Lateinamerika-Blog by Miller Reisen

Beiträge der Kategorie ‘Peru‘

Gewinner der Südamerika Posteraktion

In Zusammenarbeit mit LAN und den Partnern in Südamerika hat Miller Reisen für November zu einer Inforeise nach Peru eingeladen. Die Reise wird die Reisebüromitarbeiter in 10 Tagen zu den Höhepunkten des Landes führen. Von Lima über Arequipa und dem Titicacasee geht es nach Cuzco. Natürlich darf hier auch ein Abstecher zur erst Anfang des letzen Jahrhunderts entdeckten Inkaruine von Machu Picchu nicht fehlen. Als krönender Abschluss wartet auf die Teilnehmer noch ein Abstecher ins Amazonasgebiet, um sich mit eigenen Augen ein Bild von der dortigen Flora und Fauna zu machen.Miller-Reisen-Fenster

Nach einer mehr als bombastischen Rücklaufquote, konnten leider nur 2% aller Interessenten einen Platz bei der Traumreise ergattern. Parallel dazu hat Miller Reisen zu einer Schaufensterfotoaktion aufgerufen, worüber ein weiterer Platz für die Inforeise verlost wurde. Auch hier war die Reaktion der Reisebüros phänomenal.

 Leider konnte hierbei nicht das schönste, der vielen sehr kreativen Fotos prämiert werden. Das Los hat entschieden, dass Oliver Schlachtbauer von Grenzenlos Reisen in Hamburg den entsprechenden Platz bekommt. Alle Reisebüros, die in den letzten Wochen Ihrer Fantasie freien lauf ließen, geht in den nächsten Tagen ein kleines Trostpflaster zu.

Neuer Reisekatalog Perú-Bolivien-Ecuador 2010

Titel-PeruDer Lateinamerika-Spezialist Miller Reisen präsentiert aktuell den neuen Katalog für die Andenländer Perú, Bolivien, Ecuador sowie Kolumbien, Venezuela und Suriname.

Gerne senden wir Ihnen diesen und unsere weiteren Reisekataloge zu. Bestellen Sie einfach online das gewünschte Exemplar.

Wie immer erwartet Sie eines der umfangreichsten Programme mit Vorschlägen für individuelle Touren sowie für Kleingruppenreisen, die bereits ab 2 Personen durchgeführt werden. Freuen Sie sich u.a. auf einmalige Kombinationen von Perú, Bolivien und Nordchile sowie exklusive Galápagos-Kreuzfahrten.

Eine neue Aktivreise mit Trekking zum Machu Pichu führt vorbei an majestätischen Gipfeln, durch neun verschiedene Biozonen und über einen 4.600 Meter hohen Pass. Diese Trekkingtour durch die peruanischen Anden bietet täglich neue
Eindrücke einer faszinierenden Landschaft. Und abends ungewöhnlich viel Erholung, denn das erste Mal wird auf dieser Trekkingtour in komfortablen Lodges übernachtet.dreamstime_10044086_machu-Picchu
Durch die Anden wird meist von Zeltplatz zu Zeltplatz gewandert. Nicht so bei der 7‐tägigen „Mountain‐Lodges Perú“‐Reise.  Die ausgewählten Lodges bieten Entspannung in Outdoor‐Jakuzis oder bei traditionellen Abendessen.
Höhepunkt der Trekkingtour dürfte der spektakuläre Blick auf die Inkastadt Machu Picchu sein, den man kurz nach Überschreiten des Llactapata‐Passes genießt. Zu den Ruinen gelangt man zum Abschluss der Tour schließlich per Bus und Bahn.

Peru Bolivien Reise

Reisebericht von einem Miller Reisen Kunden:

Sehr geehrte Frau Harde,

wenn die Rückkehr von meiner Peru-Bolivien-Reise auch schon ein paar Wochen zurückliegt, möchte ich Ihnen doch noch kurz berichten.

Alpaka PeruDie Reise war für mich ein voller Erfolg. Die Organisation hat tadellos geklappt, und aus meiner Sicht war das Programm sehr gut und reichhaltig gestaltet. Die Qualität der Hotels war für mein Empfinden durchweg gut bis sehr gut. Ich kann diese Reise ohne Einschränkung empfehlen.

Natürlich hat die Reise auch dadurch gewonnen, dass wir nur drei Teilnehmer waren und wir uns gut verstanden haben. Auch hatten wir in der ganzen Zeit schönes Wetter. Und die touristisch wesentlichen Stätten waren nicht so überlaufen, wie das nach den Schilderungen der Führer in den vergangenen Jahren der Fall gewesen sein soll.

