Lateinamerika-Blog by Miller Reisen

Ralley Dakar 2010 wieder in Argentinien und Chile

torres-del-paine_miotkeAuch die 32. Auflage des prestigeträchtigen Rennens soll wieder durch Argentinien und Chile führen. Nach großem Erfolg der Ralley Dakar 2009 wurde dieser Entschluss für 2010 gefasst. Die Andenländer bleiben daher auch Austragungsort für 2010!

Die neue Route für die Ralley Dakar 2010 wurde bisher noch nicht detailliert veröffentlicht. Es steht jedoch bereits fest, dass der argentinische Teil Patagoniens durch neue Etappenziele in der chilenischen Atacamawüste ersetzt wird und das Rennen u.a. durch Antofagasta und Iquique führt.

2010 werden somit je sieben Etappenziele in Argentinien und Chile angefahren und die Strecke soll durch noch mehr Dünenüberquerungen und Offroadpisten noch einmal abenteuerlicher werden.

Die Ralley Dakar 2010 findet vom 02.01.2010 bis 17.01.2010 ab/bis Buenos Aires statt.

Reise zur Sonnenfinsternis in Argentinien und Chile

torres-del-paine_istockphotAm 11.07.2010 werden wir eine totale Sonnenfinsternis auf unserem Kontinent haben. Allerdings spielt sich diese fast ausschließlich über den endlosen Wasserflächen des südlichen Pazifiks ab. Die Zone der totalen Verfinsterung beginnt mehr als 1000 Kilometer nordöstlich von Neuseeland am frühen Morgen, um die lokale Mittagszeit wird sie dann die Osterinsel erreichen, kurz vor Sonnenuntergang dann auch noch den südlichen Teil von Chile und Argentinien mit den berühmten Nationalparks Torres del Paine und Los Glaciares.

Die maximale Dauer der Finsternis beträgt 5 Minuten und 20 Sekunden. Auch die Osterinsel liegt noch im Kernschatten und die Sonne verdunkelt sich hier um 4 Minuten und 44 Sekunden. Der 186 Kilometer lange Kernschatten wird dabei die ganze Insel erfassen.

los-glaciares1Auf dem südamerikanischen Kontinent wird die schwarze Sonne Patagonien in rund 2 Minuten überqueren.

Viele „Sonnenfinsternis-Touristen” haben bereits jetzt ihre Reise gebucht und v.a. auf der Osterinsel ist so gut wie alles voll, was bei der Reiseplanung für die nächste Saison zu beachten ist. Dort ist es fast aussichtslos, noch ein freies Hotelzimmer oder Flüge zu ergattern. In Patagonien trifft die Sonnenfinsternis auf die Wintersaison und dort sollten die Chancen auf verfügbare Betten noch besser stehen. Allerdings könnte das Wetter hier einen Strich durch die Rechnung machen. Aber das ist ein anderes Thema…

Südamerikanische Reiseveranstalter zu Gast in Deutschland

Vom 16. – 21. März veranstalteten wir, die Incoming-Abteilung von Miller Reisen, einen Fam-Trip für südamerikanische und spanische Kunden entlang der romantischen Route durch Süddeutschland.

Die 18 Teilnehmer kamen aus Mexiko, Venezuela, Brasilien, Argentinien und Spanien und lernten so die Vielfalt unseres Landes kennen.

famtrip-incoming_nicole2Die Tour begann in Frankfurt und ging über Heidelberg und Freiburg in den Schwarzwald, mit einer Kuckucksuhrenwerkstatt und dem Titisee. Danach gab es einen Stopp in Lindau am Bodensee. In Schwangau bei Füssen besuchten wir das Schloss Neuschwanstein, weiter ging es dann über Oberammergau und das Kloster Ettal nach Garmisch-Partenkirchen. Dort fuhren wir auf die Zugspitze, bevor es zum Schloss Linderhof weiterging. Nächste Station war München mit seinem weltberühmten Hofbräuhaus, dem Marienplatz, dem Viktualienmarkt und dem Schloss Nymphenburg. Auf der Fahrt zurück nach Frankfurt besuchten wir auch Rothenburg ob der Tauber, von dem die Teilnehmer besonders begeistert waren.

