Lateinamerikawettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung
MILLER-REISEN hat erfolgreich an dem Wettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung teilgenommen. Thema: Politische Wurzeln Lateinamerikas.
In Zusammenarbeit mit unseren Partnern in Südamerika haben wir eine Reise durch Peru, Bolivien und Chile ausgearbeitet. Während dieser Reise durch die drei südamerikanischen Länder bekommen die Reisenden Einblick in die aktuellen politischen und wirtschaftlichen Strukturen. Auch die unterschiedlichen Prägungen auf dem zurückgelegten Weg er politischen Transformation werden bei den vielfältigen Vorträgen durch Experten während der Reise deutlich. Land und Leute intensiv erleben durch eine „andere“ Reise, die neben touristischen Highlights auch viele interessante Begegnungen bietet.
65 Ideenskizzen wurden von der Jury geprüft und bewertet. Wir wurden für unsere konzeptionelle Arbeit prämiert. Die Prämie haben wir an unsere Partner in Südamerika weitergeleitet, um die in unsere Ideenskizze genannte Projekte zu unterstützen.
Peru
In der Schule Wiñaypaq in der Gemeinde Taray im Heiligen Tal der Inkas wird versucht die alten Traditionen der Anden mit einer modernen Schulbildung zu verknüpfen. 40 Kinder aus Quechua und gemischtsprachigen Familien der umliegenden Gemeinden werden an der Schule kostenlos unterrichtet. Der Unterricht ist auch am andinen Landwirtschaftskalender ausgerichtet und so werden in jeder Jahreszeit dafür traditionelle Aktivitäten durchgeführt um die Gesamtheit des Lernens zu gewährleisten.
Entsprechend der Traditionen hat alles sein Gegenstück und nur die Gegensätze gemeinsam führen zur Gesamtheit.
Der Tag gehört zur Nacht, der Mann zur Frau, etc. Auch jedes Kind mit seinen Fähigkeiten und Schwächen sind Teil dieser Gesamtheit, wodurch die Unterschiede zwischen den Kindern und den Familien respektiert und geschätzt werden.
Das Projekt Wiñaypac versucht die Identität und das Selbstwertgefühl der Kinder aus Taray und seinen Nachbardörfern zu stärken. Sie bekommen hier eine Bildung in Freiheit, Offenheit und Solidarität genauso wie eine Schulbildung in 2 verschiedenen Sprachen. Die Schule wird derzeit bis zum 6. Jahrgang geführt und es gibt mittlerweile schon viele erfolgreiche Abgänger die den gesamten Zyklus der Schule durchlaufen haben.
Für den Erfolg der Schule ist die Beteiligung der Eltern auch von größter Wichtigkeit, weshalb immer wieder gemeinsame Aktivitäten durchgeführt werden. Auf der anderen Seite lernen die Kinder in der Schule auch neues Wissen und neue Techniken die für die landwirtschaftliche Tätigkeit zu Hause von direktem Nutzen sind.
Peter und Fanny Holzweber – SETOURS
FUTURO (ZUKUNFT)
FUTURO ist ein Selbsthilfeprojekt, das vor 21 Jahren gegründet wurde und bis heute vielen alleinerziehenden Frauen ohne Berufsausbildung ein Auskommen gegeben und Kindern eine soziale Erziehung gewährleistet hat.
FUTURO soll betroffenen Frauen eine bessere Lebenssituation bieten. Sie lernen Schneiden, Nähen und Produkte, zurzeit c. a. 50 verschiedene Artikel, selber herzustellen. Durch das Erlernen der neuen Fähigkeiten konnten einige Frauen feste Anstellungen in Fabriken oder Werkstätten finden.
Im Projekt werden die bekannten Bolivianischen bunten Stoffe, „aguayo“ genannt, zu Gebrauchsartikeln wie Portemonnaies, Küchenutensilien (Topfhandschuhe, Schürzen, Tischsets), Taschen, Kulturbeutel, Westen, Mützen und vieles mehr verarbeitet und zum Verkauf angeboten.
FUTURO bietet neuerdings auch selbstgefertigte Einkaufstaschen an, die den häufigen Gebrauch von Plastiktüten einschränken helfen soll.
Entstanden ist FUTURO aus dem Krankenhausprojekt der Schweizer Volontärinnen, die im „Hospital de la Mujer“ (Frauen-Krankenhaus) in La Paz seit 1988 ihren Dienst am Menschen tun. Spenden von Schweizer Freunden ermöglichen medikamentöse Hilfe, Bezahlung der Operationen und Betten, so wie die moralische Unterstützung der Patientinnen.
Die FUTURO benutzten Nähmaschinen sind bereits sehr alt. Einige waren als gebraucht gespendet worden und sind bereits defekt. Mit Ihrer Spende von 200.00 € wird für das Projekt FUTURO eine neue Nähmaschine gekauft.
Mit herzlichem Dank für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung.
Roswitha Grisi-Huber
Präsidentin der Schweizer Volontärinnen
Initiatorin von FUTURO
Hier noch einige Bilder zum Projekt: