Lateinamerika-Blog by Miller Reisen

Beiträge der Kategorie ‘Ecuador‘

Ausbruch des Vulkans Tungurahua/Ecuador

Nach 6 Stunden intensiver vulkanischer Aktivität am vergangenen Freitag informierte der Direktor des Geophysikalischen Institutes, am Montag den 31.05.10, dass die Aktivität des Tungurahua sich stabilisiert hat. Dennoch werden  5 bis 15 Erschütterungen pro Stunde registiert, die teilweise auch in Ambato, Riobamba und Latacunga bemerkt werden. Dennoch treten nur wenig Gase und Gesteinsbrocken aus, allerdings könne eine weitere Eruption nicht ausgeschlossen werden.

Durch die für den Turungahua eine charakteristische variable Aktivität, werden weiterhin die Vorsichtsmaßnahmen beibehalten .

Nach einer kurzfristigen Schließung des Flughafens Guayaquil, wurde am Samstag nachmittag der normale Betrieb wieder aufgenommen.

Für Kunden die sich in der Gegend um den Tungurahua aufhalten, werden wir natürlich Alternativrouten anbieten, um die Gegend weitläufig zu meiden.

Reisen nach Ecuador werden mit dieser Ausnahme grundsätzlich wie geplant durchgeführt. Auch das Naturparadies Galapagos ist nicht beeinträchtigt.

LAN Ecuador fliegt auf die Galapagos-Inseln

Auf der Internetseite der Zeitschrift FVW ist heute folgender Artikel erschienen:

LAN Ecuador fliegt ab September täglich die Galapagos-Inseln gleich von zwei Städten des Landes aus an. Davon profitieren auch Langstrecken-Passagiere aus Europa.

Die Airline der südamerikanischen LAN-Gruppe steuert das Archipel im Pazifik ab September von Ecuadors Hauptstadt Quito sowie von Guayaquil aus an. Für LAN-Passagiere aus Europa besteht dabei von Guayaquil aus ein direkter Anschluss an die Inseln mit ihrer einzigartigen Tierwelt. Zum Einsatz kommt dabei ein Airbus A-318.

In ihrem ersten Betriebsjahr auf dem ecuadorianischen Binnenmarkt hat LAN Ecuador mehr als eine halbe Million Passagiere auf den Routen zwischen Quito, Guayaquil und Cuenca befördert. Zuvor war die sieben Jahre alte Fluggesellschaft allein auf internationalen Strecken in Richtung USA und Europa sowie nach Chile und Argentinien unterwegs.

Ecuador: Ein Hut mit falschem Namen

Von Karin Ceballos Betancur

Napoleon, Goldgräber und der alte Teddy Roosevelt sind Schuld am größten Missverständnis der Kopfbedeckungsgeschichte. Und für alle, die es immer noch nicht wissen: Der so genannte Panamahut stammt aus Ecuador – und von nirgendwo anders her!

Die Wunde sitzt tief, auch wenn sie eher zufällig geschlagen wurde. Eine nationale Schmach, die für hinterfotzige Fragen bei Quizsendungen taugt, wo die Antwort womöglich 5000 Euro wert wäre: Woher stammt der Panamahut? Wo wird der Panamahut hergestellt? Wer, Herrgott noch mal, produziert den Panamahut schon seit vielen Jahrhunderten? Manchmal ist es gut, einen Telefonjoker in Ecuador zu platzieren.

Zahllose Legenden ranken sich um das Missverständnis, das seinen Anfang im Jahr 1855 genommen haben soll, als die Hutmacher aus Montecristi, der Hauptstadt des sombrero de paja toquilla, des Hutes aus dem Stroh der Toquilla-Palme, einer endemischen Art, die nur an der ecuadorianischen Pazifikküste wächst, dem französischen Kaiser Napoleon III. eines ihrer Artefakte schickten. Weil der Hut in Panama eingeschifft wurde, glaubten die Franzosen, es handele sich um ein panamaisches Produkt. Man mag ein Stück historischer Gerechtigkeit darin erkennen, dass Napoleon III. später an Blasensteinen erkrankte.