Während der Reise hatten wir angenehm mildes Wetter mit viel Sonnenschein, Deutschland zeigte sich von sehr frühlingshafter Seite. Am famtrip-incoming_nicole31besten gefallen haben unseren Gästen die bayerischen Königsschlösser, die Zugspitze und der Schnee, viele von ihnen hatten zum ersten Mal in ihrem Leben überhaupt Gelegenheit, Schnee zu sehen. Beeindruckt waren sie aber auch von den mittelalterlichen Städten, dem Bodensee, dem deutschen Bier und dem guten Essen.

Alle Teilnehmer waren sehr begeistert von der Reise und kehrten voller positiver Eindrücke in ihre Heimat zurück.

Geld & Währung in Argentinien – nützliche Tipps für Ihre Reise

argentinien_geldEigentlich kann mit deutschen EC-Bankkarten sowie Kreditkarten problemlos Geld an allen Bankautomaten in Argentinien abgehoben werden. Ende April 2008 wurde jedoch ein sehr niedriges Limit pro Automatenbesuch eingeführt. So können seitdem nur noch 300 Peso (umgerechnet etwa 61 Euro) pro Einzelaktion abgehoben werden. Die maximale Anzahl an Transaktionen liegt bei 10 pro Tag, wenn Sie es an verschiedenen Automaten versuchen. Es fallen allerdings bei jeder Transaktion von neuem Gebühren an. Vor einer Argentinien-Reise sollte man dies also beachten und dementsprechend planen. Man sollte daher ausreichend Bargeld mit sich führen. Dollar lassen sich im ganzen Land, Euros in Buenos Aires und in größeren Städten problemlos umtauschen.

Viele deutsche Banken bieten eine bestimmte Anzahl an gebührenfreien Abhebungen im Ausland an. Erkundigen Sie sich bitte hierzu bei Ihrer Bank.

 

Und dank des netten Hinweises hier ein Bild der aktuellen Währung, dem argentinischen Peso:

peso_argentino

Die Legende der Iguazu (Iguaçu) Wasserfälle im Dreiländereck Brasilien, Argentinien, Paraguay

iguacuIguazu - übersetzt die „Großen Wasser” – liegt im Dreiländereck Argentinien - Brasilien - Paraguay und ein Besuch dieses einmaligen Naturschauspiels ist ein MUSS für jeden Südamerika-Reisenden.

Im Jahre 1542, während einer Reise über den Atlantik nach Asuncion in Paraguay, entdeckte der Spanier Alvar Nunez Cabeza de Vaca die von ihm benannten „Santa Maria Fälle”. Dieser Name konnte sich nie etablieren und so entstand der einfache Name „Große Wasser” = Iguazu.

Um 1609 kamen die ersten Jesuiten Missionare in die Region der Guarani, der Einwohner der Provinz Corrientes und Missiones. Deren Hauptaufgabe war, die Indianer zu „evangelisieren” und Ihnen Bildung und Organisation beizubringen. Die Guarani und die Jesuiten Priester bildeten ein in Lateinamerika einzigartiges Netzwerk – in über 30 Städten waren sie präsent, bis in den Süden von Brasilien und Paraguay.

1768 wurden die Jesuiten wegen politischen Streitigkeiten mit der spanischen Krone vertrieben, und der Iguazu Nationalpark wurde 1934 gegründet – ein Gebiet von ca. 67.620 Hektar Fläche. 40 Jahre später erklärte die UNESCO den Park zum Weltnaturerbe.

Im Park ist immer noch sehr deutlich der Einfluss der Guarani-Ureinwohner zu spüren. Die Handarbeiten und auch die Sprache der Guarani sind die wichtigsten Hilfsmittel zum Erhalt deren Kultur. Sie leben in einem „Reservat” am Rande der Stadt Iguazu.

