Lateinamerika-Blog by Miller Reisen

Beiträge der Kategorie ‘Brasilien‘

ARGE Lateinamerika: Reisen sind auch in Krisenzeiten stark gefragt

Die Arbeitsgemeinschaft Lateinamerika (ARGE) ist eine Organisation mit ca. 60 Mitgliedern in Form von Reiseveranstaltern. Ziel ist es gemeinsam den Tourismus in die Länder Lateinamerikas zu fördern. Deshalb bietet die ARGE Schulungen für Reisebüro-Mitarbeiter an, welche nun noch stärker ausgebaut werden sollen.

Auch wir – der Reiseveranstalter Miller Reisen - ist Mitglied in der ARGE Lateinamerika. Der gemeinsame Auftritt einiger ARGE Mitglieder auf zahlreichen Messen ermöglicht es, den Kunden Lateinamerika mit all seinen schönen Ländern schmackhaft zu machen.

cubamusiker-46381konvIm Hochsommer 2009 stehen zwei Berufsschulseminare in München auf dem Programm. Zusammen mit der Europäischen Reiseversicherung werden im Rahmen der Weltklasse-Experten-Akademie für Mitarbeiter der Best RMG Reisebüros zwei Tagesschulungen durchgeführt (20. Juni in München, 4. Juli in Frankfurt). An der Arge Roadshow können Reiseberater zwischen dem 8. und 10. September in Berlin, Hamburg und im Rheinland (Stadt steht noch nicht fest) teilnehmen. Argentinien präsentiert sich in Leipzig und Dresden (1. und 3. September). Informationen und Anmeldungen unter info@lateinamerika.org.

Der Tourismus in die Länder Lateinamerikas entwickelt sich zur Zeit stabiler als zu asiatischen Zielen. Erfreulich sei, dass Kolumbien nicht mehr nur bei Spezialisten sondern zunehmend in den Katalogen von Veranstaltern wie Dertour, Neckermann oder Studiosus präsent ist, so der der Arge-Vorsitzende Andreas Gross. “Das Land ist sicherer geworden, auch Rundreisen sind inzwischen problemlos machbar”, sagt er. Und: Angebot und Nachfrage bus_istock_47527511nach Kreuzfahrten in und um Südamerika steigen. Weniger begeistert ist Gross über die Preissteigerungen der Hotellerie in Brasilien, die zum Teil bei mehr als 20 Prozent liegen. Auch Peru sei teurer geworden.
Der Arge Lateinamerika haben sich drei weitere Unternehmen angeschlossen: Chiletouristik (Frankfurt), Perus Incoming Agentur Setours sowie Kontour Exklusiv Reisen, die Kolumbien und die Andenländer anbietet. Eine Übersicht über die Arge-Mitglieder sowie Infos über Lateinamerika fiden sich auch in der neuen Ausgabe des Magazins América Latina.

Brasilien weitet Amazonas-Schutzgebiete aus

amazonasWir haben kürzlich diesen Artikel unter ORF.at gefunden und können nur sagen: Weiter so!

Die Regierung des brasilianischen Bundesstaats Amazonas hat die Errichtung von sechs Schutzgebieten mit einer Gesamtfläche von mehr als 23.000 Quadratkilometern angekündigt. Das entspricht einer Fläche von Niederösterreich und dem Burgenland zusammen.

Mit diesen neuen Flächen werden laut einer Aussendung der Umweltschutzorganisation WWF Lücken im Amazon Region Protected Areas Programme (ARPA) geschlossen. Das ARPA ist ein von der brasilianischen Regierung und dem WWF im Jahr 2002 ins Leben gerufenes Projekt.
affedreamstime796922-48242oDamit soll bis 2012 ein Schutzgebietsnetzwerk von 600.000 Quadratkilometern – zwölf Prozent des brasilianischen Regenwaldes – geschaffen werden. Unter anderen sind auch die Weltbank und die deutsche Gesellschaft für Entwicklungszusammenarbeit daran beteiligt.

Mit den Schutzgebieten sollen die Folgen des Straßenbaus für den Amazonas eingedämmt werden.

Rezept aus Brasilien- Pão de Queijo

caipirinhaIch möchte Euch einen leckeren Snack aus Brasilien vorstellen. Die Pão de Queijo (Brot aus Käse) sind kleine Käsebällchen die ofenwarm besonders gut zu einem Caipirinha aber auch zu Bier oder Wein passen. Es gibt nicht nur ein, sondern mehrere Rezepte. Das Rezept, das ihr anbei seht, ist von einer brasilianischen Praktikantin die für Miller Reisen in Deutschland gearbeitet hat. Sie hat nach diesem Rezept, zur Freude aller, einige Male für uns Mitarbeiter Pão de Queijo gemacht.