Massenhaft verbreitet wurde das Missverständnis von Goldgräbern, die sich im Hafen von Panama auf dem Weg nach Kalifornien mit geflochtenem Sonnenschutz wappneten. Importiertem Sonnenschutz, wohlgemerkt. Alle aufklärerischen Hoffnungen zunichte machte schließlich US-Präsident Theodore Roosevelt, als er sich mit einem sombrero fino, einem besonders feinen Hut, fotografieren ließ. Anlass war der Besuch der Baustelle eines Kanals zwischen Nord- und Südamerika. Eines sehr großen Kanals. Sie wissen schon, wo.

Die Wunde schmerzt, bis heute. Man kann es sich ein bisschen so vorstellen, als hätte Fidel Castro beim Einmarsch der siegreichen Rebellen in Havanna 1959 ein Baguette unter dem Arm getragen und das Stangenweißbrot ginge heute weltweit unter der Bezeichnung “Pan Cubano” über die Verkaufstresen der Bäckereien.

GEFUNDEN IN …

Ecuador, Januar 2008

Wollte man den Stachel im Fleisch des Nationalstolzes geografisch verorten, säße er in Montecristi. Die Kleinstadt bei Manta besteht im Wesentlichen aus zwei Straßen, gesäumt von Hängematten, die im Wind baumeln, und Händlern, die Hüte in allen Farben und Formen anpreisen. Hier und da gehen Show-Flechter ihrer Arbeit nach. Alle drei Monate schneiden sie hier die frischen Palmblätter mit der Machete, immer dann, wenn sie sich gerade öffnen. Mit einem Kamm werden sie gestriegelt und vier Stunden lang in Wasser weich und weiß gekocht. Danach wird das Stroh mit Schwefel geräuchert, in der Sonne getrocknet und geflochten.

Gregorio Quirumbay, der schon vor zwei Jahren behauptet hat, dass er 85 Jahre alt ist, lebt mit Frau,Tochter, Enkeln und Urenkeln in einer Hütte am Rande von Sinchal. Er ist der älteste Flechter des Landes, seine Hüte, an denen er einen Monat lang arbeitet, verkauft er für zehn Dollar das Stück.

Er war 16 Jahre alt, als ihm ein Lehrer in der Schule das Flechten beibrachte. Früher, sagt Don Gregorio, kamen viele Flechter zu ihm, um sich die Hutmitte flechten zu lassen, die plantilla, das schwierigste Stück. “Jetzt”, sagt Don Gregorio, “kommt keiner mehr”. Die jungen Leute, sagt er, hätten ihre eigenen Techniken entwickelt. Es klingt nicht so, als halte er viel davon. Vor ein paar Jahren war er bei einer Schau in Guayaquil, um seine Hüte zu zeigen. Er erzählt, dass ein Tourist auf ihn zukam und etwas sagte, in dem das Wort “Panama” vorkam. “Ich hab gesagt: So, hier sind meine Hüte. Ich habe sie geflochten. Ich bin Ecuadorianer. Da wollen Sie mir ja wohl nicht sagen, dass das Panamahüte sind?”

Vielleicht hätten die Ecuadorianer im Sommer 2006 erwirken sollen, dass Don Gregorio eine Ansprache im Fußballstadion hält, als ihre Nationalelf gegen Deutschland spielte. Statt dessen ließ man 15.000 Strohhüte verteilen. Die Besucher werden sich gefreut haben. Über die Panamahüte von den netten Ecuadorianern

Quelle: spiegel online

Zugfahrt zur Teufelsnase in Ecuador geschlossen

Laut Information der ecuadorianischen Zuggesellschaft „Empresa de Ferrocarriles Ecuatorianos“ werden ab März 2010 umfangreiche Wartungsarbeiten an der Strecke zur Teufelsnase zwischen Alausí und Sibambe durchgeführt werden. Die Wartungsarbeiten, die der Verbesserung der Strecke dienen, beginnen am 04.03.10 und werden bis mindestems zum 04.07.10. andauern. Innerhalb dieses Zeitraums kann die Strecke zur Teufelsnase nicht bedient werden. Natürlich werden Reisende, die auf diese Strecke gebucht sind, mit einem Alternativprogramm versorgt werden.

