Insider Tipps aus Mexico!
Hier könnt Ihr Tipps direkt aus erster Hand von unserer Agentur in Mexico lesen.
Viel Spaß dabei.
Mexiko Stadt
Schon vor 10.000 Jahren haben in dem Tal, in dem im 14. Jahrhundert die Azteken ihre Hauptstadt gruendeten, Menschen gelebt. Der Legende nach sahen die nomadenhaft lebenden Azteken auf der Insel im Texcoco See einen Adler, der auf einem Kaktus eine Schlange frass. Ein Zeichen ihres Gottes Huizilopochtli, hier eine Stadt zu gruenden. Tenochtitlán entstand. Eine fuer damalige Verhaeltnisse gewaltige Stadt , die sich ueber mehrere Inseln des Sees erstreckte. Verbunden waren die einzelnen Teile durch Deiche und Aquaedukte, die gleichzeitig als Verteidigungsanlagen, Entwaesserungssystem und Schutz gegen Ueberschwemmungen dienten. Um die grosse Bevoelkerung der Stadt zu ernaehren, errichteten die Azteken schwimmende Felder, Floesse, auf denen sie Nahrungsmittel anbauten. Ca. 100 Jahre vor der Eroberung herrschten die Azteken ueber ein gewaltiges Reich, aus dem sie Macht und Reichtum durch Tributzahlungen schoepften. Gewaltige zeremonielle Bauten bestimmten das Bild; anlaesslich der Einweihungen des grossen Tempels von Tenochtitlán wurden seinerzeit 20. 000 Gefangene geopfert. Erst die ankommenden Spanier bereiteten der maechtigen Hauptstadt, wie dem ganzen Reich, ein Ende. Der Koenig Moctezuma II hielt den ankommenden Hernán Cortés fuer den zurueckkehrenden Quetzalcoatl, weshalb er ihn ehrfuerchtig willkommen hiess. Die Eroberung der Stadt, die sich lange hinzog, war erbittert und kostete viele Menschen das Leben. Kaum ein Stein blieb auf dem anderen, sodass in der heutigen Stadt lediglich einige aztekische Ueberreste zu sehen sind. Die Spanier verwendeten die Steine der zerstoerten Aztekenbauten fuer eigene Gebaeude. Jedoch vernachlaessigten sie die Entwaesserungsanlagen der Azteken, sodass es bald zu Ueberschwemmungen kam. Als man den hohen Nutzen erkannte, waren die umliegenden Haenge bereits teilweise durch Abholzung erodiert, sodass die alten Anlagen das Wasser, das nun nicht mehr vom Boden aufgenommen wurde, nicht mehr fassen konnten. Wasser wurde durch Kanaele aus dem Tal herausgeleitet, was zu einem Absinken des Grundwassers fuehrte. Auch heute muss ca. ein Drittel des Wassers der Stadt extern bezogen werden.
Mexiko Stadt war immer schon gross und dicht besiedelt. Die eigentliche Explosion erfolgte jedoch seit den 1940er Jahren; seitdem hat sich die Groesse der Stadt verzehnfacht. Mit der extremen Zuwanderung kamen alle Probleme; die eine Grosstadt haben kann: Die vorhandene Infrastruktur konnte und kann die Menschenmassen nicht aufnehmen, weshalb viele Elendsviertel entstanden. Starke Verschmuztung von Luft und Grundwasser sind nach wie vor kritisch und Massnahmen wie eine eingeschraenkte Fahrerlaubnis fuer PKW konnten sie nur duerftig mindern. Zudem liegt Mexiko Stadt in einem von Erdbeben gefaerdeten Gebiet. Ein grosses Beben der Staerke 8 auf der Richterskala sorgte 1985 fuer weiteres Chaos. Der weiche Untergrund des mittlerweile trockengelegten Sees Texcoco wurde nie angemessen befestigt, weshalb einige Gebaeude der Innenstadt bis zu 8,5 m tief im Boden versunken sind. In Mexiko Stadt sind generell nur wenig hohe Bauten zu finden, da die Stockwerkzahl wegen des schlechten Untergrundes begrenzt ist. Trotz alledem ist Mexiko Stadt ein Ort, an dem das Leben pulsiert. Es ist Mexikos politisches, kulturelles und wirtschaftliches Zentrum. Ca. 20% des BIP werden hier erwirtschaftet, ein Grossteil der Ressourcen auch hier verbraucht. 19 Millionen Einwohner zaehlt die Megalopolis heute, wobei dies die offizielle Zahl ist. Die Dunkelziffer wird auf ca. 25 Mio. Menschen geschaetzt in der gigantischen Stadt, in der erste und dritte Welt direkt aufeinander treffen. Es gibt alles, was eine lebendige Grosstadt zu bieten haben kann: Theater, Kunstgalerien und Museen, besonders das Museo de la Antropología de Mexico, ein zum Kulturzentrum entwickeltes Altstadtviertel mit kolonialen Bauten, Weltklasserestaurants und -hotels, ein buntes
Nachtleben und alles, was man sich sonst noch so vorstellen kann.
