Lateinamerika-Blog by Miller Reisen

Falkland Inseln oder Islas Malvinas?

Am heutigen 2. April feiert man in Argentinien den „Gedenktag der Gefallenen im Malvinas-Krieg”. Wie die Bezeichnung schon zeigt, sind die Argentinier selbst 27 Jahre nach Kriegsende nicht gewillt, die englische Souveränität der Inseln kampflos anzuerkennen. Im sogenannten „Guerra de las Malvinas”, bei uns eher bekannt als Falklandkrieg, versuchten die Argentinier, die Inselgruppe im Südatlantik zu erobern, was jedoch scheiterte. Der Konflikt dauerte gerade mal 3 Monate, von April bis Juni 1982, war jedoch auf beiden Seiten verlustreich.

Das Ereignis hat heutzutage Tage wieder an Aktualität gewonnen. Bei einem Treffen in der vergangen Woche mit der argentinischen Präsidentin Kirchner hat der britische Premierminister Brown noch einmal bekräftigt, dass es an der Souveränität der Falklandinseln „nichts zu rütteln gebe”. Fernandez hatte Gespräche über die Insel gefordert, die viele ihrer Landsleute als argentinisches Staatsgebiet betrachten.

In Argentinien führte der Ausgang des Krieges zum Sturz der damals regierenden Militärjunta und zur Wiederherstellung des demokratischen Systems: bei Wahlen, die von der Militärjunta angesetzt wurden, konnte sich 1983 Raúl Alfonsín durchsetzen, der in Argentinien noch heute als Symbol für die Rückkehr zur Demokratie gilt. Alfonsín ist Anfang dieser Woche nach langer Krankheit verstorben und man hat nun eine dreitägige Staatstrauer anberaumt, die sinnigerweise genau mit dem Gedenktag des Falklandkrieges zusammenfällt, der wiederum Alfonsíns Sieg in gewisser Weise erst ermöglichte.

falkland-inselnNun verständigten sich Kirchner und Brown darauf, die Aufnahme von Flugverbindungen zwischen den Falkland Inseln und Südamerika voranzutreiben. Zum einen fordern die rund 2900 Inselbewohner dies vor allem aus geschäftlichen Gründen, zum anderen wünschen sich viele Argentinier eine solche Flugverbindung, um auf den Falkland-Inseln die Gräber ihrer im Krieg gegen Großbritannien gefallenen Angehörigen besuchen zu können.

Unabhängig von der politischen Zugehörigkeit der Inseln, werden sie in den Köpfen der Argentinier wohl immer die „Islas Malvinas” bleiben, auch wenn der Rest der Welt sie als „Falklandinseln” bezeichnet.

Kreuzfahrt durch die Wunderwelt Antarktis

Marco Polo in der AntarktisTango, Eisberge & Pinguine – das versprach der Titel einer Reise in die Antarktis und nach Feuerland. Und es stimmte ! Das alles – und noch viel mehr, gab es auf dieser Kreuzfahrt mit der Marco Polo zu erleben.
Von Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt, ging es zuerst am berühmt-berüchtigten Kap Hoorn vorbei. Dann durch die Drake Passage zur Antarkitschen Halbinsel. Port Lockroy, die erste Station, hat nicht nur Pinguine zu bieten, sondern auch das südlichste Postamt der Welt.
Schnell noch im alten Jahr eine Karte an die Lieben zuhause geschrieben, Pinguin-Briefmarke drauf und ab in den roten englischen Postkasten.
Weiter geht es Richtung Süden über den Polarkreis bis zur Packeisgrenze zur Position 68° 12‘ S  67°58‘ W. Hier umkreisen wir einen Tafeleisberg um Mitternacht. Es ist hell, extrem windig und deshalb sehr kalt.
Adelie PinguineAn Bord erfahren wir bei Vorträgen mehr über Eisberge, Gletscher und Wale. Vor allem die Pinguine mit ihrem schwarzen „Frack“ begeistern mich. In der Antarktis leben viele verschiedene Arten. Wir sehen Eselspinguine, Zügelpinguine und Adelie Pinguine bei unseren Anlandungen.
Eine Kreuzfahrt in der Antarktis ist aber landschaftlich auch ein besonderes Erlebnis. Vorbei an großen schneebedeckten Bergen mit Ihren bläulich schimmernden Gletschern und den herrlichen Buchten in denen still Eisberge treiben.
Stationen unserer Reisen sind: Neumayer Kanal, Gerlach Straße, Paradise Bay, Errera Kanal, WilheKoenigspinguine auf Falklandlmina Bucht, Deception Island und King George Island.

Das abschließende Highlight der Reise war dann für mich eher unerwartet: Wer schon immer einmal Königspinguine sehen wollte, der hat dazu auf den Falkland-Insel die Gelegenheit. Mit einem Allradfahrzeug geht es an eine Bucht mit mehreren Hundert Königspinguinen, die man aus allernächster Nähe beobachten kann.
Auf der kleinen Insel Westpoint Island, die auch zu Falkland gehört, teilen sich die kleinen Felsenpinguine ihre Kolonie mit den majestätisch dahingleitenden Albatrossen.

Ach ja – im Titel war ja auch noch Tango erwähnt. Den gab es reichlich noch in Buenos Aires.