Wir bedauern den langen Zeitraum, in der die Teufelsnase nicht besucht werden kann, freuen uns aber, dass ab Juli auf einer frisch gewarteten Strecke gereist werden kann.

Rückmeldung von Kunden die nach Venezuela gereist sind:

meridaNach 2 ½ Wochen Bergtouren in Ecuador haben wir uns wie geplant mit unseren Frauen in Quito getroffen. Cacao hat auch schon auf uns gewartet und ins Hotel gebracht.

Ich muss Sie, Miller, Cacao, Joe in Merida und alle sonstigen Beteiligten in den höchsten Tönen loben. Es hat alles geklappt. Wir sind immer von einem zum anderen weitergereicht worden, und es gab immer einen Ansprechpartner. Der Kontakt war entweder in deutsch oder englisch möglich, manchmal auch mit Händen und Füssen in spanisch. Die Hotels waren ausgezeichnet und manche (z. B. in Merida und Ciudad Bolivar) mit viel Geschmack orchideeeingerichtet, die Lodges wunderschön gelegen, das Hängemattencamp auf der Insel Raton abenteuerlich. Die Flüge haben alle geklappt und das Gepäck war immer da.

Der zeitliche Ablauf für die fünf Highlights Venezuela war genau richtig. Ich könnte Ihnen von jedem dieser Highlights lange vorschwärmen. In den Llanos gab es hunderte von Kaimanen, Leguane, Wasserschweine und exotische Vögel. Der Flug nach Canaima in der kleinen Maschine war etwas ganz besonderes. Ebenso die anschließende Bootsfahrt entlang der Tafelberge zum Salto Angel, bei der man mit dem Einbaum Katarakte hinauffährt und canaimadie Übernachtung in den Hängematten; oder die Wanderung hinter den Wasserfällen. Der Urwald im Orinoco-Delta war beeindruckend, inkl. der Tarantel, die wir in der Hütte hatten. Allein die Insel Margarita ist eine Reise wert.

Vorteilhaft bei der Stadtbesichtigung von Ciudad Bolivar wäre, weniger oder gar nicht mit dem Boot zu fahren, sondern dafür die Stadt ausgiebiger zu Fuß zu besichtigen.

Eine gratis Woche Galapagosyacht für Frau Rodamer

galapagos blaufussKurzfristig stand uns im Sommer diesen Jahres eine kostenlose Kabine auf der Galapagos Yacht Seaman II zur Verfügung. Diese haben wir vielen tausenden Reisebüromitarbeitern Deutschlands und den umliegenden Ländern angeboten. Entsprechend gross war auch die Resonanz. Die Telefonleitungen bei Miller Reisen liefen mehrere Tage heiß. Frau Rodamer vom Rodamer Reisebüro in Grafenau, aber war die schnellste und konnte sich somit über eine Woche Galapagos freuen. Herzlichen Glückwunsch nochmals nachträglich.

Hier was Sie auf Galapagos erlebt hat:

GALAPAGOS  vom  06. – 13. Juli 2009   

Nach einer problemlosen Anreise von Frankfurt via Madrid war ich sehr überrascht von einem angenehmen Flug mit LAN und dem sehr modernen Airport Guayaquil.

Der erneute Check in dort für Galapagos verlief reibungslos. Die Schalter sind  dank der Beschreibung mit den Reiseunterlagen problemlos zu  finden. Etwas mehr Geduld und Wartezeit ist in Galapagos einzuplanen, die Kontrollen der Immigration sind sehr gründlich aber natürlich auch sinnvoll.

Die Guides: waren sehr kompetent, zurückhaltend, sehr nett und freundlich, englischsprachig

Die Crew: sehr guter Service, sehr hilfsbereit bei den dry und wet landings, sehr gute Pangas.

Die SEAMAN II: So luxuriös und komfortabel hatte ich es mir an Bord nicht vorgestellt !

Genügend Platz in der Kabine / Stauraum für Gepäck, alles war sehr sauber, sehr guter Service und gutes abwechslungsreiches  Essen. Ein bequemes Sonnendeck mit schönen Liegen und Platz zum entspannen. Absolut für jedermann zu empfehlen

Wetter: Temperaturen um die 22 Grad, Himmel ab und zu bedeckt, nur  ab und zu etwas Regen und windig, Landgänge waren immer ohne Regenschutz in sommerlicher Freizeitkleidung  möglich.