Die Legende der Fälle:

Vor ganz langer Zeit lebte eine riesige Schlage namens „Mbói” im Iguazu Fluss. Einmal im Jahr warfen die Guarani eine junge schöne Frau in den Fluss als Opfer für Mbói. Viele Stämme, auch die weit entfernten, wurden zu dieser Zeremonie eingeladen. Während einer dieser Zeremonien traf „Tarobá” ein junger Häuptling, die schöne „Naipí”, welche als Opfergabe ausgesucht wurde. Er versuchte mit allen Mitteln, Naipí zu retten und sprach mit den obersten Stammesherren. Aber alles was er versuchte war erfolglos. Deshalb entführte er Naipí in der Nacht vor der Zeremonie und floh über den Fluss. Als Mbói bemerkte, dass die Jungen entflohen, windete er sich sehr wütend unten im Fluß und erreichte so, dass die Felsen zu beben begannen und sich durch dieses Erzittern der Erde das große Kliff bildete, heute genannt die Iguazu Fälle.

Als Strafe für Naipí und Tarobá verwandelte Mbói die beiden in Bäume, diese stehen heute im oberen Teil der Fälle. Es wird erzählt, dass das Wasser, welches die Fälle hinunterfließt, das wunderschöne Haar von Naipí wäre und dass sich Mboí hinter dem Teufelschlund – dem größten und mächtigsten Wasserfall in diesem Gebiet – versteckt, um die jungen Liebenden voneinander fern zu halten. Jedoch, an sonnigen Tagen, verbindet die jungen Liebenden der große und einmalige Regenbogen miteinander und erinnert uns an deren einzigartige Liebe.

Endlich ist die Entstehung der berühmten und beeindruckenden Iguazú- Wasserfälle geklärt, und wenn dabei eine so schöne und romantische Legende dahintersteckt, umso besser… nur schade, dass solche Romanzen oft unglücklich enden müssen… fast wie im richtigen Leben.

Der Argentinier und sein Asado

Wer eine Argentinien Reise unternimmt, sollte das Land nicht wieder verlassen ohne mindestens einmal ein echtes „Asado“ erlebt zu haben. Das Asado criollo ist unter den Argentiniern ein vielgeliebter Brauch, ja fast schon ein Ritual und es vergeht kaum ein Wochenende, an dem der Argentinier nicht dieser Leidenschaft frönt. Im Grunde ist jeder Anlass (manchmal auch nur ein Vorwand) recht, um ein Asado zu machen, gerne auch spontan.
asadoWas ist ein Asado? Nüchtern betrachtet könnte man es wohl als „Grillessen“ bezeichnen: von der Blutwurst über das Rippchen bis hin zum Lendenfilet wird alles gegrillt, das im Entferntesten mit Fleisch zu tun hat. Aber natürlich ist es mehr als das! Für die Argentinier ist es ein Lebensgefühl! Man trifft sich meist am Samstag oder Sonntag (gerne auch an beiden Tagen) mit Familie, Freunden, Bekannten, Nachbarn…um zu grillen, tratschen, lachen, singen, essen und natürlich trinken, denn bei einem echten asado darf natürlich ein guter „vinito“ (ein „Weinchen“) nicht fehlen.

Es beginnt damit, dass der Asador, also der Grillmeister, den vorzugsweise gemauerten Grill (kein Argentinier, der etwas auf sich hält, würde sich mit einem aufklappbaren Grill zufrieden geben) liebevoll vorbereitet: alles wird gesäubert, das bereit liegende Holz wird nach strengsten Regeln angezündet (man beachte die Schichtung in 5 Stockwerken) und dann wird bei einem Wein und einem Gespräch unter Männern gewartet, bis das Feuer soweit herab gebrannt ist, dass man mit dem eigentlichen Grillvorgang beginnen kann. Währenddessen bereiten die weiblichen Teilnehmer des Asado Salate, Brot und vielleicht ein paar „papas fritas“ vor. Und natürlich darf auch das Chimichurri nicht fehlen, eine würzige Soße aus verschiedenen Zutaten, die zum Asado gehört wie das Fleisch selbst.

