien

la_boca_buenos_airesDrei Wochen Südamerika sind vergangen wie im Flug!! Seit zwei Woche bin ich zurück in Schlier und noch immer versuche ich die viele Eindrücke dieser fantastischen Reise durch Argentinien, Paraguay und Brasilien in meinem Kopf zu ordnen. Begonnen hatte unser Abenteuer in Buenos Aires. Leider war hier die Zeit viel zu knapp um diese lebendige Stadt richtig kennenzulernen. Am nächsten Tag ging die Reise weiterperito_moreno nach El Calafate in Patagonien. Habe ich 100 oder 150 Bilder von Gletschern gemacht? Am beeindruckensten war ein etwa 2-stündiges Minitrekking auf dem Perito Moreno Gletscher bei strahlendem Sonnenschein! Die Nacht durfte ich dann in der Hosteria Los Notros verbringen, dem einzigen Hotel innerhalb des Nationalparks mit einem herrlichen Ausblick aus meinem Zimmer auf den Perito Moreno Gletscher. Nach 4 Tagen im Süden Argentiniens ging es weiter nach Salta im Nordwesten. 7 Tage lang lernten wir den Norden in allen erdenklichen Farben kennen. Der Weg führte uns von Salta über Purmamarca, Cachi, Cafayate und Tafi del Valle bis nach Tucuman. iguacu_tinaUnsertilcara Mietwagen, ein Chevrolet Corsa kämpfte sich tapfer über staubige Straßen, Holperpisten, auf ca. 4.000m hohe Pässe, durch grüne Täler und imposante Schluchten. Eines meiner Highlights war ein Ausflug in die Quebrada de las Conchas mit seinen vielen Gesteinformationen wie dem Frosch, dem Amphitheater oder der Garganta del Diablo – der Teufelsschlund.

Von Tucuman aus ging es weiter mit einem sehr bequemen Überlandbus in 16 Stunden nach Posadas und von hier aus über die Grenze nach Encarnacion in Paraguay. Unser eigentliches Ziel waren die Aufforstungsflächen von Miller Forest in der Provinz Caazapá. Die Anreise war auf Grund eines starken Regenfalls am Vortag sehr spannend, da die Erdstraßen aufgeweicht und schlecht befahrbar waren, aber dank der Fahrkünstejesuiten_ruinen unseres Reiseleiters Martin sind wir wohlbehalten an unserem Ziel angelangt. Über Ciudad del Este ging es schon nach 2 Tagen weiter zu den Wasserfällen von Iguazu…ein wirklich imponierendes Schauspiel, auch wenn die Fälle verhältnismäßig wenig Wasser führten. Zu den ca. 200 Gletscherbildern aus Patagonien kamen nun noch rund 200 Wasserfallbilder.

rio_tinaUnsere letzte Station war Rio de Janeiro- Cidade maravilhosa. Bei leider etwas trübem Wetter genossen wir die dennoch fantastischen Aussichten vom Zuckerhut und vom Corcovado auf die Stadt bevor es mit der alten Straßenbahn mit seinen offenen Tramwagons wieder zurück nach Santa Teresa zu unserer Bleibe ging. Am Abend haben wir uns dann noch mit einer sehr leckeren Moqueca belohnt. Hmmmm lecker und bis hoffentlich ganz bald wieder in Südamerika!!

Karneval in Brasilien

Rechtzeitig zu unserem Weiber-Fasching heute hier in Deutschland eine kleine Geschichte und Informationen zum Karneval in Brasilien / Rio  – der größten Party der Welt.

Karneval RioDie kleine Büglerin aus der Favela wird für eine Nacht zur Königin ihrer „escola”, der arbeitslose Analphabet zum Haupttrommler, ohne den nichts geht: Das ist Karneval, das Wahnsinnsfest, das (fast) alle Brasilianer zu verschmelzen scheint, die Weißen aus den feinen Villenvierteln und die Schwarzen aus den Slums, die Polizisten und die Diebe, die Prostituierten und die höheren Damen der Gesellschaft. Vier Tage lang wirkt besonders Rio trunken vor Lebenslust, aufgelöst in einem Rausch aus Sambarhythmen, Tanz und dem hypnotisierenden Dauerton der „baterias”, der Perkussionsinstrumente. 

