Lateinamerika-Blog by Miller Reisen

Beiträge der Kategorie ‘Allgemein‘

Chilenisches Salz auf deutschen Straßen

Der Winter hat uns fest im Griff. Das ganze Land liegt unter Schnee und Eis – und das seit Wochen. Wie in Deutschland in einem etwas strengeren Winter üblich, geht irgendwann die große Jammerei los, dass das Streusalz knapp werde. In Norden des Landes ist die Lage besonders schlimm, wie man nach jedem Schneefall in allen Nachrichtensendern erfahren kann. Von der Außenwelt abgeschnittene Inseln, mit Sturzopfern überfüllte Krankenhäuser und endlose Staus auf den Autobahnen.

Doch die Rettung naht in diesen Tagen – und zwar in Form eines riesigen Frachters, der mit 60.000 Tonnen Salz in Rotterdam anlandet. Das Salz stammt aus dem Salar Grande, unweit der chilenischen Pazifikküste gelegen.

Das würde sich unter normalen Umständen und bei einem üblichen Winter gar nicht rentieren, zumal der einheimische Salzabbau generell für unsere Zwecke ausreicht. Doch in diesem Winter ist alles anders und so müssen die Salzlager der Gemeinden und Städte mit dem Material aus dem fernen Chile aufgefüllt werden.

Vielleicht denken Sie ja daran, wenn Sie das nächste Mal eine frisch geräumte Straße überqueren, welch weite Reise das dafür benötigte Salz hinter sich hat.

Tomatensaft-Rätsel im Flieger gelöst Fraunhofer-Institut lüftet Druckgeheimnis

Jetzt wird endlich von offizieller und seriöser Stelle bestätigt, was ich schon immer vermutet habe.

Erst vor kurzem hatte ich während eines Fluges wieder ein Gespräch mit meinem freundlichen Sitznachbarn, der auf die Frage des Stewards „Was möchten Sie bitte trinken?“ sich ganz spontan und selbstverständlich ein Glas Tomatensaft bestellt hat. Er hat wohl meinen etwas skeptischen Blick gesehen und sagte: „Normalerweise trinke ich keinen Tomatensaft, aber im Flugzeug schmeckt er mir!“

Da war es also wieder – das Tomatensaft-Phänomen. Schon öfter ist mir das aufgefallen und ich habe es auch einmal selbst auf einem Flug ausprobiert, obwohl ich mich – mit festen Boden unter den Füssen – eigentlich weigere Tomatensaft zu trinken.

Und es war erstaunlich, es hat mir ganz gut geschmeckt in der Luft – ganz anders als „unten“.

Tomatensaft gehört nach wie vor nicht zu meinen Lieblingsgetränken, aber seither habe ich mich immer wieder gefragt, ob es nicht ein Tomatensaft-Phänomen gibt. Tja, und jetzt kommt die Bestätigung.

Auf heute.de habe ich folgenden Artikel vom Fraunhofer-Institut entdeckt:

Das Rätsel, warum in Flugzeugen so gerne Tomatensaft bestellt wird, scheint gelöst. Tests des Fraunhofer-Instituts ergeben: Flugpassagiere nehmen den Geschmack am Boden und auf Flughöhe völlig verschieden wahr.

Eine Testreihe des Fraunhofer-Instituts im Auftrag der Lufthansa hat offenbar das Rätsel gelöst. Demnach nehmen die Flugpassagiere den Geschmack von Tomatensaft am Boden und auf Flughöhe wegen der unterschiedlichen Druckverhältnisse völlig verschieden wahr, wie die Aromachemikerin Andrea Burdack-Freitag vom Fraunhofer-Institut der Wochenzeitung “Die Zeit” sagte.

Der Druck macht’s

Tomatensaft wurde bei Normaldruck deutlich schlechter benotet als bei Niederdruck. Er wurde als muffig beschrieben. Oben traten angenehm fruchtige Gerüche und süße, kühlende Geschmackseindrücke in den Vordergrund”, wurde die Wissenschaftlerin zitiert.

Lufthansa-Sprecherin Amelie Schwierholz sagte dazu, das erkläre auch, warum Tomatensaft in Lufthansa-Flugzeugen mit 1,7 Millionen getrunkenen Litern im Jahr sogar gefragter sei als Bier, von dem 1,6 Millionen Liter getrunken werden.

Geschmackstests im Airbus

Burdack-Freitag hatte dem Bericht zufolge im Originalrumpf eines Airbus A310 mit zahlreichen Versuchspersonen Geschmackstests mit Essen und Trinken durchgeführt. Das Flugzeug stand in einer großen Niederdruckkammer, so dass der beim Flug übliche niedrige Kabinendruck simuliert werden konnte. Viele Tester hätten die servierten Speisen im simuliertem Flug als fade bewertet.