 Zutaten:

500 gr Tapioca-Mehl (man soll dieses in asiatischen Geschäften bekommen), 200 ml Milch, 200 ml Öl, 250 gr Käse (Gouda oder Parmesan), 5 Eier, 1 EL Salz

Zubereitung:

Nr.1 = Das Öl, die Milch, den Käse und das Salz in einem Topf zumKochen bringen.

Nr.2 = Das Tapioca-Mehl in einer Schüssel mit dem warmen Teig von Nr. 1 mischen.

Nr.3 = Die Eier zum Teig geben und gut kneten.

Nr.4 = Den Teig dann ca. eine Stunde ruhen lassen.

Nr.5 = Den festen Teig zu Kugeln formen und auf einem Backblech verteilen. Die Kugeln ca. 25 Min. bei 200 Grad backen. Sie sollten aus dem Ofen genommen werden bevor sie braun sind.

Viel Spaß beim Backen und Verkosten der Pão de Queijo aus Brasilien!!!

Brasilien – Insidertipp Peninsula de Maraú

Peninsula de Marau

Peninsula de Maraú

Der Nordosten Brasiliens mit seiner afro-brasilianischen Kulturmetropole Salvador da Bahia besticht durch pulsie- rende Rhythmen, eine ausgeprägte Lebenslust, eine Vielzahl palmengesäumter Strände, pittoreske Fischerdörfer sowie unzählige Ausflugsmöglichkeiten. Als Top-Geheimtipp unter Brasilien-Liebhabern gilt die Halbinsel von Maraú mit ihren kilometerlangen naturbelassenen Sandstränden, unend- lichen Mangrovenwäldern, atlantischem Regenwald, traumhaften vorgelagerten Inseln, Süßwasserseen sowie farbenfrohen Korallenriffen. Aufgrund ihrer geografischen Abgeschiedenheit hat sich die Halbinsel ihre natürliche und kulturelle Identität bewahren können.

In der sehr persönlich geführten Strand-Pousada Lagoa do Cassange erwartet den Gast eine herzliche familiäre Atmosphäre sowie sehr gute brasilianische Küche. Ein abwechslungsreiches Aktivprogramm bestehend aus erlebnisreichen Wanderungen, Wassersportmöglichkeiten in den Süßwasserseen sowie im Meer, Boots-, Tauch- sowie Jeeptouren runden das einzigartige Maraú-Erlebnis ab.

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Pousada Lagoa do Cassange

 Die Peninsula de Maraú erreicht man von Salvador da Bahia sowohl mit dem Flugzeug (ca. 2 Stunden) als auch auf dem Landweg (ca. 5 Stunden). Unser Tipp: Wählen Sie für die Anreise die Fahrt über Land und genießen Sie die atemberaubende und abwechslungsreiche Landschaft. Den Rückweg können Sie dann bequem mit dem Flugzeug antreten.

Weitere Informationen zur Peninsula de Maraú gibt es im Internet oder bei unseren Brasilien-Experten.

Die Legende der Iguazu (Iguaçu) Wasserfälle im Dreiländereck Brasilien, Argentinien, Paraguay

iguacuIguazu - übersetzt die „Großen Wasser” – liegt im Dreiländereck Argentinien - Brasilien - Paraguay und ein Besuch dieses einmaligen Naturschauspiels ist ein MUSS für jeden Südamerika-Reisenden.

Im Jahre 1542, während einer Reise über den Atlantik nach Asuncion in Paraguay, entdeckte der Spanier Alvar Nunez Cabeza de Vaca die von ihm benannten „Santa Maria Fälle”. Dieser Name konnte sich nie etablieren und so entstand der einfache Name „Große Wasser” = Iguazu.

Um 1609 kamen die ersten Jesuiten Missionare in die Region der Guarani, der Einwohner der Provinz Corrientes und Missiones. Deren Hauptaufgabe war, die Indianer zu „evangelisieren” und Ihnen Bildung und Organisation beizubringen. Die Guarani und die Jesuiten Priester bildeten ein in Lateinamerika einzigartiges Netzwerk – in über 30 Städten waren sie präsent, bis in den Süden von Brasilien und Paraguay.

1768 wurden die Jesuiten wegen politischen Streitigkeiten mit der spanischen Krone vertrieben, und der Iguazu Nationalpark wurde 1934 gegründet – ein Gebiet von ca. 67.620 Hektar Fläche. 40 Jahre später erklärte die UNESCO den Park zum Weltnaturerbe.

