Lateinamerika-Blog by Miller Reisen

Beiträge der Kategorie ‘Reportagen‘

Chile erhält das größte Teleskop der Welt

Der Norden von Chile ist prädestiniert für die Beobachtung des Weltalls. Experten behaupten, dass das Land den „sternenklarsten Himmel der Welt” besitzt. Um diesen Vorteil zu steigern, wurde auf dem Cerro Amazones, in der Atacamawüste, das weltweit größte Teleskop errichtet. Es soll den Himmel vermessen.

Der Cerro Amazones ist 3.600 Meter hoch und befindet sich 130 Kilometer von Antofagasta entfernt. Das Teleskop kann mit jedem Bild einen Teil des Himmels erfassen, der zehnmal größer als die Fläche des Vollmonds ist. Dadurch ist die Empfindlichkeit des neuen Teleskops vierzigmal größer als die von anderen Teleskopen. Die neue Infrastruktur wird die Entwicklung der Astronomie in Chile fördern.

In Chile gibt es eine Astronomische Tourismusroute, der fünf Sternwarten angehören: La Silla, El Tololo, Cerro Mamallaca, Las Campanas und die Paranal-Sternwarte. Jede von ihnen ist mit der fortschrittlichsten Technologie ausgerüstet.

Der neue Peru-Thriller von Stefanie Maria Schneider – „Sonnenanker“

Mittbach, 5. Mai 2010 – „ … Archäologen entdecken im Norden Perus ein seltsames Grab. Eine Sensation bahnt sich an und ruft nicht nur die lokale Goldmine auf den Plan, die ihr Erweiterungsprojekt gefährdet sieht. An dem Fund haben auch noch andere Interesse. Plötzlich scheint die Vergangenheit zurückgekehrt. Rena Sommerfeld und ihr Kollege Robert Lange wissen nicht mehr, wem sie noch vertrauen können. … “

Die im oberbayerischen Miesbach geborene und in Isen bei Erding lebende Stefanie Maria Schneider liebt Reisen und ist fasziniert von alten Kulturen. Mit ihrem Thriller „Sonnenanker“ greift die Autorin den Konflikt zwischen dem traditionellen Südamerika und seinen wirtschaftlichen Kräften auf. Auf über 200 Seiten entführt sie den Leser auf eine spannungsgeladene Reise in die Bergwelt Perus. 

„Sonnenanker“ erscheint beim Aavaa Verlag, Berlin, und ist im Buchhandel, über Amazon und direkt beim Verlag erhältlich. Das e-book lässt sich bei beam ebooks (www.beam-ebooks.de) herunterladen. ISBN 978-3-941839-94-6

Reisen nach Lateinamerika

Lateinamerikawettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung  

MILLER-REISEN hat erfolgreich an dem Wettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung teilgenommen. Thema: Politische Wurzeln Lateinamerikas.

In Zusammenarbeit mit unseren Partnern in Südamerika haben wir eine Reise durch Peru, Bolivien und Chile ausgearbeitet. Während dieser Reise durch die drei südamerikanischen Länder bekommen die Reisenden Einblick in die aktuellen politischen und wirtschaftlichen Strukturen. Auch die unterschiedlichen Prägungen auf dem zurückgelegten Weg er politischen Transformation werden bei den vielfältigen Vorträgen durch Experten während der Reise deutlich. Land und Leute intensiv erleben durch eine „andere“ Reise, die neben touristischen Highlights auch viele interessante Begegnungen bietet.

65 Ideenskizzen wurden von der Jury geprüft und bewertet. Wir wurden für unsere konzeptionelle Arbeit prämiert. Die Prämie haben wir an unsere Partner in Südamerika weitergeleitet, um die in unsere Ideenskizze genannte Projekte zu unterstützen.

Peru

In der Schule Wiñaypaq in der Gemeinde Taray im Heiligen Tal der Inkas wird versucht die alten Traditionen der Anden mit einer modernen Schulbildung zu verknüpfen. 40 Kinder aus Quechua und gemischtsprachigen Familien der umliegenden Gemeinden werden an der Schule kostenlos unterrichtet. Der Unterricht ist auch am andinen Landwirtschaftskalender ausgerichtet und so werden in jeder Jahreszeit dafür traditionelle Aktivitäten durchgeführt um die Gesamtheit des Lernens zu gewährleisten.

