Lateinamerika-Blog by Miller Reisen

Individuelles Reisen steht hoch im Kurs – Miller Reisen aus Schlier ist Spezialist für Latein- und Südamerika

Ein ehemaliger Bewohner von Schlier bei Ravensburg – dem Firmensitz von Miller Reisen – lebt seit einiger Zeit in Berlin und hat unseren Geschäftsführer Manuel Federau auf der ITB in Berlin getroffen. Folgenden Zeitungsartikel hat Herr Nägele für Miller Reisen zur Verfügung gestellt:

Manuel Federau fühlt sich pudelwohl auf der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin. Samba-Rhythmen klingen durch die Messehalle 3, spanische, portugisische, französische und englische Wortfetzen sind zu hören. Hier präsentieren sich die Länder Mittel- und Südamerikas. Mittendrin der Geschäftsführer der Miller Reisen GmbH aus Schlier bei Ravensburg. Seit 25 Jahren ist das Unternehmen Spezialanbieter für Reisen nach Lateinamerika. Mittlerweile haben sie es zum Marktführer in Deutschland gebracht. Wir haben uns für diese Nische entschieden und bieten erfolgreich individuelle Klasse statt Masse“, beschreibt Federau die Unternehmenspolitik. Mit 28 Mitarbeitern entwickelt er immer neue Touren, die dann über Reisebüros und große Veranstalter verkauft werden. „Firmen wie beispielsweise Thomas Cook verfolgen eine andere Produktpolitik und können solche individuellen Spezialreisen nicht anbieten. Für Pauschalreisen wie einen Badeurlaub brauchen die uns nicht, aber die Individualität erhalten Sie mit uns als deren Kooperationspartner. Eine ideale Ergänzung für beide Seiten.“ Dies lassen sich die Kunden dann auch etwas kosten. Eine 14-tägige Rundreise durch Peru und Bolivien gibt es kaum unter 4000 Euro. Nach oben sind fast keine Grenzen gesetzt. Je individueller, desto exklusiver. „10 – 15.000 Euro pro Person sind keine Seltenheit“, erklärt Manuel Federau. „Lateinamerika ist insgesamt kein günstiges Reiseziel. Das Preisniveau ist nicht mit z.B. Thailand oder ähnlichen beliebten Zielen zu vergleichen. Lateinamerika bietet aber unglaubliche Naturschönheiten und kulturelle Schätze.” Durch ein Baukastensystem kann jede Reise individuell gestaltet werden, um so den Wünschen der Kunden gerecht zu werden. Rund 5000 Reisen verkauft Miller Reisen im Jahr. Damit erwirtschaften sie einen Umsatz von mehr als 12 Mio. Euro jährlich.

Nischenmarkt Lateinamerika

Im Gesamtreisemarkt haben Fernreisen ungefähr einen Anteil von 15 %. Davon entfallen etwa 1,5 % auf Lateinamerika. Der Markt gilt unter Experten als stabil. Für die meisten Länder gilt das auch in politischer Hinsicht. „Natürlich beobachten wir, was ein Hugo Chavez in Venezuela macht oder wie sich die politische Situation in Ecuador entwickelt. Ebenso gehören Streiks dort in manchen Ländern zur Tagesordnung. Aber unsere Partner vor Ort kennen die Verhältnisse sehr gut und können dann auch spontan die Reiseroute ändern.“ Auch beim Thema Kriminalität gibt Manuel Federau Entwarnung: „Taschendiebstähle sind nicht häufiger als in Europa. Etwas Schlimmeres ist zum Glück in 25 Jahren noch nicht passiert. Es kommt aber eben wie immer darauf an, wie leichtsinnig man seine Wertsachen zeigt und damit das Risiko steigert.“ Der Ausbruch der Schweinegrippe in Mexiko oder das Erdbeben in Chile führte in der gesamten Reisebranche zu einem spürbaren Einbruch der Buchungszahlen. Das seien aber die Unwägbarkeiten des Geschäfts, sagt Manuel Federau. Er hofft darauf, dass eine kulante Regelung bei den Stornierungen die Kunden auch wieder zurückbringt. Zumal in Chile die beliebten Reiseziele der Touristen von den Erdstößen gar nicht betroffen waren.