Im Park ist immer noch sehr deutlich der Einfluss der Guarani-Ureinwohner zu spüren. Die Handarbeiten und auch die Sprache der Guarani sind die wichtigsten Hilfsmittel zum Erhalt deren Kultur. Sie leben in einem „Reservat” am Rande der Stadt Iguazu.

Die Legende der Fälle:

Vor ganz langer Zeit lebte eine riesige Schlage namens „Mbói” im Iguazu Fluss. Einmal im Jahr warfen die Guarani eine junge schöne Frau in den Fluss als Opfer für Mbói. Viele Stämme, auch die weit entfernten, wurden zu dieser Zeremonie eingeladen. Während einer dieser Zeremonien traf „Tarobá” ein junger Häuptling, die schöne „Naipí”, welche als Opfergabe ausgesucht wurde. Er versuchte mit allen Mitteln, Naipí zu retten und sprach mit den obersten Stammesherren. Aber alles was er versuchte war erfolglos. Deshalb entführte er Naipí in der Nacht vor der Zeremonie und floh über den Fluss. Als Mbói bemerkte, dass die Jungen entflohen, windete er sich sehr wütend unten im Fluß und erreichte so, dass die Felsen zu beben begannen und sich durch dieses Erzittern der Erde das große Kliff bildete, heute genannt die Iguazu Fälle.

Als Strafe für Naipí und Tarobá verwandelte Mbói die beiden in Bäume, diese stehen heute im oberen Teil der Fälle. Es wird erzählt, dass das Wasser, welches die Fälle hinunterfließt, das wunderschöne Haar von Naipí wäre und dass sich Mboí hinter dem Teufelschlund – dem größten und mächtigsten Wasserfall in diesem Gebiet – versteckt, um die jungen Liebenden voneinander fern zu halten. Jedoch, an sonnigen Tagen, verbindet die jungen Liebenden der große und einmalige Regenbogen miteinander und erinnert uns an deren einzigartige Liebe.

Endlich ist die Entstehung der berühmten und beeindruckenden Iguazú- Wasserfälle geklärt, und wenn dabei eine so schöne und romantische Legende dahintersteckt, umso besser… nur schade, dass solche Romanzen oft unglücklich enden müssen… fast wie im richtigen Leben.

Boi Bumba Festival in Parintins, Brasilien / am Ufer des Amazonas

Jährlich findet in der letzten Juniwoche das Boi Bumba Festival in Parintins in Brasilien statt. Parintins liegt am rechten Ufer des Rio Amazonas auf der Insel „Tupinambarana”, eine 420 km lange Reise auf dem Amazonas von Manaus entfernt.

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Das Fest hat seinen Ursprung in der Kultur der lokalen Indianer. Dieses Fest ist, nach dem Karneval in Rio de Janeiro, eines der bedeutendsten Volksfeste Brasiliens.

Bei diesem eindrucksvollen und spektakulären Fest geht es darum welches Team (Bumba) die Leute am meisten beeindruckt.

Die Teams bestehen aus den „Blauen” und aus den „Roten”. Zur farblichen Abgrenzung der Teams wird vor nichts zurückgeschreckt. Es wird alles in Rot bzw. Blau gehalten. Selbst die Wände der Häuser werden in der entsprechenden Farbe gestrichen. Die Leute tragen alles in „ihrer” Farbe. Von der Kleidung über den Lippenstift bis zum Nagellack alles wird in der Farbe des bevorzugten Teams getragen. 

Die ganze letzte Juniwoche werden verschiedene Manifeste der amazonensischen Folklore vorgetragen. Jedoch sind die letzten Tage die interessantesten, denn da richtet sich die ganze Aufmerksamkeit auf die Vorstellung der „Bumbas”.

An die 10.000 Darsteller tanzen im Kulturzentrum von Parintins zum ohrenbetäubenden Sound aller anwesenden Percussions-Instrumenten. Außerdem entwickeln die Teams jedes Jahr traumhafte Riesenfiguren um die Zuschauermassen für sich zu gewinnen. Die Figuren sind allegorische Darstellungen aus der Kultur der Amazonasindianer und repräsentieren die zwei rivalisierenden Teams. 

Zum Schluss haben dann entweder die „Roten” oder die „Blauen” gewonnen. Dies entscheiden die Zuschauer, durch ihre Anfeuerungen und den Beifall. Das Siegerteam kann nun ein Jahr lang seinen Kopf höher tragen, bis dann, im nächsten Jahr, wieder Ende Juni die Zuschauer entscheiden.

Wollen auch Sie mit dabei sein, so rufen Sie mich einfach an oder kombinieren Sie einen Besuch von Parintins mit Ihrer Reise nach Brasilien. Es wird sich lohnen!