In gemütlicher Runde sitzt man dann zusammen und der Asador legt nacheinander verschiedenes Grillgut auf: auch hier sind strenge Regeln zu beachten. Man beginnt mit der Blutwurst und arbeitet sich dann über Bratwürstchen, Koteletts und durchwachsene Fleischstücke bis zum „Lomo“ vor, der Lende. Manch unerfahrener Gast, der diese Reihenfolge nicht kannte, hat sich wohl schon geärgert, dass er bereits beim Bife de Chorizo so satt war, dass er nicht mehr in den Genuss des Lomo kam. Auch mag man sich wohl etwas über die Mengen an Fleisch wundern, die pro Gast gerechnet werden: ca. 1 kg Fleisch pro Person kommen auf den Grill. Da verwundert es kaum, dass die Beilagen sich meist in Grenzen halten und sich auf ein bisschen Blatt- und Tomatensalat und etwas Brot beschränken.

Ein wichtiger Faktor bei einem Asado ist die Zeit. Oft beginnt man schon um die Mittagszeit, um dann bis in den späten Nachmittag oder Abend hinein zusammen zu sitzen. Nach dem Essen wird dann meist noch ein Mate herumgereicht, eine weitere argentinische Tradition. Der Matetee schmeckt etwas bitter, weshalb ihn die meisten gerne mit etwas Zucker trinken. Im Sommer erfreut sich allerdings auch die gekühlte Variante, der Tereré, großer Beliebtheit. Dabei wird der Mate statt mit Wasser mit Orangenlimonade (oder anderer Fruchtsaft) aufgefüllt und schmeckt sehr erfrischend. Gerne wird dabei auch noch gesungen oder das Bandoneon ausgepackt, je nach Talent der Anwesenden. Man kann durchaus verstehen, warum die Argentinier ihr asado so lieben und erst wenn man selbst daran teilgenommen hat, ist man richtig in Argentinien angekommen.

Wer nun bei seiner Reise durch Argentinien nicht das Glück hat, von einem Einheimischen zu einem Asado eingeladen zu werden, hat dennoch die Möglichkeit, eines mitzuerleben: in Buenos Aires gibt es ein Restaurant, dass es sich auf die Fahne geschrieben hat, diesen Brauch auch Besuchern nahe zu bringen: Un Aplauso pal Asador, benannt nach der Sitte, dem Grillmeister nach einem gelungenen Asado zu applaudieren. In diesem Sinne: Guten Appetit!!

Ich habe einige Jahre in Argentinien gelebt und so manches Asado miterlebt. Als Ausländerin fand ich es besonders nett, zu den Asados bei Freunden eingeladen zu werden, da man dadurch gleich das Gefühl hatte, dazu zu gehören. Man lernte neue Leute kennen und konnte auf ungezwungene Weise Freundschaften knüpfen. Argentinien ist für mich zur zweiten Heimat geworden, Land und Leute haben mich von Anfang an begeistert. Ich kann es als Reiseland unbedingt empfehlen, da es einerseits viele landschaftliche Höhepunkte zu entdecken gilt (vor allem abseits der üblichen Touristenrouten) und man andererseits herzliche Menschen kennenlernen kann (mein Tipp: lernen Sie ein paar Wörter Spanisch, dann werden Sie von allen gleich ins Herz geschlossen).

Gefängnis für kriminelle Tiere

Von meiner letzten Reise durch Argentinien und Chile habe ich Ihnen folgende Anekdote mitgebracht, die ich wirklich witzig finde.

Colonia Carlos Pellegrini ist ein verschlafenes Nest im Nordosten Argentiniens, umgeben von den Iberá Sümpfen. Wer per Zufall zur Siesta Zeit oder an einem Sonntag ankommt, dem muss es vorkommen wie ein Geisterdorf da man auf den sandigen Pisten keine Menschenseele antrifft. Besuchern die nachts ankommen, ist es schon passiert, dass sie am Dorf vorbei gefahren sind, da die spärlich gestreuten Strassenlaternen zur Hälfte nicht funktionieren und sowieso nur ganz schwach schummern.

Auf den zweiten Blick und bei längerem Aufenthalt (was sich unumstritten lohnt – befindet sich doch das Dorf inmitten des Naturschutzgebietes) entdeckt das Besucherauge jedoch ein geschäftiges Tun und Treiben. Und zwar nicht nur von den zweibeinigen Einwohnern der Kolonie sondern insbesondere auch von den Vierbeinern. Auf 600 menschliche Einwohner kommen im Dorf mindestens doppelt so viele Pferde, ebenso viele Hunde, etwa halb so viele Kühe und einen Esel. Das ist an und für sich noch keine Seltenheit in diesem Land; aber hier in Pellegrini laufen, rennen, grasen, galoppieren und bocken diese Tiere alle frei im Dorf herum.