Nachhaltigkeit ist Pflicht

Wie viele andere Anbieter reagierte auch Miller Reisen auf immer häufiger werdende Nachfragen um einen CO2-Ausgleich der Fernreise. Um die Emission an Treibhausgasen zu neutralisieren, wurden in Paraguay große Brach- und Weidelandflächen gekauft und aufgeforstet. Bis zum Sommer 2009 pflanzten lokale Forstunternehmen über 1 Mio. Mischwald-Bäume. Die Kosten hierfür sind im Reisepreis enthalten. So finanziert jeder Reisende selbst seinen Emissionsausgleich.

Vor 25 Jahren, als Josef Miller seine ersten Gruppenreisen nach Südamerika organisierte, waren die Teilnehmer mehr an handfesten Tipps interessiert. So empfahl er beispielsweise, für eine zweiwöchige Reise nach Brasilien ca. 6 Paar Socken und ca. 6 Garnituren Unterwäsche mitzunehmen. Oder mehr!

Neuer Reisekatalog Perú-Bolivien-Ecuador 2010

Titel-PeruDer Lateinamerika-Spezialist Miller Reisen präsentiert aktuell den neuen Katalog für die Andenländer Perú, Bolivien, Ecuador sowie Kolumbien, Venezuela und Suriname.

Gerne senden wir Ihnen diesen und unsere weiteren Reisekataloge zu. Bestellen Sie einfach online das gewünschte Exemplar.

Wie immer erwartet Sie eines der umfangreichsten Programme mit Vorschlägen für individuelle Touren sowie für Kleingruppenreisen, die bereits ab 2 Personen durchgeführt werden. Freuen Sie sich u.a. auf einmalige Kombinationen von Perú, Bolivien und Nordchile sowie exklusive Galápagos-Kreuzfahrten.

Eine neue Aktivreise mit Trekking zum Machu Pichu führt vorbei an majestätischen Gipfeln, durch neun verschiedene Biozonen und über einen 4.600 Meter hohen Pass. Diese Trekkingtour durch die peruanischen Anden bietet täglich neue
Eindrücke einer faszinierenden Landschaft. Und abends ungewöhnlich viel Erholung, denn das erste Mal wird auf dieser Trekkingtour in komfortablen Lodges übernachtet.dreamstime_10044086_machu-Picchu
Durch die Anden wird meist von Zeltplatz zu Zeltplatz gewandert. Nicht so bei der 7‐tägigen „Mountain‐Lodges Perú“‐Reise.  Die ausgewählten Lodges bieten Entspannung in Outdoor‐Jakuzis oder bei traditionellen Abendessen.
Höhepunkt der Trekkingtour dürfte der spektakuläre Blick auf die Inkastadt Machu Picchu sein, den man kurz nach Überschreiten des Llactapata‐Passes genießt. Zu den Ruinen gelangt man zum Abschluss der Tour schließlich per Bus und Bahn.

TACA – neuer Miles and More Partner

taca1Auf dem gesamten Streckennetz der Grupo TACA (39 Destinationen in 22 Ländern) können seit dem 1.4.2009 Meilen gesammelt werden. Reisende fliegen von Frankfurt nach Miami mit Lufthansa und steigen dort auf den jeweiligen Anschlussflug mit LH Flugnummer um.

Der neue Revolutionsfilm „Che – Guerilla“ ist raus

cuba-che-guevaraNachdem Steven Soderberghs erster Teil der erfolgreichen kubanischen Revolutionsgeschichte („Che – Revolución”) bereits im Juni in den deutschen Kinos anlief, startete der aktuelle Film „Che – Guerilla” am 23.07.2009 mit noch emotionaleren Szenen, die die weitaus tristere, hoffnungslosere Revolution in Bolivien widerspiegeln. Im Jahre 1965 – sechs Jahre nach Beendigung der kubanischen Revolution, die den damaligen Präsidenten Batista zur Flucht zwang, legte Ernesto Che Guevara all seine Ämter in Kuba ab und reiste illegal nach Bolivien, um dort eine weitere Guerilla-Bewegung zu organisieren.cuba-che

Dort stieß er bei der bolivianischen Landesbevölkerung jedoch nicht auf die Zustimmung und Unterstützung, die er aus Kuba gewohnt war, sondern weitgehend auf Misstrauen und Zurückhaltung. Zudem hatten der bolivianische Präsident Barrientos sowie seine Militärs und Berater der CIA die Bauern und Arbeiter weitaus besser unter Kontrolle, als es bei Batista der Fall war.