Auch in Salvador da Bahia ziehen die prunkvollen Festzüge durch die Stadt, bis in die Morgenstunden von lärmenden Menschenmassen begleitet. Zwischen den „Trio Electricos”, den überverstärkten Musikgruppen auf ihren Lastwagen, mischen sich die gedämpft betörenden Afoxé-Gruppen, die es nur in Bahia gibt.

In den Dörfern von Bahia kann man heute noch Hunderte vermummter Gestalten umherlaufen und symbolisch auf Passanten einschlagen sehen: ein Überbleibsel aus Kolonialzeiten, als die Sklaven sich einmal im Jahr nach Herzenslust austoben und frei fühlen durften, aber stumm und wohl zur eigenen Sicherheit vermummt.

In Pernambuco ist der Straßenkarneval nicht von den Rhythmen des Sambas, sondern des Frevos erfüllt. Mit bunten Schirmen in der Hand ziehen Tänzer in schnellen, fast akrobatischen Sprüngen und choreographisch genau einstudierten Bewegungen durch die Städte.

In Recife zeigen sich die Maracatu-Gruppen mit üppig geschmückten Masken und eigener Königin hoch unter einem Baldachin. Jede dieser Gruppen vertritt ein afrikanisches Land – auch hier ein geschichtlicher Rückgriff.

Für die Touristen ist der Karneval in Brasilien eine der beeindruckenden, vielleicht auch aufregendsten Shows der Welt. Wenige ahnen, was da an ununterbrochenemKarneval Rio Einsatz dahinter steht. Schon im August müssen die einzelnen Sambaschulen ihr Motto für den Umzug festgelegt haben. Das Thema ist immer ganz und gar brasilianisch – und wird auf dem Motivwagen von Sängern und Tänzern vorgetragen. Ab Oktober sind die Proben meist voll im Gange: Komponisten, Musiker, Liedertexter, Tanzgruppen, Designer, Choreographen und nicht zuletzt die Näherinnen, die teilweise bis zu 4000 Mitglieder einer Schule in Glitzerkostüme einkleiden müssen, sie alle arbeiten wie die Besessenen.

Spätestens zu Weihnachten müssen die Schlager für den Karneval aus Millionen Radios ertönen, damit die Menschenmassen sie kennen und mitsingen können. Die Favelas sind die Seele des Karnevals, doch, seit 1984 die Paraden nun im eigens dafür erbauten Sambódromo stattfinden, sucht man den ursprünglichen Straßenkarneval in Rio vergeblich. Nur Touristen und betuchte Brasilianer können sich die Eintrittskarten leisten.

Im Gegenzug dazu findet man in Salvador da Bahia einen sehr ausgeprägten Straßenkarneval, bei dem sogar die eigene Teilnahme, auch als Tourist, ein Leichtes ist. Mit dem Erwerb eines so genannten Abadá, einer legeren Kostümierung, bestehend aus Turnhose und bunt bedrucktem T-Shirt und zwei großen Pompons, kann man selbst an der rauschenden Parade mitmachen und sich von der Musik und dem Tanz hinreißen lassen.

Ein Geheimtipp ist die Kolonialstadt Ouro Preto in Minas Gerais, die eine eigene Karnevalshochburg ist. Touristen und Einwohner amüsieren sich auf den Straßen mit Musik kleiner Kappellen und Studentenbands. Aufgrund der Universität gibt es hier viele Studentenwohnheime. Die Zimmer werden zur Karnevalszeit von den Studenten selbst zum vermieten angeboten.

Insgesamt sind brasilianische Karnevalstage ein Fest unter liebenswerten, gastfreundlichen Menschen die sich auf Ihren Besuch freuen und Sie mit in diesen Strudel von Musik und Tanz einbeziehen.