Mit der Höhe bin ich gut und problemlos zurechtgekommen. Bei dem kurzen Rundflug über die Nazca-Linien hat es Machu-Picchuder Pilot aber geschafft, dass es Zweien von uns Dreien anschließend übel war. Das Flugzeug war allerdings auch schon ein überaus betagtes Modell.

Ihre Reisebeschreibung könnte angesichts des reichhaltigen Programms durchaus ausführlicher und attraktiver sein. In Machu Picchu sollte von vornherein vorgesehen werden, die offizielle Besichtigung bei gutem Wetter gleich nach dem Einchecken in Aguas Calientes am Nachmittag zu machen. (Wir sind so verfahren.) Dann besteht am folgenden Vormittag die Möglichkeit, ein zweites Mal auf eigene Faust und Kosten nach Machu Picchu hochzufahren und die Dinge zu machen, die bei der ersten Besichtigung nicht zu schaffen sind, z. B. einen Aufstieg zum Sonnentor oder auf den Waynapicchu. Letzteres erfordert natürlich etwas Fitness, war für mich aber ein andenbahnbesonderes Highlight. Die Bahnfahrt von Cuzco nach Puno war ein reizvolles Erlebnis. Hier fehlt in der Programmbeschreibung der Hinweis auf die besondere Qualität dieses recht luxuriösen Sonderzuges. Wir hatten zuvor überhaupt keine Vorstellung von dieser Bahnfahrt und hätten uns um ein Haar entschlossen, trotz entsprechender Extrakosten die zeitlich etwas kürzere Busreise vorzuziehen, was im Nachhinein ein großer Fehler gewesen wäre. Der Zug kommt in Puno erst mit Einbruch der Dunkelheit an. Der im Programm erwähnte Nachmittag zur freien Verfügung ist nicht gegeben, was allerdings auch kein Beinbruch ist.

Mit freundlichen Grüßen

Wieland R.

Abenteuer Andenländer / Meine Reise nach Bolivien und Peru

Im April diesen Jahres stand eine Tour durch die beiden Andenländer Bolivien und Peru auf dem Programm. Nachdem die Anreise sich als etwas schwieriger herausstellte, kam ich dennoch gut in Santa Cruz / Bolivien an und konnte trotz der späten Stunde (es war immerhin 3 Uhr nachts) noch vom schwül heißen Klima profitieren.

hexenmarkt-in-la-pazLeider kommt es in Bolivien des Öfteren zu nicht vermeidbaren Streiks und Straßenblockaden, dies lässt sich leider auch nicht vermeiden, wenn Miller Reisen Mitarbeiter unterwegs sind. Da unsere örtliche Partneragentur dies aber nicht anders kennt und unvorhersehbare Zwischenfälle gewohnt ist, wurde der Reiseverlauf kurzerhand abgeändert. Nicht erst am nächsten Tag, wie ursprünglich geplant, sondern gleich am Ankunftstag ging die Reise somit weiter nach Sucre, der offiziellen Hauptstadt des Landes. Dort wurde ich von einer sehr entspannten Atmosphäre und faszinierender kolonialer Architektur erwartet. Meiner Meinung nach ist Sucre die schönste Stadt Boliviens. Von hier aus kann sonntags unter Anderem auch der bekannte Tarabuco Markt besucht werden, wo die Einheimischen Lebensmittel, aber auch Kunsthandwerk zum Kauf anbieten.

 Meine Reise ging von Sucre aus weiter nach Potosi. In der ehemals reichsten Stadt des Kontinents darf natürlich auch ein Besuch einer noch intakten Mine nicht fehlen. Ausgestattet mit Gummistiefeln und Cocablättern (als Geschenk für die Minenarbeiter) ging es somit hinein in den „Cerro Rico” (den „Reichen Berg”). Leider ist der Berg nicht mehr ganz so großzügig wie zu Kolonialzeiten, so dass der ehemalige Reichtum der Stadt nur noch selten sichtbar ist. Einzig die vielen Kirchen und einige herrschaftliche Kolonialhäuser zeugen von der Blütezeit.

salzseeVon Potosi ging es weiter nach Uyuni, am gleichnamigen Salzsee gelegen. Aufgrund der Abgelegenheit sucht man dort oftmals nach komfortablen Hotels, wird aber durch ein bestimmtes Hotel, komplett aus Salz gebaut überrascht. Für etwas abenteuerlustigere bietet sich auch ein Camp an, welches aber aufgrund der doch eher kühleren Temperaturen (immerhin liegt der Salzsee auf knapp 3.700 m) doch relativ luxuriös ausgestattet ist. Mit richtigen Betten, Toilettenzelt und Ofen. 