Entsprechend der Traditionen hat alles sein Gegenstück und nur die Gegensätze gemeinsam führen zur Gesamtheit. Der Tag gehört zur Nacht, der Mann zur Frau, etc. Auch jedes Kind mit seinen Fähigkeiten und Schwächen sind Teil dieser Gesamtheit, wodurch die Unterschiede zwischen den Kindern und den Familien respektiert und geschätzt werden.

Das Projekt Wiñaypac versucht die Identität und das Selbstwertgefühl der Kinder aus Taray und seinen Nachbardörfern zu stärken. Sie bekommen hier eine Bildung in Freiheit, Offenheit und Solidarität genauso wie eine Schulbildung in 2 verschiedenen Sprachen. Die Schule wird derzeit bis zum 6. Jahrgang geführt und es gibt mittlerweile schon viele erfolgreiche Abgänger die den gesamten Zyklus der Schule durchlaufen haben.

Für den Erfolg der Schule ist die Beteiligung der Eltern auch von größter Wichtigkeit, weshalb immer wieder gemeinsame Aktivitäten durchgeführt werden. Auf der anderen Seite lernen die Kinder in der Schule auch neues Wissen und neue Techniken die für die landwirtschaftliche Tätigkeit zu Hause von direktem Nutzen sind.

Peter und Fanny Holzweber – SETOURS

FUTURO (ZUKUNFT)

FUTURO ist ein Selbsthilfeprojekt, das vor 21 Jahren gegründet wurde und bis heute vielen alleinerziehenden Frauen ohne Berufsausbildung ein Auskommen gegeben und Kindern eine soziale Erziehung gewährleistet hat.

FUTURO soll betroffenen Frauen eine bessere Lebenssituation bieten. Sie lernen Schneiden, Nähen und Produkte, zurzeit c. a. 50 verschiedene Artikel, selber herzustellen. Durch das Erlernen der neuen Fähigkeiten konnten einige Frauen feste Anstellungen in Fabriken oder Werkstätten finden.

Im Projekt werden die bekannten Bolivianischen bunten Stoffe, „aguayo“ genannt, zu Gebrauchsartikeln wie Portemonnaies, Küchenutensilien (Topfhandschuhe, Schürzen, Tischsets), Taschen, Kulturbeutel, Westen, Mützen und vieles mehr verarbeitet und zum Verkauf angeboten.

FUTURO bietet neuerdings auch selbstgefertigte Einkaufstaschen an, die den häufigen Gebrauch von Plastiktüten einschränken helfen soll.

Entstanden ist FUTURO aus dem Krankenhausprojekt der Schweizer Volontärinnen, die im „Hospital de la Mujer“ (Frauen-Krankenhaus) in La Paz seit 1988 ihren Dienst am Menschen tun. Spenden von Schweizer Freunden ermöglichen medikamentöse Hilfe, Bezahlung der Operationen und Betten, so wie die moralische Unterstützung der Patientinnen.

Die FUTURO benutzten Nähmaschinen sind bereits sehr alt. Einige waren als gebraucht gespendet worden und sind bereits defekt. Mit Ihrer Spende von 200.00 € wird für das Projekt FUTURO eine neue Nähmaschine gekauft.

Mit herzlichem Dank für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung.

Roswitha Grisi-Huber

Präsidentin der Schweizer Volontärinnen

Initiatorin von FUTURO

Hier noch einige Bilder zum Projekt:

Individuelles Reisen steht hoch im Kurs – Miller Reisen aus Schlier ist Spezialist für Latein- und Südamerika

Ein ehemaliger Bewohner von Schlier bei Ravensburg – dem Firmensitz von Miller Reisen – lebt seit einiger Zeit in Berlin und hat unseren Geschäftsführer Manuel Federau auf der ITB in Berlin getroffen. Folgenden Zeitungsartikel hat Herr Nägele für Miller Reisen zur Verfügung gestellt:

Manuel Federau fühlt sich pudelwohl auf der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin. Samba-Rhythmen klingen durch die Messehalle 3, spanische, portugisische, französische und englische Wortfetzen sind zu hören. Hier präsentieren sich die Länder Mittel- und Südamerikas. Mittendrin der Geschäftsführer der Miller Reisen GmbH aus Schlier bei Ravensburg. Seit 25 Jahren ist das Unternehmen Spezialanbieter für Reisen nach Lateinamerika. Mittlerweile haben sie es zum Marktführer in Deutschland gebracht. Wir haben uns für diese Nische entschieden und bieten erfolgreich individuelle Klasse statt Masse“, beschreibt Federau die Unternehmenspolitik. Mit 28 Mitarbeitern entwickelt er immer neue Touren, die dann über Reisebüros und große Veranstalter verkauft werden. „Firmen wie beispielsweise Thomas Cook verfolgen eine andere Produktpolitik und können solche individuellen Spezialreisen nicht anbieten. Für Pauschalreisen wie einen Badeurlaub brauchen die uns nicht, aber die Individualität erhalten Sie mit uns als deren Kooperationspartner. Eine ideale Ergänzung für beide Seiten.“ Dies lassen sich die Kunden dann auch etwas kosten. Eine 14-tägige Rundreise durch Peru und Bolivien gibt es kaum unter 4000 Euro. Nach oben sind fast keine Grenzen gesetzt. Je individueller, desto exklusiver. „10 – 15.000 Euro pro Person sind keine Seltenheit“, erklärt Manuel Federau. „Lateinamerika ist insgesamt kein günstiges Reiseziel. Das Preisniveau ist nicht mit z.B. Thailand oder ähnlichen beliebten Zielen zu vergleichen. Lateinamerika bietet aber unglaubliche Naturschönheiten und kulturelle Schätze.” Durch ein Baukastensystem kann jede Reise individuell gestaltet werden, um so den Wünschen der Kunden gerecht zu werden. Rund 5000 Reisen verkauft Miller Reisen im Jahr. Damit erwirtschaften sie einen Umsatz von mehr als 12 Mio. Euro jährlich.

Nischenmarkt Lateinamerika

Im Gesamtreisemarkt haben Fernreisen ungefähr einen Anteil von 15 %. Davon entfallen etwa 1,5 % auf Lateinamerika. Der Markt gilt unter Experten als stabil. Für die meisten Länder gilt das auch in politischer Hinsicht. „Natürlich beobachten wir, was ein Hugo Chavez in Venezuela macht oder wie sich die politische Situation in Ecuador entwickelt. Ebenso gehören Streiks dort in manchen Ländern zur Tagesordnung. Aber unsere Partner vor Ort kennen die Verhältnisse sehr gut und können dann auch spontan die Reiseroute ändern.“ Auch beim Thema Kriminalität gibt Manuel Federau Entwarnung: „Taschendiebstähle sind nicht häufiger als in Europa. Etwas Schlimmeres ist zum Glück in 25 Jahren noch nicht passiert. Es kommt aber eben wie immer darauf an, wie leichtsinnig man seine Wertsachen zeigt und damit das Risiko steigert.“ Der Ausbruch der Schweinegrippe in Mexiko oder das Erdbeben in Chile führte in der gesamten Reisebranche zu einem spürbaren Einbruch der Buchungszahlen. Das seien aber die Unwägbarkeiten des Geschäfts, sagt Manuel Federau. Er hofft darauf, dass eine kulante Regelung bei den Stornierungen die Kunden auch wieder zurückbringt. Zumal in Chile die beliebten Reiseziele der Touristen von den Erdstößen gar nicht betroffen waren.

Nachhaltigkeit ist Pflicht

Wie viele andere Anbieter reagierte auch Miller Reisen auf immer häufiger werdende Nachfragen um einen CO2-Ausgleich der Fernreise. Um die Emission an Treibhausgasen zu neutralisieren, wurden in Paraguay große Brach- und Weidelandflächen gekauft und aufgeforstet. Bis zum Sommer 2009 pflanzten lokale Forstunternehmen über 1 Mio. Mischwald-Bäume. Die Kosten hierfür sind im Reisepreis enthalten. So finanziert jeder Reisende selbst seinen Emissionsausgleich.