Nach Angaben der Wissenschaftlerin liegt die Geruchs- und Geschmacksschwelle bei niedrigem Druck höher, man rieche die Speisen und Getränke “als hätte man einen Schnupfen”. Dies führe dazu, dass beispielsweise der Geschmack von Salz, Zucker oder Kräutern in der Luft schwächer als am Boden wahrgenommen werde. Die Geschmacksschwelle von Säuren bleibe dagegen unverändert, weshalb etwa Soßen auf der Basis von Weißwein oder Zitrone schlecht angekommen seien, sagte die Wissenschaftlerin dem Blatt zufolge.

Rezepte werden angepasst

Die Lufthansa werde nun demnächst die Rezepte ihrer Bordmahlzeiten anpassen, sagte Lufthansa-Sprecherin Schwierholz. Demnächst werde mehr Salz und weniger Säure bei Speisen und Getränken eingesetzt. Im Einzelhandel hat Tomatensaft nur eine geringe Bedeutung:

Vier Prozent am Gesamtumsatz macht er etwa beim Hersteller “Amecke” aus, wie dessen Sprecherin Monika Lerch sagt. Orangensaft allein habe einen Anteil von 29 Prozent. Auch in den Lufthansa-Fliegern ist indes nicht Tomatensaft, sondern Wasser das beliebteste Getränk: 10,2 Millionen Liter verteilt die Fluggesellschaft jedes Jahr an die Passagiere.

Quelle: heute.de vom 11.02.2010

http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/4/0,3672,8032004,00.html

Fundstück aus vergangenen Zeiten / 1. Südamerika Brasilien Reise

Auf der CMT in Stuttgart hat uns ein langjähriger Kunde besucht.

In diesem Zusammenhang sind wir auch auf eine der ersten von Josef Miller organisierten Touren nach Südamerika zu sprechen gekommen.

Und zu dieser Tour habe ich tatsächlich noch die alten Reiseunterlagen gefunden.

Ein wirkliches Kleinod, schauen Sie einmal rein!

Sollten Sie gerne in den Genuss unserer neuen Reiseunterlagen kommen wollen, so freuen wir uns über eine Buchung! :-)

Karneval auf Trinidad & Tobago

Pulsierende Rhythmen, bunte Kostüme und überall karibische Lebensfreude. Anders als in Deutschland bereitet man sich derzeit auf den Karibikinseln Trinidad & Tobago nicht im Wintermantel und Schal auf den bevorstehenden Karneval vor. Die Feierlichkeiten werden dort alljährlich von Sonne, Calypso und Meeresrauschen begleitet.

Obwohl sich auf Trinidad & Tobago der eigentliche Karneval auf den Rosenmontag (den sogenannten J´Ouvert) und besonders den Faschingsdienstag beschränkt, leiten schon am Wochenende unzählige Soca- und Calypso-Bands den Auftakt ein.

Der eigentliche Karneval beginnt am Montag um 4 Uhr morgens. Zunächst wird sich hierfür noch eher düster verkleidet und angemalt, um böse Geister und Dämonen zu vertreiben. Tagsüber werden die Kostüme dann deutlich farbenfroher und typische karibische Rhythmen ertönen auf den Straßen. Dennoch gilt auch dieser Tag noch als letztes „Warm-up“ für den Faschingsdienstag:

Pünktlich um 8 Uhr morgens geben sich tausende Maskierte auf die Straßen der Hauptstadt Port of Spain, aber auch in anderen Städten Trinidads und Tobagos wird ausgelassen gefeiert. Überall hört man die berühmten Steelbands, Limbo-Wettbewerbe können beobachtet werden und die extravagantesten Kostüme werden gewählt, bis die Musik spätestens am Wochenende leiser wird und die Straßen vom vielen Konfetti wieder befreit sind.

Auf den beiden Karibikinseln hat der Karneval jedoch andere Einflüsse als bei uns in Europa. Man sagt, die Franzosen hätten ihn im 18. Jahrhundert eingeführt, damals hätte es aber zunächst nur prunkvolle Bälle für die reichen Kolonialherren gegeben. Die zahlreichen afrikanischen Sklaven mussten zuhause bleiben, ließen es sich jedoch nicht nehmen, ihre eigenen Feste mit Musik, Tanz und Verkleidung zu feiern.

Erst als die Sklaverei im 19. Jahrhundert abgeschafft wurde, verlagerten die Afrikaner den Karneval auf die Straßen, wo man heute Musik, kulinarische Köstlichkeiten und Traditionen der verschiedensten Ethnien genießen kann.

