Lateinamerika-Blog by Miller Reisen

Seenregion, Vulkane, Lake Crossing…3. Teil

Bezug nehmend auf den 2. Teil “was uns erwarten würde”…viel mehr als wir uns hätten erwartet.
Die Seenregion wird oft mit unserer Schweiz oder der Voralpenregion verglichen, bereits beim Anflug aus Santiago kommend, haben sich dort aber kleine aber feine Unterschiede aufgezeigt: Die Vulkane.
Auf der linken Seite im Flugzeug sitzend haben wir sie von oben alle gesehen:
Den Laima, den Villarica, den Puyehue mit der Cordón Caulle, der wie wir mitbekommen haben schon wieder den Flugverkehr in ganz Argentinien lahmgelegt hatte. Die Aschewolke über dem Berg hatte mich das schon ahnen lassen…
In der Seenregion dann natürlich den Osorno – wohl der perfekteste Kegelvulkan auf der Welt, den Puntiagudo und den Tronador, die wir alle später noch auf Seehöhe nochmals genießen durften.

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In Puerto Montt angekommen sind wir direkt mit kurzer Rundfahrt durch Puerto Varas, einem kleinen schönen Städtchen am Llanquihue See, über die Ruta 225 zur Petrohué Lodge von Franz Schirmer in Petrohué gefahren.
Kurz vorher erwarten euch die Petrohué Wasserfälle. Vielleicht nicht ganz mit Iguacu zu vergleichen, vom Boot aus gesehen aber nicht minder eindrucksvoll mit dem smaragdfarbenen Wasser und dem Osorno im Hintergrund. Fast schon zu kitschig um wahr zu sein die Landschaft dort.

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In der Petrohué Lodge angekommen, die Wanderschuhe geschnürt, mit dem Boot ein paar Km den Todos los Santos See hinauf gefahren und durch Urwälder und über Lavafelder wieder zurück zur Lodge gewandert.
Ein grandioses Abendessen beendete diesen langen Tag.
Die Petrohué Lodge ist ein wunderschönes Hotel, eingebettet zwischen See und Osorno. Die Zimmer – teils mit Whirlpool und offenem Kamin sind absolut stilvoll und rustikal eingerichtet. Wer die Seenüberquerung plant, sollte hier übernachten!

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Die Seenüberquerung: schon an viele Hunderte unserer Kunden verkauft, konnte ich mir doch nicht recht vorstellen, wie das so von Statten geht und was uns hier erwarten würde.
Gemütlich um 9.30 gefrühstückt und dann die 100m zum Pier gelaufen, wo uns der Katamaran um 10.30, zusammen mit einigen Brasilianern und Argentiniern über den See nach Peulla bringen sollte.
Die Seenüberquerung kann in Teilabschnitten oder komplett an einem Tag bis Bariloche in Argentinien übernommen werden. Diesen Stress würde ich mir aber nicht antun, zumal ein Teil der Strecke dann auch in der Dunkelheit stattfindet.
Also fahrt nach Peulla, genießt die einmaligen Ausblicke auf den smaragdfarbenen See, die grünen Wälder, den blauen Himmel (wir hatten Glück), und die schneebedeckten Vulkane. Schöner und eindrucksvoller mag es kaum gehen, der Kontrast an Farben erschlägt einen beinahe.

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In Peulla solltet ihr am besten übernachten. Einsamer geht es nicht, die Landschaft und das neue Hotel dort sind über jeden Zweifel erhaben!
Für die meisten geht es am Folgetag dann weiter nach Bariloche. Wir wollen noch ein wenig in Chile verweilen und so sind wir wieder zurück in die Petrohué Lodge gefahren.
Jetzt ist es 08:00 Uhr morgens, das Wetter traumhaft. Wir werden noch am See spazieren gehen und das Lavafeld gen Osorno etwas hochwandern. Dann geht es abends auf die nächste Etappe Richtung Punta Arenas, Torres del Paine und aufs Schiff Richtung Kap Hoorn.

Zufrieden, mit Tausenden Eindrücken und trotz des stressigen Programms tiefentspannt schauen wir den neuen Abenteuern entgegen.
Bis zum 4. Teil!