Vor 25 Jahren, als Josef Miller seine ersten Gruppenreisen nach Südamerika organisierte, waren die Teilnehmer mehr an handfesten Tipps interessiert. So empfahl er beispielsweise, für eine zweiwöchige Reise nach Brasilien ca. 6 Paar Socken und ca. 6 Garnituren Unterwäsche mitzunehmen. Oder mehr!

Aktuelle Situation in Santiago de Chile

Unsere Partneragentur vor Ort berichtet täglich über die aktuelle Situation in Santiago de Chile nach dem schweren Erdbeben vom vergangenen Wochenende. Anbei eine aktuelle Meldung vom 03.03.10

Der Flugverkehr auf dem Flughafen Santiago de Chile wird seit gestern, 02.03.10, schrittweise wieder aufgenommen. Unsere Mitarbeiter konnten bereits den größten Teil unserer Passagiere auf ihre entsprechenden Flüge buchen. Nichtsdestotrotz muss weiterhin mit großen Verzögerungen und Unregelmäßigkeiten gerechnet werden, da die Abfertigung der Inlandsflüge in einem 4.000 m² großen Zelt neben dem Hauptterminal und die Abfertigung der internationalen Flüge im alten Inlandsterminal durchgeführt werden. Somit ist die Menge der Flüge, die abgefertigt werden können, äußerst eingeschränkt. Erst nach Abschluss der Reparaturarbeiten am Flughafengebäude wird der normale Flugbetrieb wieder zu 100% aufgenommen werden können. Wir halten Sie hierzu auf dem Laufenden. Wichtige Informationen zum Notfall-Flugplan von LAN Airlines und der Vorgehensweise finden Sie auch auf der Webseite: www.lan.com, die regelmäßig aktualisiert wird.

In Santiago de Chile wurde die Stromversorgung zu rund 90% wieder hergestellt, das Metrosystem funktioniert jedoch seit 02.03.2010 bereits wieder normal und ohne Einschränkungen.

Die meisten Hotels in Santiago de Chile vermelden nur kleinere Schäden, die den Hotelbetrieb nur wenig oder gar nicht einschränken. Auch nicht betroffen sind die Hotels in Nordchile, Patagonien, im südlichen Seengebiet sowie der Osterinsel.

Bezüglich der Weingüter in den Tälern südlich von Santiago wurden uns mehrere Schäden mitgeteilt. Einige Weingüter müssen ihre Tore für Besucher vorübergehend schließen, bis die Reparaturarbeiten abgeschlossen sind. Wir melden uns bei den Kunden, die bestimmte Weingüter in ihren Programmen eingeschlossen haben und deren Ankunft in nächster Zeit erfolgen soll.

Die meisten Museen in Santiago können bereits wieder besucht werden. Einige öffnen zum Ende der Woche. Vorerst geschlossen bleiben das Museum in Isla Negra (Haus Pablo Neruda) und das Museum Colchagua in Santa Cruz.

Lateinamerikanische „Exoten“ bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver

Abseits des allgemeinen Zuschauer- und Experten-Interesses haben sich auch in diesem Jahr wieder einige als Exoten bezeichnete Sportler bei den Winterspielen in Kanada eingefunden, um den Olympischen Geist und das bekannte Motto („Dabei sein ist alles“) zu zelebrieren.

Bereits von seinen vorherigen vier Teilnahmen ist der für Mexico startende Prinz Hubertus von Hohenlohe bekannt. Im Riesenslalom lag der mit 51 Jahren älteste Teilnehmer der Spiele im Ziel knapp 34 Sekunden hinter dem frisch gebackenen Olympiasieger Carlo Janka aus der Schweiz. Doch nicht das Ergebnis der Exoten, sondern überhaupt deren Teilnahme und Freude daran, einmal bei einem derartigen Großereignis dabei zu sein, zählt – und allen Zuschauern dadurch eine große Freude zu machen. Auch optisch! Denn Hubertus von Hohenlohe legt v.a. Wert auf sein Äußeres und macht wegen seines mit Pistolen und Patronengurten verzierten Rennanzuges von sich reden. Wenn man schon nicht durch sportliche Leistung auffallen kann, muss man bei einem solchen Event eben auf andere Art und Weise das Interesse wecken. Und genau das ist doch das exotische und faszinierende an den Olympischen Spielen, dass neben den sportlichen Wettkämpfen auch immer wieder „schräge Vögel“ mit dabei sind und ihr Bestes geben.

