Lateinamerika-Blog by Miller Reisen

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Eine gratis Woche Galapagosyacht für Frau Rodamer

galapagos blaufussKurzfristig stand uns im Sommer diesen Jahres eine kostenlose Kabine auf der Galapagos Yacht Seaman II zur Verfügung. Diese haben wir vielen tausenden Reisebüromitarbeitern Deutschlands und den umliegenden Ländern angeboten. Entsprechend gross war auch die Resonanz. Die Telefonleitungen bei Miller Reisen liefen mehrere Tage heiß. Frau Rodamer vom Rodamer Reisebüro in Grafenau, aber war die schnellste und konnte sich somit über eine Woche Galapagos freuen. Herzlichen Glückwunsch nochmals nachträglich.

Hier was Sie auf Galapagos erlebt hat:

GALAPAGOS  vom  06. – 13. Juli 2009   

Nach einer problemlosen Anreise von Frankfurt via Madrid war ich sehr überrascht von einem angenehmen Flug mit LAN und dem sehr modernen Airport Guayaquil.

Der erneute Check in dort für Galapagos verlief reibungslos. Die Schalter sind  dank der Beschreibung mit den Reiseunterlagen problemlos zu  finden. Etwas mehr Geduld und Wartezeit ist in Galapagos einzuplanen, die Kontrollen der Immigration sind sehr gründlich aber natürlich auch sinnvoll.

Die Guides: waren sehr kompetent, zurückhaltend, sehr nett und freundlich, englischsprachig

Die Crew: sehr guter Service, sehr hilfsbereit bei den dry und wet landings, sehr gute Pangas.

Die SEAMAN II: So luxuriös und komfortabel hatte ich es mir an Bord nicht vorgestellt !

Genügend Platz in der Kabine / Stauraum für Gepäck, alles war sehr sauber, sehr guter Service und gutes abwechslungsreiches  Essen. Ein bequemes Sonnendeck mit schönen Liegen und Platz zum entspannen. Absolut für jedermann zu empfehlen

Wetter: Temperaturen um die 22 Grad, Himmel ab und zu bedeckt, nur  ab und zu etwas Regen und windig, Landgänge waren immer ohne Regenschutz in sommerlicher Freizeitkleidung  möglich.

Isla Española

In den frühen Morgenstunden nimmt die Seaman II Kurs auf die Isla Española, wo wir nach dem Frühstück in dergalapagos seeloewen Gardner Bay an Land gehen. An diesem schönen weissen Sandstrand räkeln sich die Seelöwen faul in der Sonne oder schlafen seelenruhig, während wir ihnen zum Fotografieren unglaublich nah kommen können. Die Zutraulichkeit der Tiere bzw. ihre fehlende Scheu vor Menschen fasziniert uns auch auf den anderen Inseln des Galápagos-Archipels immer wieder. Nachmittags spazieren wir in Punta Suárez an rot-schwarzen Meerleguanen, den berühmten Blaufuß-Tölpeln, brütenden Albatrossen und vielen anderen Seevögeln vorbei und bestaunen noch die schönen Blow Holes an der Steilküste.

Isla Floreana

In der Lagune von Punta Cormorant sind leider nur ein paar Flamingos zu sehen, aber dafür sind auf den Lavafelsen der Sting Ray Bay viele schöner rote Klippenkrabben sowie einige der hervorragend getarnten Lavaechsen unterwegs. Nachmittags besuchen wir die berühmte Postoffice Bay mit dem Faß.

Isla Santa Cruz

Hier stehen die Riesenschildkröten von Galápagos auf dem Programm: zunächst morgens in der Butterfly Ranch, wogalapagos man diese seltsamen Tiere in freier Wildbahn beobachten kann, und nachmittags in der Charles Darwin Research Station, wo es umfangreiche Aufzuchtprogramme für die verschiedenen Schildkröten-Unterarten der einzelnen Inseln gibt. Sobald die Schildkröten ein gewisses Alter erreicht haben, werden sie auf der jeweiligen Insel ausgewildert. Ein Bummel durch die Stadt mit etwas Shopping und  ist  eine willkommene Abwechslung und trotzdem freut man sich schon wieder sehr auf die Weiterfahrt.

Isla Isabela

Nach einer sehr schaukeligen Nacht gehen wir gegen Morgen vor der Isla Isabela vor Anker. Der erste Landausflug am Punta Moreno führt durch eine faszinierende Landschaft mit bizarren Lavaformationen, kleinen Lagunen, Kakteen und einem schönen Vulkan im Hintergrund.