Aber nicht die Unterkünfte, sondern die Natur stehen hier eindeutig im Vordergrund. Neben der Fischinsel mit deren eindrucksvollen Kakteen, kann man nach einer Wanderung auch die Aussicht vom Thunupa Vulkan genießen. Befindet man sich in der Mitte des Salzsees, meint man, völlig vom weiss verschlungen zu werden. Immerhin ist man umgeben von 10 Milliarden Tonnen Salz auf einer Fläche von 12.000 km².

steinbaum Auch ein Abstecher zur roten Lagune durfte natürlich nicht fehlen. Man kann diese entweder von San Pedro de Atacama in Chile aus besuchen, oder aber wie ich von Uyuni aus. Bei Sonnenschein schimmert die Lagune aufgrund des Planktons rötlich und beherbergt viele tausend rosafarbene Flamingos. Auf der Strecke von Uyuni Richtung Süden geht es vorbei an kleinen Dörfern, aber auch kilometerlang, ohne auch nur einer Menschenseele zu begegnen,  gelangt man auf der Strecke auch zum „Arbol de Piedra” dem Steinbaum, dem wohl bekanntesten Stein in ganz Bolivien.

 Richtung Norden hieß es dann für mich Zug fahren. Kurz vor Mitternacht ging es in Uyuni los, um dann ausgeschlafen ;-) in Oruro anzukommen und gleich weiter nach La Paz, des Regierungssitzes von La Paz gebracht zu werden.

 Auch hier wurde ich wieder von den Besonderheiten Boliviens überrascht, so war z.B. ein Besuch der Plaza Murillo nicht möglich, da der aktuelle Präsident Evo Morales einen Hungerstreik machte, um sich gegen die Opposition durchzusetzen. Ganz normaler Alltag in Bolivien… Man muss immer mit Aktionen rechnen, die für uns relativ unüblich sind, die aber im Normalfall nicht gefährlich sind. In La Paz gibt es fast täglich Streiks. Den Alltag der Einheimischen stört das aber relativ wenig.

 In der auf ca. 4.000 m höchstgelegenen Großstadt der Welt, findet man neben Großstadtflair auch kleine Gassen und natürlich den bekannten Hexenmarkt, wo neben Ponchos, Pullovern, Taschen und Schmuck auch die geheimnisvollsten Zauberelixiere erstanden werden können. Nicht zu vergessen natürlich das östlich von La Paz gelegene Mondtal.titicacasee

 Für mich ging es von La Paz über die Ruinen von Tiahunaco nach Huatajata, direkt am Titicacasee gelegen. Von dort weiter mit dem Tragflügelboot über die Mond- zur Sonneninsel mit seiner einzigartigen Atmosphäre und dem unbeschreiblichen Ausblick über die Königskordillere.

Hier hieß es für mich Abschied nehmen von Bolivien und weiter ging’s nach Peru, aber das ist eine andere Geschichte…

 

 

 

Reisebericht Peru Reise

Diesen Reisebericht haben wir kürzlich von unserem Kunden Dr.-Ing. Joachim Müller erhalten:

Sehr geehrte Frau Mühe!

machu-picchu_istockphotoNach Rückkehr von einer wunderbaren Reise durch Peru wird es Zeit, dass ich mich bei Ihnen melde – aber nicht mit einer Beanstandung, sondern zunächst mit unserem nochmaligen Dank, dass Sie eine so kurzfristige Buchung durchführen konnten. Vor allem aber möchte ich Ihnen Dank und Anerkennung sagen für Ihre ausgezeichneten Partnerbüros in Peru und Bolivien. Ausnahmslos alle Organisationen haben tadellos geklappt – vom einfachen Transfer bis zur mehrtägigen Tour. Alle Reiseleiter und -innen waren gut bis sehr gut. Alle Hotels waren überraschend gut, weitgehend sehr gut. Der Service war ausnahmslos sehr freundlich und hilfsbereit. Was will man mehr – man kann unbeschwert schauen, staunen und genießen! (Dass die Touren z.T. sehr anstrengend waren, hatten wir nicht anders erwartet).

Wir genossen jede Stunde unserer Reise. Selbst ein Mitarbeiter Ihrer Konkurrenz hat mir bestätigt, dass Miller der höchst kompetente Spezialist ist. Unsere Weiterempfehlung ist Ihnen sicher.