Nach knapp elf Monaten endete die Guerilla-Kampagne mit der Erschießung Guevaras am 9. Oktober 1967.

havanna-che-guevaraWo der erste Film der Revolutionsreihe von Steven Soderbergh noch so viel positive Energie und Herzblut für die Revolution zeigt, so wird in „Che – Guerilla” die Hoffnungslosigkeit und die unausgesprochene Einsicht, dass eine Revolution wie sie auf Kuba stattfand, sich nicht wiederholen lässt, umso intensiver dargestellt.

Die beiden Filme sind ein absolutes Muss für Jeden, der sich für die kubanische und bolivianische Revolutionsgeschichte interessiert. Außerdem erfreuen wir uns an der Teilnahme bekannter Schauspieler wie Benicio Del Toro und Franka Potente.

Abenteuer Andenländer / Meine Reise nach Bolivien und Peru

Im April diesen Jahres stand eine Tour durch die beiden Andenländer Bolivien und Peru auf dem Programm. Nachdem die Anreise sich als etwas schwieriger herausstellte, kam ich dennoch gut in Santa Cruz / Bolivien an und konnte trotz der späten Stunde (es war immerhin 3 Uhr nachts) noch vom schwül heißen Klima profitieren.

hexenmarkt-in-la-pazLeider kommt es in Bolivien des Öfteren zu nicht vermeidbaren Streiks und Straßenblockaden, dies lässt sich leider auch nicht vermeiden, wenn Miller Reisen Mitarbeiter unterwegs sind. Da unsere örtliche Partneragentur dies aber nicht anders kennt und unvorhersehbare Zwischenfälle gewohnt ist, wurde der Reiseverlauf kurzerhand abgeändert. Nicht erst am nächsten Tag, wie ursprünglich geplant, sondern gleich am Ankunftstag ging die Reise somit weiter nach Sucre, der offiziellen Hauptstadt des Landes. Dort wurde ich von einer sehr entspannten Atmosphäre und faszinierender kolonialer Architektur erwartet. Meiner Meinung nach ist Sucre die schönste Stadt Boliviens. Von hier aus kann sonntags unter Anderem auch der bekannte Tarabuco Markt besucht werden, wo die Einheimischen Lebensmittel, aber auch Kunsthandwerk zum Kauf anbieten.

 Meine Reise ging von Sucre aus weiter nach Potosi. In der ehemals reichsten Stadt des Kontinents darf natürlich auch ein Besuch einer noch intakten Mine nicht fehlen. Ausgestattet mit Gummistiefeln und Cocablättern (als Geschenk für die Minenarbeiter) ging es somit hinein in den „Cerro Rico” (den „Reichen Berg”). Leider ist der Berg nicht mehr ganz so großzügig wie zu Kolonialzeiten, so dass der ehemalige Reichtum der Stadt nur noch selten sichtbar ist. Einzig die vielen Kirchen und einige herrschaftliche Kolonialhäuser zeugen von der Blütezeit.

salzseeVon Potosi ging es weiter nach Uyuni, am gleichnamigen Salzsee gelegen. Aufgrund der Abgelegenheit sucht man dort oftmals nach komfortablen Hotels, wird aber durch ein bestimmtes Hotel, komplett aus Salz gebaut überrascht. Für etwas abenteuerlustigere bietet sich auch ein Camp an, welches aber aufgrund der doch eher kühleren Temperaturen (immerhin liegt der Salzsee auf knapp 3.700 m) doch relativ luxuriös ausgestattet ist. Mit richtigen Betten, Toilettenzelt und Ofen. 