Am Nachmittag umrunden wir zunächst mit den Beibooten kleine Lavainseln mit Galápagos-Pinguinen, Blaufuß-Tölpeln, den flugunfähigen Galápagos-Kormoranen und einigen Meerleguanen, bevor wir durch ein Mangrovengebiet fahren, in dem eine herrliche Ruhe herrscht. Am nächsten Morgen erleben wir in der Urbina Bay die orange-braunen Galápagos-Landleguane in ihrer natürlichen Umgebung und ich kann mich beim Fotografieren kaum zurückhalten, da sie mir so gut gefallen. Da hier beim Einbruch des Kalderabodens vom La Cumbre-Vulkan  neue Landmassen aus dem Meer gehoben wurden, gibt es an einigen Stellen noch tolle abgestorbene Korallenbänke zu sehen. Als wir zurück zum Strand spazieren, nehmen uns die auf einigen nahen Felsen sitzenden Galápagos-Bussarde kaum zur Kenntnis.

Isla Fernandina

In Punta Espinoza besuchen wir die “Marine Iguana City”, wo Hunderte von Meerleguanen in großen Gruppen zusammenleben. Während die meisten Leguane faul in der Sonne liegen und in regelmäßigen Abständen Salz spucken, sehen wir auch einige im Wasser schwimmen. Fernandina ist die jüngste Insel im Galápagos-Archipel mit hoher vulkanischer Aktivität.Den letzten Ausbruch des La Cumbre im April dieses Jahres konnten die Passagiere der Seaman II vom Boot aus beobachten. Gegen 17:30 Uhr überqueren wir an diesem Tag den Äquator, was wir gemeinsam mit dem Kapitän auf der Kommandobrücke mit einem Cocktail begießen. In dieser Nacht ächzt der Katamaran ganz ordentlich über den donnernden Wellen, da wir im offenen Ozean unterwegs sind.

Isla Bartolomé und Isla Plaza Sur

Schon um 06:00 Uhr früh steigen wir auf der Insel Bartolomé zu einem Aussichtspunkt hinauf, da wir den Ausblick in Ruhe genießen wollen, bevor die Passagiere des ebenfalls hier ankernden großen Kreuzfahrtschiffes sich auf den Weg machen. Die Landschaft beeindruckt mit ihren zahlreichen Vulkankegeln und dem farbenfrohen Vulkangestein, auch wenn die beiden Buchten wegen des bewölkten Himmels leider nicht so schön türkis leuchten wie in den Reiseprospekten. Später am Morgen scheint dann doch noch die Sonne auf den berühmten Pinnacle Rock. Nach einem Tankstopp auf der Insel Baltra, wo sich die Großtankstelle für alle Tourboote befindet, steht nachmittags mit Plaza Sur unser letzter Inselausflug auf dem Programm. Am Landungssteg erwarten uns schon die verspielten und total zutraulichen Seelöwen, über die man fast hinüber steigen muss. In einer wunderschönen Landschaft mit Kakteenbäumen treffen wir noch einmal auf Landleguane, zahlreiche Seevögel und große Schwärme grünlicher Fische, die man von der Steilküste aus im Meer beobachten kann.

In der letzten Nacht auf der Seaman II erwischt viele zum Schluss doch noch die Seekrankheit, da wir auf dem Rückweg nach San Christóbal stundenlang gegen Wind und Wellen ankämpfen. Dann heißt es Abschied nehmen von diesen schönen Inseln mit ihrer einzigartigen Tierwelt und einem tollen Schiff, dessen Crew uns eine Woche lang verwöhnt hat.

Der Süden Kolumbiens: Nariño

blancos-y-negroNariño ist das südwestlichste Department Kolumbiens und grenzt zu Ecuador. Die weltberühmte Panamericana führt geradewegs durch. Nariño ist ein sehr abwechslungsreiches und spezielles Department. An der Pazifikküste im Westen wird es von den Nachfahren afroamerikanischer Einwanderer bevölkert, der Osten hat sogar Kontakt zu den letzten “Kilometern” des Amazonas-Regenwaldes und im Zentrum überwiegen riesige Andengebirge, die sich hier aus Ecuador kommend in drei Kordilleren aufteilen. Aufgrund dieser landschaftlichen Diversität bietet Nariño eine einzigartige Mischung von Kultur und Geographie.

Eines der wichtigen Feste ist der “Karneval der Schwarzen und Weissen”, der jedes Jahr Anfang Januar gefeiert wird und einen authentischen Ausdruck der lokalen Kultur darstellt. Die malerische “Laguna de la Cocha”, nur 23km ausserhalb Pastos gelegen, der Hauptstadt des Departments, und Tumaco, direkt am Pazifik gelegen, inmitten exotisch tropischer Landschaften, wo Archaeologen Spuren der Tumaco-Kultur gefunden haben, gehören zu den weiteren Höhepunkten dieser Region.