Nochmals Anerkennung, Dank, die besten Wünsche für die Zukunft und viele Grüße!

Leckeres Rezept aus Peru: Pfefferpfanne

Für 4 Portionen:

600 gr. Schweinefilet, in dünne Scheiben geschnitten, 2 Zwiebeln, geachtelt und in einzelne Scheiben geteilt, 3 Paprikaschoten, je 1 rote, grüne und gelbe, in ca. 2 cm große Stücke geschnitten, Paprikapulver edelsüß, 200 ml Brühe, Knoblauch, 1 EL Sojasauce, 1 TL Senf mild, 250 ml saure Sahne, 125 ml Crème fraîche, 1 TL Mehl zum Binden, 1 TL Pfeffer rosa ganz, Petersilie fein gehackt, Salz und Pfeffer

bolreiseperubolivienmay-472Zubereitung:

Schweinefilet mit Salz und Pfeffer würzen und beidseitig scharf anbraten. Aus der Pfanne nehmen und warm stellen. Paprika und Zwiebeln im Bratensatz anbraten, bis die Zwiebel Blasen wirft. Aus der Pfanne nehmen und warm stellen.

Bratensatz mit etwas Paprikapulver bestäuben, mit Brühe ablöschen. Saure Sahne und Creme Fraiche mit dem Mehl verrühren, einrühren. Mit Salz, Pfeffer, Knoblauch, Senf, Sojasauce und evtl. einem Spritzer Worcestershiresauce abschmecken und kurz köcheln lassen.

Fleisch und Zwiebeln zurück in die Sauce geben, rosa Pfefferkörner dazugeben, kurz kochen lassen. Nochmals abschmecken und mit gehackter Petersilie bestreut servieren.

Dazu schmeckt Reis.

Mein Tipp:

Ein klasse Rezept – mit der Sojasoße und vor allem den rosa Pfefferkörnern eine tolle Kombination! Schmeckt auch sehr gut mit Putenfleisch.

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Corinna Kölz am 22. April 2009 in Peru, Rezepte

ARGE Lateinamerika: Reisen sind auch in Krisenzeiten stark gefragt

Die Arbeitsgemeinschaft Lateinamerika (ARGE) ist eine Organisation mit ca. 60 Mitgliedern in Form von Reiseveranstaltern. Ziel ist es gemeinsam den Tourismus in die Länder Lateinamerikas zu fördern. Deshalb bietet die ARGE Schulungen für Reisebüro-Mitarbeiter an, welche nun noch stärker ausgebaut werden sollen.

Auch wir – der Reiseveranstalter Miller Reisen - ist Mitglied in der ARGE Lateinamerika. Der gemeinsame Auftritt einiger ARGE Mitglieder auf zahlreichen Messen ermöglicht es, den Kunden Lateinamerika mit all seinen schönen Ländern schmackhaft zu machen.

cubamusiker-46381konvIm Hochsommer 2009 stehen zwei Berufsschulseminare in München auf dem Programm. Zusammen mit der Europäischen Reiseversicherung werden im Rahmen der Weltklasse-Experten-Akademie für Mitarbeiter der Best RMG Reisebüros zwei Tagesschulungen durchgeführt (20. Juni in München, 4. Juli in Frankfurt). An der Arge Roadshow können Reiseberater zwischen dem 8. und 10. September in Berlin, Hamburg und im Rheinland (Stadt steht noch nicht fest) teilnehmen. Argentinien präsentiert sich in Leipzig und Dresden (1. und 3. September). Informationen und Anmeldungen unter info@lateinamerika.org.

Der Tourismus in die Länder Lateinamerikas entwickelt sich zur Zeit stabiler als zu asiatischen Zielen. Erfreulich sei, dass Kolumbien nicht mehr nur bei Spezialisten sondern zunehmend in den Katalogen von Veranstaltern wie Dertour, Neckermann oder Studiosus präsent ist, so der der Arge-Vorsitzende Andreas Gross. “Das Land ist sicherer geworden, auch Rundreisen sind inzwischen problemlos machbar”, sagt er. Und: Angebot und Nachfrage bus_istock_47527511nach Kreuzfahrten in und um Südamerika steigen. Weniger begeistert ist Gross über die Preissteigerungen der Hotellerie in Brasilien, die zum Teil bei mehr als 20 Prozent liegen. Auch Peru sei teurer geworden.
Der Arge Lateinamerika haben sich drei weitere Unternehmen angeschlossen: Chiletouristik (Frankfurt), Perus Incoming Agentur Setours sowie Kontour Exklusiv Reisen, die Kolumbien und die Andenländer anbietet. Eine Übersicht über die Arge-Mitglieder sowie Infos über Lateinamerika fiden sich auch in der neuen Ausgabe des Magazins América Latina.

