Am 09.01.09 erschütterte Costa Rica ein Erdbeben der Stärke 6,2 und forderte einige Opfer, wobei sich die Schäden in der Umgebung des Vulkan Poás konzentriert haben. Über 400 Personen, davon ca. 300 Touristen, waren in der Peace Lodge bei den La Paz Wasserfallgärten von der Außenwelt abgeschnitten. Rettungskräfte, Helikopter und Helfer waren schnell an Ort und Stelle.
Heute ist der sehr beliebte und meist besuchte Vulkan des Landes wieder geöffnet, jedoch mit Einschränkungen: Der Parkplatz, das Infozentrum mit Cafeteria und der direkte Weg zum Vulkankrater sind wieder zugänglich.
Die Lagune Botos, ein längst erloschener, mit Regenwasser gefüllter und dicht bewaldeter Krater und die Wanderwege im Wald bleiben noch bis auf weiteres geschlossen.
Die Straße über Vara Blanca nach Puerto Viejo de Sarapiquí existiert nur noch bruchstückchenweise und wird nicht mehr aufgebaut. Geologen und Ingenieure sind daran, die Streckenführung einer Ersatzstraße für die Region zu definieren. Es wird wohl noch lange dauern, bis die komplett neue Straße existieren wird.
Die Verbindung von der Karibik über Puerto Veijo de Sarapiquí nach La Fortuna ist dagegen problemlos befahrbar. Während Mietwagen Rundreisen und auch geführten Reisen durch Costa Rica können Sie den Vulkan Poás wieder planmäßig anfahren und auch besuchen.
Gemäss OVSICORI (Observatorio Vulcanológico y Sismológico de Costa Rica) der Universidad Nacional wurde das Erdbeben durch Verschiebungen der tektonischen Platten ausgelöst und stand nicht mit dem Vulkan in Zusammenhang. Weiter teilte es mit, dass nach dem Erdbeben keine Veränderung in der Tätigkeit des Vulkans festgestellt werden konnte.
Costa Rica ist eine geologisch sehr junge Zone, was sich in den aktiven Vulkanen und den Verschiebungen tektonischer Platten ausdrückt.
Der aktive Vulkan ist 2.700 m hoch und ein beliebtes Ausflugsziel. Mit seinem Hauptkrater, welcher 1,3 km an Durchmesser misst, gilt dieser als einer der größten der Welt.
Mit einem Mietwagen ist der Vulkan über eine gut befahrbare Strasse von San José aus Richtung Norden über Kaffee- und Zierpflanzenplantagen erreichbar.
Im Besucherzentrum erhalten Sie Informationen über den Nationalpark und Wanderkarten. Zum Landschaftsbild gehören Blumen, Farne und Moose sowie eine Vielzahl an Fröschen und abwechslungsreichen Vogelarten.
Wir empfehlen den Nationalpark früh morgens zu besuchen, da zu diesem Zeitpunkt der Vulkan wenig wolkenbehangen und der Park noch relativ gering besucht ist.
Sollten Sie Fragen hierzu haben, so stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.