Lateinamerika-Blog by Miller Reisen

USA lockert Beziehung zu Cuba

Cubas ehemaliger Präsident Fidel Castro empfängt zum ersten Mal seit langer Zeit Abgeordnete des US-Kongresses – Aussicht auf Besserung der Beziehung nach jahrzehntelanger Feindschaft?

flagge-cuba2Am Dienstag, den 07.04.2009 traf sich der frühere Staatschef mit drei Mitgliedern des Kongresses in Havanna. Während einer 2-stündigen Sitzung wurde über die Beziehung der USA zu Cuba diskutiert. Das Handelsembargo gegen das kommunistische Cuba soll laut US-Präsident Barack Obama derzeit noch nicht gelockert werden. Dafür bemüht man sich jedoch um Aufhebung der Beschränkungen im Reise- und Zahlungsverkehr. Exilkubanern in den USA ist es bereits erleichtert worden, nach Cuba zu reisen. Die Abgeordneten des US-Kongresses sind optimistisch, dass sich die Haltung des US-Präsidenten auch im Hinblick auf das Handelsembargo ändern wird. Fidel Castro selbst betont, dass Cuba den Dialog mit den USA nicht scheue, ebenso wie das Land alle nordamerikanischen Besucher mit Respekt empfangen würde. Allerdings müsse Cuba auf eine Konfrontation unbedingt verzichten.

Kuba Reise Erinnerungen – ein Gedicht über Kuba von Alfons Pillach

Gestern Abend erreichte uns folgende Email von Herrn Alfons Pillach zusammen mit einem von ihm erstellten Gedicht über seine Kuba Reise vor 20 Jahren.

Guten Abend!

Als ich soeben im Internet las, dass Sie Reisen nach Kuba anbieten, mußte ich an meine Kubareise (vor fast 20 Jahren!) und mein Gedicht “Kubanische Gesichter” denken, das ich erst kürzlich geschrieben habe. Vielleicht können Sie mein Gedicht irgendwann einmal verwenden. Jedenfalls grüße ich Sie damit ganz herzlich,

Alfons Pillach

 

Kubanische Gesichter

Von Havannas alten Wänden

bröckelt Putz an allen Enden,

denn das Salz der Meeresluft

mischt sich in Karibikduft.

Autos, fünfzig Jahre alt,

rollten über den Asphalt,

und auf der Karosserie

fuhr als Gast die Nostalgie.

 

Eine rassige Mulattin,

sie war nicht des Kummers Gattin,

zeigte ihre weißen Zähne

als Kontrast zur schwarzen Mähne.

Ihre Schönheit war utopisch

und ihr Lächeln sanft und tropisch;

mit gekonntem Wiegegang

promenierte sie entlang.

 

Ernest Hemingway, der Dichter,

liebte nachts Havannas Lichter,

Kneipen hat er auch geliebt,

weil’s dort Rum und Cocktails gibt.

Und nach Ernests eigner Wahl

hatte er sein Stammlokal,

wo er, Kubas Rum sei Dank,

manches Glas „Mojito” trank.

 

Kuba: Zuckerrohr und Palmen,

Männer, die Zigarren qualmen,

weißer Strand, Tabakfabrik,

Rumba und noch mehr Musik.

Kuba, eingerahmt vom Meer,

du verströmst Karibikflair,

dort, wo deine Früchte reifen,

und an schönsten Küstenstreifen.

 

Alfons Pillach

(März 2009)

 

Vielen Dank Herr Pillach!

Sollten auch Sie ein Gedicht oder Erinnerungen an Ihre letzte Reise nach Kuba, Südamerika oder Mittelamerika haben, so veröffentlichen wir diese hier sehr gerne.