Isla Española

In den frühen Morgenstunden nimmt die Seaman II Kurs auf die Isla Española, wo wir nach dem Frühstück in dergalapagos seeloewen Gardner Bay an Land gehen. An diesem schönen weissen Sandstrand räkeln sich die Seelöwen faul in der Sonne oder schlafen seelenruhig, während wir ihnen zum Fotografieren unglaublich nah kommen können. Die Zutraulichkeit der Tiere bzw. ihre fehlende Scheu vor Menschen fasziniert uns auch auf den anderen Inseln des Galápagos-Archipels immer wieder. Nachmittags spazieren wir in Punta Suárez an rot-schwarzen Meerleguanen, den berühmten Blaufuß-Tölpeln, brütenden Albatrossen und vielen anderen Seevögeln vorbei und bestaunen noch die schönen Blow Holes an der Steilküste.

Isla Floreana

In der Lagune von Punta Cormorant sind leider nur ein paar Flamingos zu sehen, aber dafür sind auf den Lavafelsen der Sting Ray Bay viele schöner rote Klippenkrabben sowie einige der hervorragend getarnten Lavaechsen unterwegs. Nachmittags besuchen wir die berühmte Postoffice Bay mit dem Faß.

Isla Santa Cruz

Hier stehen die Riesenschildkröten von Galápagos auf dem Programm: zunächst morgens in der Butterfly Ranch, wogalapagos man diese seltsamen Tiere in freier Wildbahn beobachten kann, und nachmittags in der Charles Darwin Research Station, wo es umfangreiche Aufzuchtprogramme für die verschiedenen Schildkröten-Unterarten der einzelnen Inseln gibt. Sobald die Schildkröten ein gewisses Alter erreicht haben, werden sie auf der jeweiligen Insel ausgewildert. Ein Bummel durch die Stadt mit etwas Shopping und  ist  eine willkommene Abwechslung und trotzdem freut man sich schon wieder sehr auf die Weiterfahrt.

Isla Isabela

Nach einer sehr schaukeligen Nacht gehen wir gegen Morgen vor der Isla Isabela vor Anker. Der erste Landausflug am Punta Moreno führt durch eine faszinierende Landschaft mit bizarren Lavaformationen, kleinen Lagunen, Kakteen und einem schönen Vulkan im Hintergrund.

Am Nachmittag umrunden wir zunächst mit den Beibooten kleine Lavainseln mit Galápagos-Pinguinen, Blaufuß-Tölpeln, den flugunfähigen Galápagos-Kormoranen und einigen Meerleguanen, bevor wir durch ein Mangrovengebiet fahren, in dem eine herrliche Ruhe herrscht. Am nächsten Morgen erleben wir in der Urbina Bay die orange-braunen Galápagos-Landleguane in ihrer natürlichen Umgebung und ich kann mich beim Fotografieren kaum zurückhalten, da sie mir so gut gefallen. Da hier beim Einbruch des Kalderabodens vom La Cumbre-Vulkan  neue Landmassen aus dem Meer gehoben wurden, gibt es an einigen Stellen noch tolle abgestorbene Korallenbänke zu sehen. Als wir zurück zum Strand spazieren, nehmen uns die auf einigen nahen Felsen sitzenden Galápagos-Bussarde kaum zur Kenntnis.

Isla Fernandina

In Punta Espinoza besuchen wir die “Marine Iguana City”, wo Hunderte von Meerleguanen in großen Gruppen zusammenleben. Während die meisten Leguane faul in der Sonne liegen und in regelmäßigen Abständen Salz spucken, sehen wir auch einige im Wasser schwimmen. Fernandina ist die jüngste Insel im Galápagos-Archipel mit hoher vulkanischer Aktivität.Den letzten Ausbruch des La Cumbre im April dieses Jahres konnten die Passagiere der Seaman II vom Boot aus beobachten. Gegen 17:30 Uhr überqueren wir an diesem Tag den Äquator, was wir gemeinsam mit dem Kapitän auf der Kommandobrücke mit einem Cocktail begießen. In dieser Nacht ächzt der Katamaran ganz ordentlich über den donnernden Wellen, da wir im offenen Ozean unterwegs sind.