Aber nicht die Unterkünfte, sondern die Natur stehen hier eindeutig im Vordergrund. Neben der Fischinsel mit deren eindrucksvollen Kakteen, kann man nach einer Wanderung auch die Aussicht vom Thunupa Vulkan genießen. Befindet man sich in der Mitte des Salzsees, meint man, völlig vom weiss verschlungen zu werden. Immerhin ist man umgeben von 10 Milliarden Tonnen Salz auf einer Fläche von 12.000 km².

steinbaum Auch ein Abstecher zur roten Lagune durfte natürlich nicht fehlen. Man kann diese entweder von San Pedro de Atacama in Chile aus besuchen, oder aber wie ich von Uyuni aus. Bei Sonnenschein schimmert die Lagune aufgrund des Planktons rötlich und beherbergt viele tausend rosafarbene Flamingos. Auf der Strecke von Uyuni Richtung Süden geht es vorbei an kleinen Dörfern, aber auch kilometerlang, ohne auch nur einer Menschenseele zu begegnen,  gelangt man auf der Strecke auch zum „Arbol de Piedra” dem Steinbaum, dem wohl bekanntesten Stein in ganz Bolivien.

 Richtung Norden hieß es dann für mich Zug fahren. Kurz vor Mitternacht ging es in Uyuni los, um dann ausgeschlafen ;-) in Oruro anzukommen und gleich weiter nach La Paz, des Regierungssitzes von La Paz gebracht zu werden.

 Auch hier wurde ich wieder von den Besonderheiten Boliviens überrascht, so war z.B. ein Besuch der Plaza Murillo nicht möglich, da der aktuelle Präsident Evo Morales einen Hungerstreik machte, um sich gegen die Opposition durchzusetzen. Ganz normaler Alltag in Bolivien… Man muss immer mit Aktionen rechnen, die für uns relativ unüblich sind, die aber im Normalfall nicht gefährlich sind. In La Paz gibt es fast täglich Streiks. Den Alltag der Einheimischen stört das aber relativ wenig.

 In der auf ca. 4.000 m höchstgelegenen Großstadt der Welt, findet man neben Großstadtflair auch kleine Gassen und natürlich den bekannten Hexenmarkt, wo neben Ponchos, Pullovern, Taschen und Schmuck auch die geheimnisvollsten Zauberelixiere erstanden werden können. Nicht zu vergessen natürlich das östlich von La Paz gelegene Mondtal.titicacasee

 Für mich ging es von La Paz über die Ruinen von Tiahunaco nach Huatajata, direkt am Titicacasee gelegen. Von dort weiter mit dem Tragflügelboot über die Mond- zur Sonneninsel mit seiner einzigartigen Atmosphäre und dem unbeschreiblichen Ausblick über die Königskordillere.

Hier hieß es für mich Abschied nehmen von Bolivien und weiter ging’s nach Peru, aber das ist eine andere Geschichte…

 

 

 

Reisebericht Peru Reise

Diesen Reisebericht haben wir kürzlich von unserem Kunden Dr.-Ing. Joachim Müller erhalten:

Sehr geehrte Frau Mühe!

machu-picchu_istockphotoNach Rückkehr von einer wunderbaren Reise durch Peru wird es Zeit, dass ich mich bei Ihnen melde – aber nicht mit einer Beanstandung, sondern zunächst mit unserem nochmaligen Dank, dass Sie eine so kurzfristige Buchung durchführen konnten. Vor allem aber möchte ich Ihnen Dank und Anerkennung sagen für Ihre ausgezeichneten Partnerbüros in Peru und Bolivien. Ausnahmslos alle Organisationen haben tadellos geklappt – vom einfachen Transfer bis zur mehrtägigen Tour. Alle Reiseleiter und -innen waren gut bis sehr gut. Alle Hotels waren überraschend gut, weitgehend sehr gut. Der Service war ausnahmslos sehr freundlich und hilfsbereit. Was will man mehr – man kann unbeschwert schauen, staunen und genießen! (Dass die Touren z.T. sehr anstrengend waren, hatten wir nicht anders erwartet).

Wir genossen jede Stunde unserer Reise. Selbst ein Mitarbeiter Ihrer Konkurrenz hat mir bestätigt, dass Miller der höchst kompetente Spezialist ist. Unsere Weiterempfehlung ist Ihnen sicher.

Nochmals Anerkennung, Dank, die besten Wünsche für die Zukunft und viele Grüße!