Ebenso auffallend  wie Hubertus von Hohenlohe sind zwei junge Deutsche, die für Peru in den alpinen Ausscheidungen starten. Manfred Oettl Reyes und seine Schwester Ornella – Kinder eines deutschen Vaters und einer peruanischen Mutter, aufgewachsen am Chiemsee und wohnhaft in Innsbruck – nehmen für das Heimatland ihrer Mutter an den Olympischen Spielen teil. Nach einem langen Weg mit vielen Telefonaten mit den zuständigen Verbänden in Peru wurde ihnen erst 2 Wochen vor Beginn der Spiele die Teilnahme erlaubt. Dies ist somit der erste olympische Auftritt peruanischer Wintersportler (die beiden haben seit Sommer 2009 die Staatsbürgerschaft).

Manfred Oettl Reyes – 16 Jahre jung – sorgte im olympischen Riesenslalom für Aufsehen. Nicht nur durch seinen knallbunten, mit unzähligen Lamas versehenen Anzug, sondern auch durch seine spektakuläre Fahrt, bei der er gleich am Anfang einen Skistock verloren hatte. Er schaffte es dennoch bis ins Ziel, wurde 67. und beansprucht seitdem für sich, besser als der Amerikaner Bode Miller gewesen zu sein, seines Zeichens aktueller Olympiasieger der Super-Kombination und einer der Superstars des Skizirkus. Dieser ist im Riesenslalom nämlich ausgeschieden. Beim nächsten Rennen will sich Manfred aber dennoch ein Autogramm von Bode Miller holen – oder umgekehrt…?

Eines ist sicher: solche Geschichten machen die Olympischen Spiele noch interessanter und einnehmender für die Zuschauer. Wir drücken allen für lateinamerikanische Länder startenden Olympioniken kräftig die Daumen und freuen uns über solche „Exoten“ in Vancouver.

Tomatensaft-Rätsel im Flieger gelöst Fraunhofer-Institut lüftet Druckgeheimnis

Jetzt wird endlich von offizieller und seriöser Stelle bestätigt, was ich schon immer vermutet habe.

Erst vor kurzem hatte ich während eines Fluges wieder ein Gespräch mit meinem freundlichen Sitznachbarn, der auf die Frage des Stewards „Was möchten Sie bitte trinken?“ sich ganz spontan und selbstverständlich ein Glas Tomatensaft bestellt hat. Er hat wohl meinen etwas skeptischen Blick gesehen und sagte: „Normalerweise trinke ich keinen Tomatensaft, aber im Flugzeug schmeckt er mir!“

Da war es also wieder – das Tomatensaft-Phänomen. Schon öfter ist mir das aufgefallen und ich habe es auch einmal selbst auf einem Flug ausprobiert, obwohl ich mich – mit festen Boden unter den Füssen – eigentlich weigere Tomatensaft zu trinken.

Und es war erstaunlich, es hat mir ganz gut geschmeckt in der Luft – ganz anders als „unten“.

Tomatensaft gehört nach wie vor nicht zu meinen Lieblingsgetränken, aber seither habe ich mich immer wieder gefragt, ob es nicht ein Tomatensaft-Phänomen gibt. Tja, und jetzt kommt die Bestätigung.

Auf heute.de habe ich folgenden Artikel vom Fraunhofer-Institut entdeckt:

Das Rätsel, warum in Flugzeugen so gerne Tomatensaft bestellt wird, scheint gelöst. Tests des Fraunhofer-Instituts ergeben: Flugpassagiere nehmen den Geschmack am Boden und auf Flughöhe völlig verschieden wahr.