Karneval in Brasilien

Rechtzeitig zu unserem Weiber-Fasching heute hier in Deutschland eine kleine Geschichte und Informationen zum Karneval in Brasilien / Rio  – der größten Party der Welt.

Karneval RioDie kleine Büglerin aus der Favela wird für eine Nacht zur Königin ihrer „escola”, der arbeitslose Analphabet zum Haupttrommler, ohne den nichts geht: Das ist Karneval, das Wahnsinnsfest, das (fast) alle Brasilianer zu verschmelzen scheint, die Weißen aus den feinen Villenvierteln und die Schwarzen aus den Slums, die Polizisten und die Diebe, die Prostituierten und die höheren Damen der Gesellschaft. Vier Tage lang wirkt besonders Rio trunken vor Lebenslust, aufgelöst in einem Rausch aus Sambarhythmen, Tanz und dem hypnotisierenden Dauerton der „baterias”, der Perkussionsinstrumente. 

Auch in Salvador da Bahia ziehen die prunkvollen Festzüge durch die Stadt, bis in die Morgenstunden von lärmenden Menschenmassen begleitet. Zwischen den „Trio Electricos”, den überverstärkten Musikgruppen auf ihren Lastwagen, mischen sich die gedämpft betörenden Afoxé-Gruppen, die es nur in Bahia gibt.

In den Dörfern von Bahia kann man heute noch Hunderte vermummter Gestalten umherlaufen und symbolisch auf Passanten einschlagen sehen: ein Überbleibsel aus Kolonialzeiten, als die Sklaven sich einmal im Jahr nach Herzenslust austoben und frei fühlen durften, aber stumm und wohl zur eigenen Sicherheit vermummt.

In Pernambuco ist der Straßenkarneval nicht von den Rhythmen des Sambas, sondern des Frevos erfüllt. Mit bunten Schirmen in der Hand ziehen Tänzer in schnellen, fast akrobatischen Sprüngen und choreographisch genau einstudierten Bewegungen durch die Städte.

In Recife zeigen sich die Maracatu-Gruppen mit üppig geschmückten Masken und eigener Königin hoch unter einem Baldachin. Jede dieser Gruppen vertritt ein afrikanisches Land – auch hier ein geschichtlicher Rückgriff.

Für die Touristen ist der Karneval in Brasilien eine der beeindruckenden, vielleicht auch aufregendsten Shows der Welt. Wenige ahnen, was da an ununterbrochenemKarneval Rio Einsatz dahinter steht. Schon im August müssen die einzelnen Sambaschulen ihr Motto für den Umzug festgelegt haben. Das Thema ist immer ganz und gar brasilianisch – und wird auf dem Motivwagen von Sängern und Tänzern vorgetragen. Ab Oktober sind die Proben meist voll im Gange: Komponisten, Musiker, Liedertexter, Tanzgruppen, Designer, Choreographen und nicht zuletzt die Näherinnen, die teilweise bis zu 4000 Mitglieder einer Schule in Glitzerkostüme einkleiden müssen, sie alle arbeiten wie die Besessenen.

Spätestens zu Weihnachten müssen die Schlager für den Karneval aus Millionen Radios ertönen, damit die Menschenmassen sie kennen und mitsingen können. Die Favelas sind die Seele des Karnevals, doch, seit 1984 die Paraden nun im eigens dafür erbauten Sambódromo stattfinden, sucht man den ursprünglichen Straßenkarneval in Rio vergeblich. Nur Touristen und betuchte Brasilianer können sich die Eintrittskarten leisten.

Im Gegenzug dazu findet man in Salvador da Bahia einen sehr ausgeprägten Straßenkarneval, bei dem sogar die eigene Teilnahme, auch als Tourist, ein Leichtes ist. Mit dem Erwerb eines so genannten Abadá, einer legeren Kostümierung, bestehend aus Turnhose und bunt bedrucktem T-Shirt und zwei großen Pompons, kann man selbst an der rauschenden Parade mitmachen und sich von der Musik und dem Tanz hinreißen lassen.

Ein Geheimtipp ist die Kolonialstadt Ouro Preto in Minas Gerais, die eine eigene Karnevalshochburg ist. Touristen und Einwohner amüsieren sich auf den Straßen mit Musik kleiner Kappellen und Studentenbands. Aufgrund der Universität gibt es hier viele Studentenwohnheime. Die Zimmer werden zur Karnevalszeit von den Studenten selbst zum vermieten angeboten.

Insgesamt sind brasilianische Karnevalstage ein Fest unter liebenswerten, gastfreundlichen Menschen die sich auf Ihren Besuch freuen und Sie mit in diesen Strudel von Musik und Tanz einbeziehen.