Welt der Wunder – Peru Reise Impressionen von Harald Schmidt

Peru bietet Stätten uralter Hochzivilisationen, darunter die ältesten von ganz Amerika. Dazu gibt es viel Natur, wohl alle Landschaftsformen – Wüste und Steppe, Hochgebirge und Gletscher, tropischen  Dschungel. Eine multikulturelle Gesellschaft aus amerikanischen, asiatischen, afrikanischen und europäischen Wurzeln mit sehr freundlichen Menschen empfängt den Gast aus Europa.  

Der Wagen rollt auf der Panamericana, der Schnellstraße, die Alaska mit der chilenischen Südspitze Feuerland verbindet, gen Norden aus der Hauptstadt Lima heraus. Nach den letzten Vorstadtsiedlungen, die sich aus wilden Slums entwickelt haben kommt die Wüste. Riesige gelbe Sanddünen wetteifern mit den dunkelgrauen Bergen, den Ausläufern der Anden, in der Ferne. Links braust irgendwo der Pazifik. „Die Pazifik-Küste Perus ist seit einigen tausend Jahren Wüste.”, erklärt Napoleon Cava, der seine chinesischen Vorfahren nicht verleugnen kann und in der Küstenregion lebt. „Es sind die Auswirkungen des kalten Humboldt-Stromes im Pazifik. Der Wind bläst die Wolken weg. Es bleibt trocken.” 

pyramide_peruZiel ist die heilige Stadt Caral 182 km nördlich von Lima im Tal des Flusses Supe. Erst seit etwa zehn Jahren graben die Archäologen hier unter Leitung der peruanischen Wissenschaftlerin Ruth Shady Solis. Ans Tageslicht sind aus dem Wüstensand die Ruinen der ältesten Zivilisation von ganz Amerika gekommen. Erst seit Anfang dieses Jahrtausends kann der Ort am Rio Supe diesen Superlativ führen. Eine Sensation, denn noch bis vor kurzer Zeit wurde das 3.000 Jahre alte Chavin de Huántar nahe der heutigen Stadt Huaraz  in den nördlichen Anden Perus als älteste Zivilisation Amerikas bezeichnet. Die Geschichte musste neu geschrieben werden… Archäologen fanden in Caral Knochen, Trompeten aus Muscheln, Flöten aus Pelikanknochen und Stricke, mit denen kleinere Steine für die Bauten zu Paketen zusammengebunden wurden. Diese organischen Materialien ermöglichten eine exakte Altersbestimmung mit der Radiokarbon-Methode. Das Ergebnis: Vor etwa 4.960 Jahren bauten Menschen hier eine Hauptstadt für 4.000 Einwohner als Zentrum von 20 umliegenden Städten und Siedlungen. Dieser erste Staat hatte keine äußeren Feinde und brauchte kein Militär. Die Religion hielt die Gesellschaft zusammen. Das bilden die vielen heiligen Stätten sowie gefundene Opfergaben ab. Dazu gehören Tonfiguren für die Fruchtbarkeit oder das Skelett eines 23jährigen Mannes, der rituell geopfert worden war und in der der freigelegten Hauptpyramide lag.

Bauer Dino aus dem Nachbardorf, der als Assistent der Wissenschaftler Caral bestens kennt, erklärt: „Die Bauern pflanzten damals wie wir heute Kürbis, Bohnen, Chili, Mais, Baumwolle, Mate oder Süßkartoffeln. Sie bauten Bewässerungskanäle.”

Zu dieser Zeit waren die Menschen von Caral anderen Kulturen auf dem amerikanischen Kontinent um 1.500 Jahre voraus. Sie hatten eine ähnliche Stufe wie die damaligen Gesellschaften in Mesopotamien, Ägypten, Indien und China erreicht. Das Besondere – Caral hatte zu diesen anderen Hochzivilisationen auf den anderen Erdteilen, die untereinander durch Handel verbunden waren, keinerlei Kontakt. Caral war eine isolierte Gesellschaft und entwickelte trotzdem eine hohe Zivilisation, die die Arbeitsteilung praktizierte, Wissenschaft, Technologien und Kunst entwickelte. Kenntnisse auf den Gebieten Astronomie, Geometrie, Arithmetik, Medizin, Kalender und Wetter, Verwaltung und Landwirtschaft waren auf hohem Niveau.