Während sich nun die Einwohner sowie viele glückliche Urlauber auf ein farbenfrohes Fest im Inselstaat Trinidad & Tobago freuen, blicke ich aus meinem Bürofenster in den scheinbar nie tauenden Schnee Deutschlands! Helau, helau…

Mit IBERIA häufiger nach Buenos Aires

Die spanische Fluggesellschaft Iberia erhöht das Angebot auf Flügen nach Südamerika weiter.

Mehr Dienste führen nun in die Hauptstadt Argentiniens. Mit nun 17 anstatt bisher 14 wöchentlichen Nonstop-Flügen nach Buenos Aires wurde das Angebot in die argentinische Metropole erhöht. Damit gibt es zwischen den beiden Hauptstädten Madrid und Buenos Aires montags, mittwochs und samstags je 3 Flüge. An allen anderen Tagen zwei Verbindungen. Zubringerflüge nach Madrid gibt es von 38 europäischen Städten.

Ecuador: Ein Hut mit falschem Namen

Von Karin Ceballos Betancur

Napoleon, Goldgräber und der alte Teddy Roosevelt sind Schuld am größten Missverständnis der Kopfbedeckungsgeschichte. Und für alle, die es immer noch nicht wissen: Der so genannte Panamahut stammt aus Ecuador – und von nirgendwo anders her!

Die Wunde sitzt tief, auch wenn sie eher zufällig geschlagen wurde. Eine nationale Schmach, die für hinterfotzige Fragen bei Quizsendungen taugt, wo die Antwort womöglich 5000 Euro wert wäre: Woher stammt der Panamahut? Wo wird der Panamahut hergestellt? Wer, Herrgott noch mal, produziert den Panamahut schon seit vielen Jahrhunderten? Manchmal ist es gut, einen Telefonjoker in Ecuador zu platzieren.

Zahllose Legenden ranken sich um das Missverständnis, das seinen Anfang im Jahr 1855 genommen haben soll, als die Hutmacher aus Montecristi, der Hauptstadt des sombrero de paja toquilla, des Hutes aus dem Stroh der Toquilla-Palme, einer endemischen Art, die nur an der ecuadorianischen Pazifikküste wächst, dem französischen Kaiser Napoleon III. eines ihrer Artefakte schickten. Weil der Hut in Panama eingeschifft wurde, glaubten die Franzosen, es handele sich um ein panamaisches Produkt. Man mag ein Stück historischer Gerechtigkeit darin erkennen, dass Napoleon III. später an Blasensteinen erkrankte.

Massenhaft verbreitet wurde das Missverständnis von Goldgräbern, die sich im Hafen von Panama auf dem Weg nach Kalifornien mit geflochtenem Sonnenschutz wappneten. Importiertem Sonnenschutz, wohlgemerkt. Alle aufklärerischen Hoffnungen zunichte machte schließlich US-Präsident Theodore Roosevelt, als er sich mit einem sombrero fino, einem besonders feinen Hut, fotografieren ließ. Anlass war der Besuch der Baustelle eines Kanals zwischen Nord- und Südamerika. Eines sehr großen Kanals. Sie wissen schon, wo.

Die Wunde schmerzt, bis heute. Man kann es sich ein bisschen so vorstellen, als hätte Fidel Castro beim Einmarsch der siegreichen Rebellen in Havanna 1959 ein Baguette unter dem Arm getragen und das Stangenweißbrot ginge heute weltweit unter der Bezeichnung “Pan Cubano” über die Verkaufstresen der Bäckereien.

GEFUNDEN IN …

Ecuador, Januar 2008

Wollte man den Stachel im Fleisch des Nationalstolzes geografisch verorten, säße er in Montecristi. Die Kleinstadt bei Manta besteht im Wesentlichen aus zwei Straßen, gesäumt von Hängematten, die im Wind baumeln, und Händlern, die Hüte in allen Farben und Formen anpreisen. Hier und da gehen Show-Flechter ihrer Arbeit nach. Alle drei Monate schneiden sie hier die frischen Palmblätter mit der Machete, immer dann, wenn sie sich gerade öffnen. Mit einem Kamm werden sie gestriegelt und vier Stunden lang in Wasser weich und weiß gekocht. Danach wird das Stroh mit Schwefel geräuchert, in der Sonne getrocknet und geflochten.

Gregorio Quirumbay, der schon vor zwei Jahren behauptet hat, dass er 85 Jahre alt ist, lebt mit Frau,Tochter, Enkeln und Urenkeln in einer Hütte am Rande von Sinchal. Er ist der älteste Flechter des Landes, seine Hüte, an denen er einen Monat lang arbeitet, verkauft er für zehn Dollar das Stück.

