Die Moais auf der Osterinsel in Chile
Die Moais auf der Osterinsel zählen zu den größten Mysterien auf der Welt. Wie wurden sie gefertigt oder transportiert? Dies ist eine der Fragen, die heute noch offen sind.
Das genaue Alter der Statuen ist noch unbekannt, jedoch gibt es Hinweise, dass die Kolossalfiguren in der zweiten Besiedlungswelle ab etwa 1400 n Chr entstanden sind. Der Zweck der Figuren ist auch umstritten. Man geht heute davon aus, dass sie berühmte Häuptlinge oder allseits verehrte Ahnen darstellen, die als Bindeglied zwischen diesseitiger und jenseitiger Welt fungierten. Die Moais sind auf einer Plattform mit Blick auf die Insel aufgestellt, damit sie die Ansiedlung bewachen konnten.
Bezüglich der Herstellung der Moais gibt es auch viele Theorien. Es ist allerdings klar, dass nahezu alle Statuen der Osterinsel von den Hängen des Vulkanes Ranu Raraku stammen, der aus einem weichen mit Lapilli durchsetzten Tuffstein besteht. Am Hang und im Krater des Rano Raraku befinden sich noch heute 397 Moais. Es gibt auch mehrere Theorien bezüglich des Transports zu dem endgültigen Bestimmungsort: mit Rollen, mit hölzernen Schienen, mit Schlitten oder aufrecht in einem Balkenkorsett.
Heutzutage sind die meisten Zeremonialanlagen, Plattformen und Moais mehr oder weniger zerstört. Jedoch besonders sehenswert ist der Ahu Tongariki unweit des
Kraters Rano Raraku mit fünfzehn aufrecht stehenden Moais von beeindruckender Größe, die größte Zeremonialanlage im Pazifik.
Wenn Sie sich entscheiden, Südamerika zu besuchen, ist die Osterinsel bestimmt eine Reise wert.
Oscar Rojas am 26. März 2009 in Chile, Länderinfos, Reiseberichte