Die Ausgrabungen brauchen noch viel Zeit. Doch in den zehn Jahren wurde bereits viel geschafft: Freigelegt wurden in Caral einige Stufenpyramiden, die Grundmauern von Tempeln, Palästen, der Wohn- und Arbeitshäuser. Die Steine wurden beim Bau mit einem Lehm-Baumwollgemisch verbunden.

Beeindruckend ist die so genannte Große Pyramide mit 171 m Breite, 150 m Länge und 30 m Höhe als ein Zentrum vergangener Macht. Rätselhaft ist der dunkelgrau-grüne so genannte „Stehende Stein”, der im Zentrum von den sechs Pyramiden von Caral-Stadt und 32 im gesamten Staatsgebiet steht. Der 2,15 m hohe und 1,5 Tonnen schwere Obelisk aus Granit ist von einem Ort aus mindestens 150 km Entfernung geholt worden. In den Bergen der Umgebung gibt es diese Steinart nicht. „Wie das möglich war ohne Wagen – das ist bis heute ein Rätsel. Auch über den Verwendungszweck kann spekuliert werden. Diente er als Zeit- oder als Entfernungsmesser, für religiöse oder astronomische Zwecke ist eine unbeantwortete Frage.”, erklärt Bauer Dino stolz. Rätselhaft ist auch der Untergang dieser Hochkultur vor etwa 3.300 Jahren. Ist das politische System zusammengebrochen oder ist eine Dürreperiode die Ursache? Diese Frage kann noch nicht beantwortet werden. Als sicher gilt, dass die Einwohner von Caral beim Verlassen des Tales ihre Stadt selbst zerstörten.

„Diese Ausgrabungen in Caral sind auch in anderer Hinsicht etwas Besonderes.”, meint Leticia Gonzalez Mantilla. Sie studierte in Bonn Archäologie und führt heute den lamas_peruperuanischen Spezialreiseveranstalter South-American-Destination. „Es ist das erste Projekt in Peru, bei dem archäologische Forschung mit der einheimischen Bevölkerung und Tourismus verbunden wird. Die Archäologen stellen die Bauern der Umgebung nicht nur befristet als Hilfskräfte beim Ausbuddeln ein – so wie das bisher überall üblich ist. Sie schaffen ständige Arbeitsplätze als Touristenführer, Aufsicht, Handwerker oder Verkäufer. Das weckt die Motivation, diesen Arbeitsplatz zu schützen. In Caral wird wohl noch mehrere Jahrzehnte gegraben und geforscht werden. Diese Ausgrabungen sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die Infrastruktur in diesem ländlichen Gebiet wird entwickelt. 200 Arbeitsplätze hat die alte Caral-Kultur bereits heute geschaffen…”

Deutlich größere, allerdings wesentlich jüngere Pyramiden zum Zelebrieren von religiösen Ritualen und als Symbole der Macht gibt es überall in Nordperu. 26  gigantische Pyramiden wurden z. B. vor etwa 1000 Jahren aus ungebrannten Lehm-ziegeln nahe dem Dorf Tucumé von Hochkulturen vor den Inkas und den Spaniern erbaut. Begonnen hatte den Bau Sicán-Volk, andere Zivilisationen setzten das Werk fort. Besonders beeindruckend ist die riesige Pyramide Huaca Largha, die 700 m lag, 270 m breit und 30 m hoch ist – sozusagen ein von Menschenhand gebauter Berg – ein Tempelberg. „Mit insgesamt 260 Pyramiden im Gebiet ist es die größte Pyramidenstadt der Welt.”, erzählt mein Freund Napoleon wie ein Feldherr von der Spitze eines der Großbauwerke. Die Gegend ist eigentlich trocken, aber wenn es regnet, dann regnet es kräftig. Tropische Regengüsse haben im Laufe der Jahrhunderte ihre Spuren hinterlassen. Die Pyramiden sind ‚faltig’ geworden…