Isla Bartolomé und Isla Plaza Sur

Schon um 06:00 Uhr früh steigen wir auf der Insel Bartolomé zu einem Aussichtspunkt hinauf, da wir den Ausblick in Ruhe genießen wollen, bevor die Passagiere des ebenfalls hier ankernden großen Kreuzfahrtschiffes sich auf den Weg machen. Die Landschaft beeindruckt mit ihren zahlreichen Vulkankegeln und dem farbenfrohen Vulkangestein, auch wenn die beiden Buchten wegen des bewölkten Himmels leider nicht so schön türkis leuchten wie in den Reiseprospekten. Später am Morgen scheint dann doch noch die Sonne auf den berühmten Pinnacle Rock. Nach einem Tankstopp auf der Insel Baltra, wo sich die Großtankstelle für alle Tourboote befindet, steht nachmittags mit Plaza Sur unser letzter Inselausflug auf dem Programm. Am Landungssteg erwarten uns schon die verspielten und total zutraulichen Seelöwen, über die man fast hinüber steigen muss. In einer wunderschönen Landschaft mit Kakteenbäumen treffen wir noch einmal auf Landleguane, zahlreiche Seevögel und große Schwärme grünlicher Fische, die man von der Steilküste aus im Meer beobachten kann.

In der letzten Nacht auf der Seaman II erwischt viele zum Schluss doch noch die Seekrankheit, da wir auf dem Rückweg nach San Christóbal stundenlang gegen Wind und Wellen ankämpfen. Dann heißt es Abschied nehmen von diesen schönen Inseln mit ihrer einzigartigen Tierwelt und einem tollen Schiff, dessen Crew uns eine Woche lang verwöhnt hat.

Der Süden Kolumbiens: Nariño

blancos-y-negroNariño ist das südwestlichste Department Kolumbiens und grenzt zu Ecuador. Die weltberühmte Panamericana führt geradewegs durch. Nariño ist ein sehr abwechslungsreiches und spezielles Department. An der Pazifikküste im Westen wird es von den Nachfahren afroamerikanischer Einwanderer bevölkert, der Osten hat sogar Kontakt zu den letzten “Kilometern” des Amazonas-Regenwaldes und im Zentrum überwiegen riesige Andengebirge, die sich hier aus Ecuador kommend in drei Kordilleren aufteilen. Aufgrund dieser landschaftlichen Diversität bietet Nariño eine einzigartige Mischung von Kultur und Geographie.

Eines der wichtigen Feste ist der “Karneval der Schwarzen und Weissen”, der jedes Jahr Anfang Januar gefeiert wird und einen authentischen Ausdruck der lokalen Kultur darstellt. Die malerische “Laguna de la Cocha”, nur 23km ausserhalb Pastos gelegen, der Hauptstadt des Departments, und Tumaco, direkt am Pazifik gelegen, inmitten exotisch tropischer Landschaften, wo Archaeologen Spuren der Tumaco-Kultur gefunden haben, gehören zu den weiteren Höhepunkten dieser Region.

ARGE Lateinamerika: Reisen sind auch in Krisenzeiten stark gefragt

Die Arbeitsgemeinschaft Lateinamerika (ARGE) ist eine Organisation mit ca. 60 Mitgliedern in Form von Reiseveranstaltern. Ziel ist es gemeinsam den Tourismus in die Länder Lateinamerikas zu fördern. Deshalb bietet die ARGE Schulungen für Reisebüro-Mitarbeiter an, welche nun noch stärker ausgebaut werden sollen.