Meine Restaurant Empfehlungen :
Café Tacuba (Calle Tacuba)
Sehr schoenes, typisch mexikanisches Restaurant, ganz besonders abends zu empfehlen!
Hostería Santo Domingo (Belisario Dominguez 72)
Beruehmt fuer ihre superleckeren gefuellten Paprika (chile relleno).
Los Girasoles (Calle Tacuba Ecke Xicoténcatl)
Gehobene mexikanische Kueche zu sehr fairen Preisen.
Miralto (Calle Madero 1, im 40. & 41. Stock des Torre Latinoamericana)
Sehr gute internationale Kueche und ein wirklich atemberaubender Ausblick. Hier muss man einfach gewesen sein!
La Pagoda (Av. 5 de Mayo 10)
Gute und guenstige Menues (comida corrida) morgens, mittags und auch abend. Achtung: zu Stosszeiten kann es hier sehr voll werden…
Oaxaca
1592 gruendeten die Spanier auf der bereits bestehenden Aztekensiedlung „Huaxyácac” („In der Nase des Kuerbisses”) den heutigen Ort Oaxaca. Lange Zeit war es der bedeutenste Ort Suedmexikos und exportierte Webwaren und Karmin, den roten Farbstoff, der aus winzigen Insekten gewonnen wird, die auf Feigenkakteen leben. Zwei Erdbeben machten Oaxacas Wirtschaft im 19. Jahrhundert schwer zu schaffen. Mit dem Aufkommen des Tourismus jedoch entstanden auch neue Zweige. Das Umland
ist jedoch noch sehr arm und auch noch recht rueckstaendig. Viele Menschen aus dem Bundesstaat Oaxaca ziehen in die Staedte oder in die USA, um dort zu arbeiten. Wer Oaxaca besucht, wird eine Stadt vorfinden, in der das Leben ruhig, aber trotzdem kosmopolitisch verlaeuft. Viele wunderschoene Plaetze mit Bars und Cafes laden zum Entspannen ein, es gibt einige interessante Museen und Galerien und wer moechte, findet hier die vielleicht beste Auswahl an mexikansichen Kunsthandwerken. Des Weiteren eignet sich Oaxaca sehr gut fuer einige Ausfluege ins Umland. Besonders schoen ist eine Wandertour in der Sierra Madre durch die Pueblos Mancomunados.
Meine Restaurant Empfehlungen:
Los Danzantes (Calle Alcalá zwischen Ecke Bravon und Ecke Allende)
Gehobene regionale Kueche zu recht guenstigen Preisen.
Casa de la Abuela (Av. Hidalgo, direkt am Zocalo)
Hier kann man stundenlang sitzen, die leckere Mole probieren und dabei einen Blick auf Zócalo und Kathedrale geniessen…
La Biznaga (Garciá Virgil 512)
Tolles, guenstiges lokales Essen in einem Innenhof mit modern- traditionell buntem Stil!
Bacalar
Bacalar ist eine alte, von den Maya gegruendete Stadt. Die gaben ihr auch ihren Namen, der in etwa „Umgeben von Schilf” bedeutet. Die kleine Stadt litt unter staendigen Angriffen englischer Piraten, weshalb heute die Festung „Fuerte San Felipe Bacalar” zu besichtigen ist. Die Stadt war im Kastenkrieg („Guerra de Castas”) ein Stuetzpunkt
der Weissen, wurde jedoch 1859 von den Maya eingenommen und dabei fast gaenzlich zerstoert. Die groesste Schoenheit Bacalars ist auf jeden Fall die tuerkisfarbene Laguna Bacalar, an der es liegt.
Meine Restaurant Empfehlungen:
Direkt unter der Festung San Felipe Bacalar gibt es am Lagerfeuer das nette Restaurant Club de Vela mit einer grossen Auswahl an Fischgerichten. Es ist eines der besseren Restaurants in der Gegend, die Tische stehen in einem grossen Garten mit Blick aufs Meer!
Manuela Kaes am 17. Juni 2009 in Länderinfos, Mexico, Reisetipps