Er war 16 Jahre alt, als ihm ein Lehrer in der Schule das Flechten beibrachte. Früher, sagt Don Gregorio, kamen viele Flechter zu ihm, um sich die Hutmitte flechten zu lassen, die plantilla, das schwierigste Stück. “Jetzt”, sagt Don Gregorio, “kommt keiner mehr”. Die jungen Leute, sagt er, hätten ihre eigenen Techniken entwickelt. Es klingt nicht so, als halte er viel davon. Vor ein paar Jahren war er bei einer Schau in Guayaquil, um seine Hüte zu zeigen. Er erzählt, dass ein Tourist auf ihn zukam und etwas sagte, in dem das Wort “Panama” vorkam. “Ich hab gesagt: So, hier sind meine Hüte. Ich habe sie geflochten. Ich bin Ecuadorianer. Da wollen Sie mir ja wohl nicht sagen, dass das Panamahüte sind?”

Vielleicht hätten die Ecuadorianer im Sommer 2006 erwirken sollen, dass Don Gregorio eine Ansprache im Fußballstadion hält, als ihre Nationalelf gegen Deutschland spielte. Statt dessen ließ man 15.000 Strohhüte verteilen. Die Besucher werden sich gefreut haben. Über die Panamahüte von den netten Ecuadorianern

Quelle: spiegel online

El Salvador laut Lonely Planet das beste Reiseland

Auch für mich etwas überraschend wurde El Salvador gerade vom Lonely Planet Reiseführer als das beste Reiseland ausgezeichnet.

Den gesamten Artikel dazu finden Sie hier.

Wenn auch Sie eine Reise nach El Salvador planen, oder dieses noch völlig unentdeckte Land mit z.B. Guatemala kombinieren, wollen, so freuen wir uns auf Ihre Anfrage.

Buchtipp für alle Kuba-Interessierten

Der etwas andere Reisebericht „Havanna – Eine kubanische Reise“ von Reinhard Kleist wirft einen spannenden und unterhaltsamen Blick auf Kuba.

Besonders interessant wird das Buch durch die Gestaltung als Comic, welche die Erlebnisse des Autors untermalt und die Vorstellungskraft des Lesers unterstützt. Nicht durch reale Fotos, sondern durch die Zeichnungen Kleist’s erlebt man die Geschichten mit. Ich finde, das verschafft dem Buch einen ganz eigenen Pep.

Thematisch beschäftigt sich Kleist generell mit den Verhältnissen in Kuba, ohne aber den Leser in seiner Meinung zu beeinflussen oder irgendwelche Beurteilungen abzugeben. Es ist schlicht und einfach die Zusammenfassung einiger persönlicher Erlebnisse und Beobachtungen, die der Autor auf der 4-wöchigen Reise gemacht hat, eine Art Tagebuch. Man gewinnt interessante Einblicke in das Leben in Havanna, Trinidad und Viñales. Es handelt von ganz allgemeinen Themen wie Bus- und Taxifahren sowie von persönlichen Begegnungen mit Kubanern und den politischen Verhältnissen.

Meiner Meinung nach ist das Buch ein interessanter Blick auf Kuba, das einem viele Details vorführt, aber auch Raum für eigene Interpretationen lässt, und für alle Kuba-Freunde und –Interessierte bestimmt ein guter Tipp ist.

Reisebericht Kolumbien

Diesen interessanten Reisebericht über Kolumbien haben von unseren Kunden Rompf erhalten. Sie waren im November 2009 mit Miller Reisen in Kolumbien unterwegs.

Die Blühende Atacamawüste

Die Atacamawüste liegt im Norden Chiles zwischen den Anden und dem Pazifischen Ozean und ist die trockenste Wüste der Welt. Jedoch zwischen September und November ereignet sich ein unglaubliches Naturphänomen: eine blühende Wüste. Dieses faszinierende Ereignis passiert wegen dem globalen Klimaphänomen “El Niño”, das außergewöhnlichen Niederschlägen während dieser Monate verursacht. Die Küstennebel (Camanchaca) enthalten wegen einer Überhitzung der ufernahen Meeresströme ausreichend Feuchtigkeit, um über der Wüste abzuregnen.

Der Regnen führt dazu, dass große Mengen an Samen und Knollen zu Beginn des Frühlings in der südlichen Hemisphäre zu keimen beginnen. So blühen innerhalb kurzer Zeit unzählige gelbe, blaue und violettfarbene Blumen und Kräuter und verwandeln die trockenste Wüste der Welt in ein Meer von Blumen. Dieses Phänomen breitet sich vom Norden der Stadt Vallenar bis nördlich der Stadt Copiapo aus.

Die Blumen machen mehr als 200 Spezies aus, die Mehrzahl endemischer Art, die ausschließlich in dieser Region existiert. Die bekannteste Spezies ist:

- Garra de León („Löwentatze“)
- Pata de Guanaco („Pfote des Guanako“)
- Añañuca

Wenn Sie nach Norchile zwischen September und November fliegen, sollten Sie sich dieses Ereignis unbedingt anschauen.