Urwaldabenteuer meiner Peru / Bolivien Reise

Urwald_PeruEinzigartige Erlebnisse im Regenwald Perus und Boliviens hatte ich während einer Reise im April 2008. Bei einem 1 wöchigen Aufenthalt in dieser Region hatte ich die Gelegenheit, 3 verschiedene Lodges zu besuchen. Für mich war es das erste Mal im Regenwald, und ich war sehr gespannt, was mich da erwarten würde.
Ein bisschen Angst hatte ich vor den vielen Tieren und auch Bedenken wegen des Wetters, da es im Regenwald besonders in der Regenzeit wahrscheinlich oft regnen würde. Gut gerüstet mit Moskitoschutz, langärmliger Kleidung und Fotoapparat landete ich dann auf dem Flughafen in Puerto Maldonado, wo mein Guide mich am Flughafen schon freudig erwartete.
Zuerst besichtigten wir sozusagen als Einstimmung auf die wilde Tierwelt eine Schlangenfarm in Puerto Maldonado. Beeindruckt von der Schönheit dieser Tiere (noch hinter einer schützenden Glasfront) starteten wir dann auf einem kleinen Motorkanu in Richtung Bolivien zur ersten Lodge, der Heath Wildlife Lodge auf bolivianischem Territorium.Schlange_Urwald
Die Fahrt auf dem Tambopata River und dem Heath River dauerte ca. 8 Stunden. Während der Fahrt war ich begeistert von der Regenwald Szenerie links und rechts des Flusses. Pagageien flogen über uns her, man konnte Affen brüllen hören und ab und zu einen Kaiman im Fluss sehen. Das letzte Stück bis zur Lodge legten wir während des Sonnenuntergangs zurück, einmalig. In der Lodge angekommen, empfing uns das Personal der Lodge mit Taschenlampen am Bootssteg und wir wanderten zu unseren Bungalows. Nach einem leckeren Abendessen im Gemeinschaftshaus der Heath Wildlife Lodge stand noch eine kurze Wanderung an, auf der wir eine schwarze Tarantel in ihrem Nest am Baum gesehen haben. Ich hätte nicht gedacht dass die so groß werden können. Der Guide erklärte uns noch das Programm für den folgenden Tag und wir gingen dann in die Bungalows zum Kraft tanken für den nächsten Tag. Vor lauter Geräuschen aus dem umliegenden Regenwald konnte ich gar nicht so recht schlafen, es war so spannend und so anders als zu Hause.

Frosch_urwald_peruAm nächsten Morgen verließen wir noch vor dem Frühstück die Lodge um mit dem Kanu zur Papageienlehmlecke zu fahren. An der Lehmlecke bietet sich frühmorgens bei Sonnenaufgang ein Naturschauspiel der besonderen Art, da die Papageien zum fressen hinkommen und die Lehmlecke mit ein wenig Glück von vielen Exemplaren in bunten Farben bevölkert wird. Wir sahen uns das Ereignis aus einiger Entfernung von der Flussmitte aus an, geschützt in einem großen Boot, auf welchem man durch kleine Sichtfenster die Tiere ungestört beobachten konnte. Während dieser Beobachtung gab es sogar Frühstück auf dem Boot.
Am Vormittag kehrten wir zurück zur Lodge und machten einige kleine Wanderungen auf den befestigten Pfaden rings um die Logde, vielleicht hätten wir sogar einen Jaguar sehen können. Aber tagsüber bekommt man diese Tiere wohl eher nicht zu Gesicht. Aber dafkaiman_urwald_peruür Affen und Schmetterlinge. Das Abendprogramm bestand aus einem Ausflug auf den Heath River, um Kaimane zu sehen. Bei Dunkelheit leuchten die Augen der Kaimane aus dem Fluss heraus, wir haben sehr viele Kaimane gesehen. Natürlich aus sicherer Entfernung.