Eine Testreihe des Fraunhofer-Instituts im Auftrag der Lufthansa hat offenbar das Rätsel gelöst. Demnach nehmen die Flugpassagiere den Geschmack von Tomatensaft am Boden und auf Flughöhe wegen der unterschiedlichen Druckverhältnisse völlig verschieden wahr, wie die Aromachemikerin Andrea Burdack-Freitag vom Fraunhofer-Institut der Wochenzeitung “Die Zeit” sagte.

Der Druck macht’s

Tomatensaft wurde bei Normaldruck deutlich schlechter benotet als bei Niederdruck. Er wurde als muffig beschrieben. Oben traten angenehm fruchtige Gerüche und süße, kühlende Geschmackseindrücke in den Vordergrund”, wurde die Wissenschaftlerin zitiert.

Lufthansa-Sprecherin Amelie Schwierholz sagte dazu, das erkläre auch, warum Tomatensaft in Lufthansa-Flugzeugen mit 1,7 Millionen getrunkenen Litern im Jahr sogar gefragter sei als Bier, von dem 1,6 Millionen Liter getrunken werden.

Geschmackstests im Airbus

Burdack-Freitag hatte dem Bericht zufolge im Originalrumpf eines Airbus A310 mit zahlreichen Versuchspersonen Geschmackstests mit Essen und Trinken durchgeführt. Das Flugzeug stand in einer großen Niederdruckkammer, so dass der beim Flug übliche niedrige Kabinendruck simuliert werden konnte. Viele Tester hätten die servierten Speisen im simuliertem Flug als fade bewertet.

Nach Angaben der Wissenschaftlerin liegt die Geruchs- und Geschmacksschwelle bei niedrigem Druck höher, man rieche die Speisen und Getränke “als hätte man einen Schnupfen”. Dies führe dazu, dass beispielsweise der Geschmack von Salz, Zucker oder Kräutern in der Luft schwächer als am Boden wahrgenommen werde. Die Geschmacksschwelle von Säuren bleibe dagegen unverändert, weshalb etwa Soßen auf der Basis von Weißwein oder Zitrone schlecht angekommen seien, sagte die Wissenschaftlerin dem Blatt zufolge.

Rezepte werden angepasst

Die Lufthansa werde nun demnächst die Rezepte ihrer Bordmahlzeiten anpassen, sagte Lufthansa-Sprecherin Schwierholz. Demnächst werde mehr Salz und weniger Säure bei Speisen und Getränken eingesetzt. Im Einzelhandel hat Tomatensaft nur eine geringe Bedeutung:

Vier Prozent am Gesamtumsatz macht er etwa beim Hersteller “Amecke” aus, wie dessen Sprecherin Monika Lerch sagt. Orangensaft allein habe einen Anteil von 29 Prozent. Auch in den Lufthansa-Fliegern ist indes nicht Tomatensaft, sondern Wasser das beliebteste Getränk: 10,2 Millionen Liter verteilt die Fluggesellschaft jedes Jahr an die Passagiere.

Quelle: heute.de vom 11.02.2010

http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/4/0,3672,8032004,00.html

Barockmusikfestival in Bolivien

Barockmusikfestival in den Jesuitenmissionen von Chiquitos, Bolivien vom 22.April bis zum 02. Mai 2010   Die alten Jesuitenmissionen von Chiquitos im Tiefland von Bolivien sind 2010 erneut Austragungsort eines einzigartigen Festivals. Alle zwei Jahre findet hier das internationale Barock- und Renaissance Musikfestival statt, das als eines der wichtigsten Festivals seiner Art auf der Welt gilt. Das Festival findet das nächste mal vom 22.April bis zum 02. Mai 2010 statt.   Die Jesuiten gründeten im 17. und 18. Jahrhunderten im bolivianischen Tiefland mehrere Siedlungen für die zum Christentum missionierten Ureinwohner. Die auch “Jesuitenreduktionen” genannten Orte San Javier, Concepcion, San Ignacio, Santa Ana, San Rafael, San Miguel und Moxos sind aufgrund ihrer einmaligen Architektur und lebendigen Barockkultur seit 1990 Weltkulturerbe der Unesco und gelten als Geheimtipp für Bolivienreisende.   Im jahr 2008 nahmen 600 Musiker aus 26 verschiedenen Ländern an diesem Festival teil, welches ingesamt über 85.000 Besucher aus nah und fern anlockte. Oftmals wird Musik gespielt, die von den Einheimischen selbst in der Tradition der Jesuiten komponiert wurde.