Auch wir – der Reiseveranstalter Miller Reisen - ist Mitglied in der ARGE Lateinamerika. Der gemeinsame Auftritt einiger ARGE Mitglieder auf zahlreichen Messen ermöglicht es, den Kunden Lateinamerika mit all seinen schönen Ländern schmackhaft zu machen.

cubamusiker-46381konvIm Hochsommer 2009 stehen zwei Berufsschulseminare in München auf dem Programm. Zusammen mit der Europäischen Reiseversicherung werden im Rahmen der Weltklasse-Experten-Akademie für Mitarbeiter der Best RMG Reisebüros zwei Tagesschulungen durchgeführt (20. Juni in München, 4. Juli in Frankfurt). An der Arge Roadshow können Reiseberater zwischen dem 8. und 10. September in Berlin, Hamburg und im Rheinland (Stadt steht noch nicht fest) teilnehmen. Argentinien präsentiert sich in Leipzig und Dresden (1. und 3. September). Informationen und Anmeldungen unter info@lateinamerika.org.

Der Tourismus in die Länder Lateinamerikas entwickelt sich zur Zeit stabiler als zu asiatischen Zielen. Erfreulich sei, dass Kolumbien nicht mehr nur bei Spezialisten sondern zunehmend in den Katalogen von Veranstaltern wie Dertour, Neckermann oder Studiosus präsent ist, so der der Arge-Vorsitzende Andreas Gross. “Das Land ist sicherer geworden, auch Rundreisen sind inzwischen problemlos machbar”, sagt er. Und: Angebot und Nachfrage bus_istock_47527511nach Kreuzfahrten in und um Südamerika steigen. Weniger begeistert ist Gross über die Preissteigerungen der Hotellerie in Brasilien, die zum Teil bei mehr als 20 Prozent liegen. Auch Peru sei teurer geworden.
Der Arge Lateinamerika haben sich drei weitere Unternehmen angeschlossen: Chiletouristik (Frankfurt), Perus Incoming Agentur Setours sowie Kontour Exklusiv Reisen, die Kolumbien und die Andenländer anbietet. Eine Übersicht über die Arge-Mitglieder sowie Infos über Lateinamerika fiden sich auch in der neuen Ausgabe des Magazins América Latina.

Eine Reise mit der Bahn in Ecuador

Noch zu Beginn des letzten Jahrhunderts wurde die Bahnstrecke zwischen der ecuadorianischen Küste und den Anden bejubelt und bei der Einweihung 1908 lange gefeiert. Nachdem vor mehr als 30 Jahren der Betrieb, der angeblich schwierigsten Bahnstrecke der Welt, eingestellt wurde, gibt es für viele Bahnbegeisterte, aber auch für Nostalgiker Grund zum Optimismus. Nach enormem Aufwand und Investitionen in zweistelliger Millionensumme, soll die ursprüngliche Bahnstrecke Ende März teilweise wieder eröffnet werden. Der erste Abschnitt, dessen Eröffnung in naher Zukunft, neben den schon vorhandenen Highlights des Landes, eine weitere Touristenattraktion bieten wird, ist die Strecke Quito – El Boliche (Cotopaxi). Kurz darauf ist dann auch die Eröffnung der Strecke El Boliche – Latacunga und Ende des Jahres sogar die Restaurierung der kompletten Strecke von Quito nach Riobamba geplant, von wo auch heute schon der Zug Richtung Teufelsnase startet.

teufelsnasen_zugIch selbst bin schon mehrere Male auf der abenteuerlichen Strecke durch die Anden gefahren. Bis vor gut einem Jahr war das noch auf dem Dach sitzend, mit Kissen und warmen Getränken ausgestattet, möglich. In der Zwischenzeit ist die ecuadorianische Regierung zu dem Schluss gekommen, dass dies vielleicht nicht die sicherste Variante ist, Gäste zu befördern. Vor allem wenn man bedenkt, dass der Zug nicht selten auch entgleist. Dennoch war die Fahrt natürlich immer spannend, da man einen tollen Panoramablick vom Dach auf die Landschaft hatte. Aber auch vom Zugabteil aus, kann man die Fahrt in vollen Zügen und sicher auch komfortabler und in wesentlich wärmerer Umgebung genießen. Alleine schon die Fahrt zur Teufelsnase ist aber eine Reise wert. Vom Zug aus hat man darüber hinaus immer den schneebedeckten Chimborazo im Blickfeld. Wer gerne auf dem Dach des Zuges reist, für den gibt es einen privaten Schienenbus (siehe Bild anbei).