Am nächsten Tag verließ ich die Heath Wildlife Lodge in Richtung Sandoval Lake Logde. Auf dem Weg im Motorkanu dahin besuchten wir ein Dorf mit Einheimischen, schenkten den Kindern kleine Mitbringsel aus Deutschland, und kauften den Frauen schönen selbstgebastelten Schmuck ab. Die Kanufahrt zum Bootssteg der Sandovallogde dauerte ca. 4 Stunden, das letzte Stück wanderten wir in Gummistiefeln in ca. 1 Stunde ducrh teilweise meterhohen Schlamm hindurch. Dann ging es mit einem Kanu über den Sandovalsee, welcher an der Lodge liegt. Die wunderschöne Lage der Logde an einem See inmitten des Regenwaldes entschädigte sofort für die vorab als etwas beschwerliche empfundene Anreise. In dieser Lodge verbrachte ich 1 Nacht, und genoss die Wanderungen auf dem Wegenetz des Regenwaldes. So viele schöne und teilweise riesige Pflanzen hatte ich vorher noch nie gesehen. Bisher hatte es übrigens noch kaum geregnet, obwohl ja Regenzeit war. Am nächsten Tag ging die Reise weiter über denurwald_peru_05 Tambopata River zur Tambopata Libertador Lodge. In dieser luxuriösen Lodge blieb ich für 2 Nächte.

Mein Guide der beiden vorhergehenden Lodges übergab mich sozusagen an einen neuen Guide, welcher mir dann in 2 Tagen das Gebiet um die Tambopata Logde zeigte. Endlich hatte ich das Glück einer frei kriechenden gelben Schlange zu begegnen, welcher aber vor lauter Angst ziemlich schnell wieder im Dickicht des Dschungels verschwunden war. Ich hatte wirklich all meinen Mut zusammengenommen und nichts gegen eine Anakonda einzuwenden gehabt, aber vielleicht war es gut so dass die Schlange doch bloss ganz klein und gleich wieder weg war…
An den Abenden beobachteten wir Kaimane. Und tagsüber machten wir einen Ausflug zu einem Oxbow See, auf dem wir uns im Piranha-Fischen versuchten. Einen habe ich gefangen, die anderen alle der Guide. Eine Obstplantage haben wir auch besucht, und Mangos, Bananen, Kaffe und Kakao geerntet.

Spinne_urwald_peruIch habe mir insgesamt nur 3 Mückenstiche zugezogen, wahrscheinlich weil ich trotz der Hitze die ganze Zeit in langärmligen Sachen und festen Schuhen unterwegs war… Und der Regen ab und zu war erträglicher als so mancher Regentag zu Hause. Und es hat mich entgegen meiner Befürchtungen auch kein wildes Tier angefallen, vielleicht ist das den Guides zu verdanken, welche die Tiere vor mir gewarnt haben.

Nach einer Woche im Regenwald musste ich leider die Rückreise antreten, als ich mich gerade erst richtig daran gewöhnt hatte. Aber fest steht dass ich irgendwann einmal in den Regenwald zurückkehren möchte, vielleicht mache ich dann eine Flusskreuzfahrt auf dem Amazonas?

Dengue-Fieber Ausbruch im bolivianischen Amazonasbecken

Gestern erreichte uns eine weniger schöne Nachricht von unserer Partneragentur aus Bolivien/La Paz.

Aufgrund der vermehrten Regenfälle in den letzten Monaten ist das Dengue-Fieber im bolivianischen Amazonas-Gebiet ausgebrochen.

Aber lesen Sie selbst, was unsere Partneragentur berichtet:

 

OUTBREAKS OF DENGUE IN THE BOLIVIAN AMAZON AREA

In this last rainy season, there have been outbreaks of dengue in the Amazon of Bolivia under the 1200 meters of altitude. Dengue is transmitted by the Aedes aegypti mosquito, developed in some tropical stagnant waters; the dengue is not contagious and the mosquitoes do not survive at high altitude. The concerned departments are Beni, Pando, Cochabamba and Santa Cruz. The Bolivian government has mobilized 1,800 troops in the prevention, who are spraying the identified risk areas. For this reason, until the rainy season is over (March) we recommend to avoid special trips to the risky areas less than 1200 meters of altitude. Government Health Authorities recommend to use a good mosquito repellant when visiting the Amazons, as well as long leaves.

  

Und hier noch ein Verweis auf die aktuellen Reisehinweise des Auswärtigen Amtes sowie des Centrums für Reisemedizin.

 

Wer also in den nächsten Monaten eine Reise nach Bolivien plant, sollte die betroffenen Gebiet meiden. Eine Schutzimpfung gegen das Dengue-Fieber gibt es leider nicht. Reisende sollten daher darauf achten, sich Tag und Nacht mit geschlossener Bekleidung und Moskitosprays gegen Mücken zu schützen.