Höhepunkte in Argentinien/Chile entlang der Rally Dakar 2010

Die 31. Rally Dakar wurde auch in diesem Jahr wieder in Südamerika durchgeführt, zum zweiten mal seit Beginn der Rally 1979. Auf 9.000 km geht es durch die Pampa, Wüstengebiete und über die Anden. Die Fahrer haben wohl wenig Gelegenheit gehabt, die landschaftlichen und kulturellen Höhepunkte auf ihrem Weg zu genießen, was wirklich sehr schade ist.

Motorbegeisterte Südamerikareisende müssen weder auf das eine noch das andere verzichten. Besuche an der Rennstrecke lassen sich ohne Probleme mit den landschaftlichen Highlights kombinieren. Hier einige der schönsten, wenn auch weniger bekannte, Punkte der Strecke:

Cordoba:

Cordoba wird aufgrund seiner geographischen Lage auch als das “Herz Argentiniens” bezeichnet und besticht durch die Schönheit der Sierras Cordobas, die aus drei in Nord-Süd-Richtung laufenden Gebirgsketten besteht. Die gleichnamige Stadt ist die zweitgrößte Argentiniens mit einer der ältesten Universitäten des Landes, gegründet 1613.

La Rioja

Die Provinz am Fuße der Anden beherbergt den Nationalpark Talampaya, der trotz seiner besonderen Natur und dem Titel UNESCO Weltnaturerbe (den er sich mit dem NP Ischigualasto teilt) noch relativ unbekannt ist. Die roten, bis zu 100m hohen Gesteinsformationen und die Fossilienfunde begeistern seine Besucher.

Atacama-Wüste

Man sagt ihr nach, die trockenste Wüste der Erde zu sein. Sie hat viele verschiedenen Gesichter: meterhohe Sanddünen, Salzseen, Geröllwüsten, sprudelnde Geysire, dazwischen Oasenstädte wie San Pedro de Atacama und heiße Quellen, die zum Baden einladen. Durch die Silber- und Kupfervorkommen sowie den Salpeterabbau ist die Region auch wirtschaftlich interessant. Aufgrund des extrem trockenen Wüstenklimas sind mehrere große Sternwarten in den Bergen hier errichtet worden, u.a. La Silla.

Ein Geheimtipp sind sicherlich die alten Salpeterstädte Humberstone und Santa Laura östlich von Iquique (UNESCO Weltkulturerbe), die früher blühende Zentren waren und nun als Geisterstädte das Interesse auf sich ziehen. So kann der Besucher noch heute das ehemalige Theaterhaus oder das Freibad bestaunen.

La Serena

Die weißen Strände der Stadt und ihre Geschichte als zweitälteste Stadt Chiles machen Sie zu einem beliebten Besuchsziel, ähnlich unseren Nordseestränden. Sie eignet sich hervorragend für eine kleine Verschnaufpause während einer Rundreise.

Paso Libertadores

Der 3800 m hohe Pass zählt zu den landschaftlichen schönsten der Anden. Er führt auf der chilenischen Seite durch das Tal des Rio Juncal und auf argentinischer Seite durch das Tal des Rio Mendoza, vorbei an der Puente del Inca und dem Aussichtspunkt mit Blick auf den Aconcagua, den höchsten Berg Südamerikas.

Der Pass mit Besuch der Puente del Inca lässt sich sowohl von Santiago als auch von Mendoza aus als Tagesausflug machen, wenn man die Anden nicht überqueren möchte 

Fotos vom Weihnachtsbaum in Mexico City

So sieht der 112m hohe Rekordbaum aus.

Baum Mexico City

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MariaMaria am 30. Dezember 2009 in Mexico, News, Reportagen

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