 

markt_peruDie Dame am Ticketschalter im provisorischen Container bleibt hart. Intensives Betteln hilft nicht. Die Tempelpyramiden El Brujo (der Hexer) 60 km nördlich der wunderbar erhaltenen Kolonialstadt Trujillo können nach langer Pause wieder besichtigt werden. Die Attraktion aber bleibt im benachbarten Beton-Hochsicherheitstrakt bis zur Eröffnung im März 2009 unter Verschluss: Die Mumie der Señora von Cao – wie eine 1700 Jahre alte Mumie von den Wissenschaftlern genannt wird. Sie lag nahe der Spitze der Pyramide Huaca de Cao mit einem geopferten jungen Mädchen begraben. Goldschmuck und andere wertvolle Grabbeigaben lassen auf eine höher gestellte Person schließen. Geheimnisvolle Tätowierungen und Waffen im Grab der jungen Frau mit langem schwarzem Haar geben heute den Wissenschaftlern Rätsel auf. Die Mumie, deren Fund erst vor drei Jahren für Schlagzeilen sorgte, gehörte zum Volk der Mochica. Das Gebiet dieser Pyramiden wird von den Archäologen als „Ebene der Fossilien” bezeichnet. Vor 60 Jahren begann man hier zu graben und zu forschen. Dieses Tal wird seit 5000 Jahren von Menschen besiedelt – von den ersten Fischern Perus bis zu den Hochkulturen der Mochica, Lambayeque, Chimu und den Spaniern als Kolonialherren.

Von der Stadt Huaraz führt die Straße Richtung Norden im Tal des Rio Santa zwischen den Schwarzen und Weißen Kordilleren vorbei an der Höhle Gusee_peruitarreros. Hier wurden bis zu 12.600 Jahre alte Spuren menschlicher Besiedlung entdeckt. Hinter Yungay, dem im Mai 1970 durch ein Erdbeben und einer Schlammlawine völlig zerstörten Ort, führt eine schmale Gebirgsstraße in die Weißen, weil mit Schnee bedeckten, Kordilleren vor bei am Huascaran, dem mit 6.768 m höchsten Berg von Peru. Es ist wohl eine der schönsten Bergketten von Südamerika. Mehrere Sechstausender reihen sich dicht aneinander. Eine Serpentinenpiste führt zu einer atemberaubenden Schlucht. An den Steilwänden halten sich unzählige Bromelien fest. Auf 3.800 m Höhe erreicht die schmale, staubige Piste die mit Gletscherwasser gefüllten Llanganuco-Lagunen – ein Seengebiet unglaublicher Schönheit inmitten der Berge.

 Harald Schmidt, Leipzig (LEIF)

Urwaldabenteuer meiner Peru / Bolivien Reise

Urwald_PeruEinzigartige Erlebnisse im Regenwald Perus und Boliviens hatte ich während einer Reise im April 2008. Bei einem 1 wöchigen Aufenthalt in dieser Region hatte ich die Gelegenheit, 3 verschiedene Lodges zu besuchen. Für mich war es das erste Mal im Regenwald, und ich war sehr gespannt, was mich da erwarten würde.
Ein bisschen Angst hatte ich vor den vielen Tieren und auch Bedenken wegen des Wetters, da es im Regenwald besonders in der Regenzeit wahrscheinlich oft regnen würde. Gut gerüstet mit Moskitoschutz, langärmliger Kleidung und Fotoapparat landete ich dann auf dem Flughafen in Puerto Maldonado, wo mein Guide mich am Flughafen schon freudig erwartete.
Zuerst besichtigten wir sozusagen als Einstimmung auf die wilde Tierwelt eine Schlangenfarm in Puerto Maldonado. Beeindruckt von der Schönheit dieser Tiere (noch hinter einer schützenden Glasfront) starteten wir dann auf einem kleinen Motorkanu in Richtung Bolivien zur ersten Lodge, der Heath Wildlife Lodge auf bolivianischem Territorium.Schlange_Urwald
Die Fahrt auf dem Tambopata River und dem Heath River dauerte ca. 8 Stunden. Während der Fahrt war ich begeistert von der Regenwald Szenerie links und rechts des Flusses. Pagageien flogen über uns her, man konnte Affen brüllen hören und ab und zu einen Kaiman im Fluss sehen. Das letzte Stück bis zur Lodge legten wir während des Sonnenuntergangs zurück, einmalig. In der Lodge angekommen, empfing uns das Personal der Lodge mit Taschenlampen am Bootssteg und wir wanderten zu unseren Bungalows. Nach einem leckeren Abendessen im Gemeinschaftshaus der Heath Wildlife Lodge stand noch eine kurze Wanderung an, auf der wir eine schwarze Tarantel in ihrem Nest am Baum gesehen haben. Ich hätte nicht gedacht dass die so groß werden können. Der Guide erklärte uns noch das Programm für den folgenden Tag und wir gingen dann in die Bungalows zum Kraft tanken für den nächsten Tag. Vor lauter Geräuschen aus dem umliegenden Regenwald konnte ich gar nicht so recht schlafen, es war so spannend und so anders als zu Hause.