ARGE Lateinamerika: Reisen sind auch in Krisenzeiten stark gefragt

Die Arbeitsgemeinschaft Lateinamerika (ARGE) ist eine Organisation mit ca. 60 Mitgliedern in Form von Reiseveranstaltern. Ziel ist es gemeinsam den Tourismus in die Länder Lateinamerikas zu fördern. Deshalb bietet die ARGE Schulungen für Reisebüro-Mitarbeiter an, welche nun noch stärker ausgebaut werden sollen.

Auch wir – der Reiseveranstalter Miller Reisen - ist Mitglied in der ARGE Lateinamerika. Der gemeinsame Auftritt einiger ARGE Mitglieder auf zahlreichen Messen ermöglicht es, den Kunden Lateinamerika mit all seinen schönen Ländern schmackhaft zu machen.

cubamusiker-46381konvIm Hochsommer 2009 stehen zwei Berufsschulseminare in München auf dem Programm. Zusammen mit der Europäischen Reiseversicherung werden im Rahmen der Weltklasse-Experten-Akademie für Mitarbeiter der Best RMG Reisebüros zwei Tagesschulungen durchgeführt (20. Juni in München, 4. Juli in Frankfurt). An der Arge Roadshow können Reiseberater zwischen dem 8. und 10. September in Berlin, Hamburg und im Rheinland (Stadt steht noch nicht fest) teilnehmen. Argentinien präsentiert sich in Leipzig und Dresden (1. und 3. September). Informationen und Anmeldungen unter info@lateinamerika.org.

Der Tourismus in die Länder Lateinamerikas entwickelt sich zur Zeit stabiler als zu asiatischen Zielen. Erfreulich sei, dass Kolumbien nicht mehr nur bei Spezialisten sondern zunehmend in den Katalogen von Veranstaltern wie Dertour, Neckermann oder Studiosus präsent ist, so der der Arge-Vorsitzende Andreas Gross. “Das Land ist sicherer geworden, auch Rundreisen sind inzwischen problemlos machbar”, sagt er. Und: Angebot und Nachfrage bus_istock_47527511nach Kreuzfahrten in und um Südamerika steigen. Weniger begeistert ist Gross über die Preissteigerungen der Hotellerie in Brasilien, die zum Teil bei mehr als 20 Prozent liegen. Auch Peru sei teurer geworden.
Der Arge Lateinamerika haben sich drei weitere Unternehmen angeschlossen: Chiletouristik (Frankfurt), Perus Incoming Agentur Setours sowie Kontour Exklusiv Reisen, die Kolumbien und die Andenländer anbietet. Eine Übersicht über die Arge-Mitglieder sowie Infos über Lateinamerika fiden sich auch in der neuen Ausgabe des Magazins América Latina.

Eine Reise mit der Bahn in Ecuador

Noch zu Beginn des letzten Jahrhunderts wurde die Bahnstrecke zwischen der ecuadorianischen Küste und den Anden bejubelt und bei der Einweihung 1908 lange gefeiert. Nachdem vor mehr als 30 Jahren der Betrieb, der angeblich schwierigsten Bahnstrecke der Welt, eingestellt wurde, gibt es für viele Bahnbegeisterte, aber auch für Nostalgiker Grund zum Optimismus. Nach enormem Aufwand und Investitionen in zweistelliger Millionensumme, soll die ursprüngliche Bahnstrecke Ende März teilweise wieder eröffnet werden. Der erste Abschnitt, dessen Eröffnung in naher Zukunft, neben den schon vorhandenen Highlights des Landes, eine weitere Touristenattraktion bieten wird, ist die Strecke Quito – El Boliche (Cotopaxi). Kurz darauf ist dann auch die Eröffnung der Strecke El Boliche – Latacunga und Ende des Jahres sogar die Restaurierung der kompletten Strecke von Quito nach Riobamba geplant, von wo auch heute schon der Zug Richtung Teufelsnase startet.

teufelsnasen_zugIch selbst bin schon mehrere Male auf der abenteuerlichen Strecke durch die Anden gefahren. Bis vor gut einem Jahr war das noch auf dem Dach sitzend, mit Kissen und warmen Getränken ausgestattet, möglich. In der Zwischenzeit ist die ecuadorianische Regierung zu dem Schluss gekommen, dass dies vielleicht nicht die sicherste Variante ist, Gäste zu befördern. Vor allem wenn man bedenkt, dass der Zug nicht selten auch entgleist. Dennoch war die Fahrt natürlich immer spannend, da man einen tollen Panoramablick vom Dach auf die Landschaft hatte. Aber auch vom Zugabteil aus, kann man die Fahrt in vollen Zügen und sicher auch komfortabler und in wesentlich wärmerer Umgebung genießen. Alleine schon die Fahrt zur Teufelsnase ist aber eine Reise wert. Vom Zug aus hat man darüber hinaus immer den schneebedeckten Chimborazo im Blickfeld. Wer gerne auf dem Dach des Zuges reist, für den gibt es einen privaten Schienenbus (siehe Bild anbei).

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