Nach dem Ausbruch des Vulkans Chaiten im Februar 2009 ist nun auch der Vulkan Llaima in Chile erneut ausgebrochen. Der letzte Ausbruch des Llaima war im Januar 2008. Der Llaima ist der aktivste Vulkan in Südamerika.
Der 3125 Meter hohe Vulkan Llaima liegt rund 600 Kilometer südlich der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile, nahe Temuco, im nördlichen Teil der chilenischen Seenregion.
Ein 1 Kilometer langer Lavastrom floss bereits ins Tal und die Eruption katapultierte glühende Brocken bis zu 600 Meter hoch. Vorsorglich wurden daher mehrere Dörfer in der Umgebung des Vulkans evakuiert. Verletzt wurde bislang niemand.
Die Behörden waren besorgt, dass der Ausbruch Erdrutsche und eine Überflutung des Flusses Calbuco auslösen könnte.
Der chilenische Vulkan Chaitén, der südlich des Parque Pumalin an der nördlichen Carretera Austral gelegen ist, ist nach neun Monaten relativer Ruhe am Donnerstag, den 19.02.2009 erneut ausgebrochen. Etwa 150 Menschen, die noch in der gleichnamigen Stadt seit dem letzten Ausbruch im Mai vergangenen Jahres ausgeharrt hatten, mussten in Sicherheit gebracht werden. Auf die Ortschaft geht ein Ascheregen nieder und es sind starke Erdstöße zu spüren, im Untergrund ist ein heftiges Dröhnen und Rumpeln zu hören und der etwa 1.000 Meter hohe Vulkan speit Asche und giftige Dämpfe aus.
Die meisten der 4.000 Einwohner der Stadt waren schon im vergangenen Mai in Sicherheit gebracht worden. Weitere 6.000 Menschen wurden aus ländlichen Gebieten im Umkreis des Vulkans in andere Landesteile geschickt. Damals hatte sich die Asche als dicke, graue Schicht auf Häuser, Wiesen und Wälder gelegt. Nach Einschätzung der Behörden war die Region schon vor dem erneuten Ausbruch auf Jahre hinaus unbewohnbar. Der Ort Chaitén, welcher direkt an der Küste liegt, sollte an anderer Stelle neu gegründet werden. Nach geologischen Berechnungen war der Chaitén bis zum vergangenen Mai mehrere tausend Jahre inaktiv.
Bis auf Weiteres sind keine Autofahrten über Chaitén möglich. Für Mietwagentouren auf der Carretera Austral empfehlen wir den südlichen Teil ab Puyuhuapi, oder den Umweg über Futaleufú und Argentinien bis Puyehue zu fahren. Eine Gefährdung für Mietwagenrundreisen in Chile besteht nicht, die Routen werden von uns entsprechend umgeplant.
Der Ascheregen ist bis nach Argentinien zu spüren, so dass mehrere innerargentinische Flugverbindungen bereits gestrichen werden mussten. Die Städte Trelew und Puerto Madryn konnten die letzten Tage nicht mehr angeflogen werden, so dass die Ausgangspunkte für das berühmte Tierparadies auf der Halbinsel Valdes nicht mehr per Flugzeug erreichbar waren.
Bilder des Ausbruchs sind hier zu finden.