EselDer bekannteste von allen ist der Esel, benannt Toki – das bedeutet „Häuptling“ in der Sprache der Argentinischen Ureinwohner. Er gehört zur Irupé Lodge, einer exklusiven Ökolodge am Ufer des Iberá Sees. Wenn ihn die Gäste der Lodge nicht grad mit Keksen und Früchten füttern, dann nimmt er sein Schicksal selbst unter die Hufe und klappert die Kolonie ab. Angetrieben von seiner Lebensphilosophie, die ungefähr wie folgt zusammengefasst werden kann: Futter, Flausen, Freunde (Reihefolge massgeblich).
Zu seinen Hauptaktivitäten gehört das Durchsuchen aller Kioskabfalleimer (wer schon mal in Argentinien war, weiss dass es auf ca. 10 Häuser einen Kiosk gibt). Wenn er nicht fündig wird, dann bedient er sich auch sehr gerne direkt ab den Regalen – dazu macht er ganz selbständig die Türen auf. Gut besetzte Terrassen von Restaurants ziehen ihn ebenfalls magisch an, meist gibt es da ja etwas zu erhaschen: Entweder von den Touristen (jöh ist der süss!) oder von den verzweifelten Restaurant Besitzern (hau ab du blödes Vieh!). Wenn es nirgendwo etwas zu knabbern gibt oder wenn sein Magen voll ist, dann stellt er gerne Unfug an. Sein Favorit ist der Besuch bei den Konkurrenz Hotels der Lodge wo er in die Waschküchen einbricht und sich mit der weissen Bettwäsche vergnügt. Er zerrt die im Wind trocknenden weissen Fahnen gnadenlos runter und wälzt sich genüsslich drauf rum, was ihm wohl wie ein Parfümbad vorkommen muss. Wenn des Guten noch nicht genug, dann galoppiert er mit seinen Pferde- und Ponyfreunden bis zur Plaza San Martin (das Heiligtum jedes Argentinischen Dorfzentrums), wo sie gemeinsam Löcher in den englischen Rasen mampfen und ihre Haufen setzen.

Wäre Toki nicht ein clownartiges Unikum und die Einwohner nicht extrem tierfreundlich gesinnt, dann wäre er wohl schon lange bei Nacht und Nebel verschwunden. So behilft sich aber die Dorfbevölkerung von Pellegrini einer anderen Methode: Der Polizei. Die Hüter des Gesetzes werden regelmässig von einem erzürnten Pellegrinero vom Mate trinken weg auf den Tatort bestellt. Dort fangen sie heldenhaft den Täter ein (nicht ganz einfach), führen ihn dann auf die Polizei ab (schon eher schwierig) und sperren ihn dort auf der Gefängnisweide ein (fast ein Ding der Unmöglichkeit). Da fristet er dann ein paar Stunden Gefangenen Dasein zusammen mit anderen Plaza-San-Martin-Vandalen (Pferde oder Kühe) bis seine Besitzer die Rechnung der zerstörten Objekte beglichen haben und ihn gegen ein Kopfgeld von 10 Pesos wieder raus lösen. Geschieht das nicht am gleichen Tag, dann steht den Policias eine schlaflose Nacht bevor, denn Toki ist ein Ausbrecherkönig sondergleichen und hat ein besonderes Flair morgens um 5 Uhr sein herzzerreissendes I-aah anzustimmen.

Heimliche Beobachter behaupten, er strecke den Polizisten beim Verlassen der Gefängnisweide die Zunge raus. In Colonia Carlos Pellegrini ist man der Meinung, dass der langohrige Vandale zum Dorfbild gehöre. Seine Besitzer begleichen auch heute noch geduldig die Rechnungen seiner Untaten. Bis anhin sind alle Erziehungsversuche an Toki gescheitert. Zum Glück sind die vierbeinigen Einwohner Pellegrinis den zweibeinigen in der Zahl überlegen.

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