Frosch_urwald_peruAm nächsten Morgen verließen wir noch vor dem Frühstück die Lodge um mit dem Kanu zur Papageienlehmlecke zu fahren. An der Lehmlecke bietet sich frühmorgens bei Sonnenaufgang ein Naturschauspiel der besonderen Art, da die Papageien zum fressen hinkommen und die Lehmlecke mit ein wenig Glück von vielen Exemplaren in bunten Farben bevölkert wird. Wir sahen uns das Ereignis aus einiger Entfernung von der Flussmitte aus an, geschützt in einem großen Boot, auf welchem man durch kleine Sichtfenster die Tiere ungestört beobachten konnte. Während dieser Beobachtung gab es sogar Frühstück auf dem Boot.
Am Vormittag kehrten wir zurück zur Lodge und machten einige kleine Wanderungen auf den befestigten Pfaden rings um die Logde, vielleicht hätten wir sogar einen Jaguar sehen können. Aber tagsüber bekommt man diese Tiere wohl eher nicht zu Gesicht. Aber dafkaiman_urwald_peruür Affen und Schmetterlinge. Das Abendprogramm bestand aus einem Ausflug auf den Heath River, um Kaimane zu sehen. Bei Dunkelheit leuchten die Augen der Kaimane aus dem Fluss heraus, wir haben sehr viele Kaimane gesehen. Natürlich aus sicherer Entfernung.

Am nächsten Tag verließ ich die Heath Wildlife Lodge in Richtung Sandoval Lake Logde. Auf dem Weg im Motorkanu dahin besuchten wir ein Dorf mit Einheimischen, schenkten den Kindern kleine Mitbringsel aus Deutschland, und kauften den Frauen schönen selbstgebastelten Schmuck ab. Die Kanufahrt zum Bootssteg der Sandovallogde dauerte ca. 4 Stunden, das letzte Stück wanderten wir in Gummistiefeln in ca. 1 Stunde ducrh teilweise meterhohen Schlamm hindurch. Dann ging es mit einem Kanu über den Sandovalsee, welcher an der Lodge liegt. Die wunderschöne Lage der Logde an einem See inmitten des Regenwaldes entschädigte sofort für die vorab als etwas beschwerliche empfundene Anreise. In dieser Lodge verbrachte ich 1 Nacht, und genoss die Wanderungen auf dem Wegenetz des Regenwaldes. So viele schöne und teilweise riesige Pflanzen hatte ich vorher noch nie gesehen. Bisher hatte es übrigens noch kaum geregnet, obwohl ja Regenzeit war. Am nächsten Tag ging die Reise weiter über denurwald_peru_05 Tambopata River zur Tambopata Libertador Lodge. In dieser luxuriösen Lodge blieb ich für 2 Nächte.

Mein Guide der beiden vorhergehenden Lodges übergab mich sozusagen an einen neuen Guide, welcher mir dann in 2 Tagen das Gebiet um die Tambopata Logde zeigte. Endlich hatte ich das Glück einer frei kriechenden gelben Schlange zu begegnen, welcher aber vor lauter Angst ziemlich schnell wieder im Dickicht des Dschungels verschwunden war. Ich hatte wirklich all meinen Mut zusammengenommen und nichts gegen eine Anakonda einzuwenden gehabt, aber vielleicht war es gut so dass die Schlange doch bloss ganz klein und gleich wieder weg war…
An den Abenden beobachteten wir Kaimane. Und tagsüber machten wir einen Ausflug zu einem Oxbow See, auf dem wir uns im Piranha-Fischen versuchten. Einen habe ich gefangen, die anderen alle der Guide. Eine Obstplantage haben wir auch besucht, und Mangos, Bananen, Kaffe und Kakao geerntet.

Spinne_urwald_peruIch habe mir insgesamt nur 3 Mückenstiche zugezogen, wahrscheinlich weil ich trotz der Hitze die ganze Zeit in langärmligen Sachen und festen Schuhen unterwegs war… Und der Regen ab und zu war erträglicher als so mancher Regentag zu Hause. Und es hat mich entgegen meiner Befürchtungen auch kein wildes Tier angefallen, vielleicht ist das den Guides zu verdanken, welche die Tiere vor mir gewarnt haben.

Nach einer Woche im Regenwald musste ich leider die Rückreise antreten, als ich mich gerade erst richtig daran gewöhnt hatte. Aber fest steht dass ich irgendwann einmal in den Regenwald zurückkehren möchte, vielleicht mache ich dann eine Flusskreuzfahrt auf dem Amazonas?