Lateinamerika-Blog by Miller Reisen

Beiträge der Kategorie ‘Bolivien‘

Reisebericht Südamerika

Reisebericht unserer Kunden Breunig über ihre Südamerika-Reise:

SuedA-273Hallo Frau Harde,

am Samstag kehrten wir rechtzeitig für die Bundestagswahl zurück von unseren 3 Wochen Südamerika.

Mit den kompetenten Reiseleitern waren wir durchweg zufrieden. Besonders beim Besuch der Iguacu-Wasserfällen nahm uns bei dem mehrfachen Grenzübertritt unsere Reiseleiterin zusätzlich viel Papierkram ab.

Unter den vielen tollen Eindrücken war der Besuch und die Übernachtung auf der Sonneninsel im Titicaca-See ein schönes Intermezzo. Nach dem Abendessen in der Posada stiegen wir noch 1 Stunde höher, um auf Empfehlung von Marisol einen besseren Sonnenuntergang zu erleben. Außer den üblichen Sonnenuntergangsbildern machte ich auch ein etwas anderes Sonnenuntergang-Bild, das ich Ihnen als Anlage und Gruß von der Sonneninsel beifüge.

Auch für Ihre Betreuung vor der Reise besten Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Neuer Reisekatalog Perú-Bolivien-Ecuador 2010

Titel-PeruDer Lateinamerika-Spezialist Miller Reisen präsentiert aktuell den neuen Katalog für die Andenländer Perú, Bolivien, Ecuador sowie Kolumbien, Venezuela und Suriname.

Gerne senden wir Ihnen diesen und unsere weiteren Reisekataloge zu. Bestellen Sie einfach online das gewünschte Exemplar.

Wie immer erwartet Sie eines der umfangreichsten Programme mit Vorschlägen für individuelle Touren sowie für Kleingruppenreisen, die bereits ab 2 Personen durchgeführt werden. Freuen Sie sich u.a. auf einmalige Kombinationen von Perú, Bolivien und Nordchile sowie exklusive Galápagos-Kreuzfahrten.

Eine neue Aktivreise mit Trekking zum Machu Pichu führt vorbei an majestätischen Gipfeln, durch neun verschiedene Biozonen und über einen 4.600 Meter hohen Pass. Diese Trekkingtour durch die peruanischen Anden bietet täglich neue
Eindrücke einer faszinierenden Landschaft. Und abends ungewöhnlich viel Erholung, denn das erste Mal wird auf dieser Trekkingtour in komfortablen Lodges übernachtet.dreamstime_10044086_machu-Picchu
Durch die Anden wird meist von Zeltplatz zu Zeltplatz gewandert. Nicht so bei der 7‐tägigen „Mountain‐Lodges Perú“‐Reise.  Die ausgewählten Lodges bieten Entspannung in Outdoor‐Jakuzis oder bei traditionellen Abendessen.
Höhepunkt der Trekkingtour dürfte der spektakuläre Blick auf die Inkastadt Machu Picchu sein, den man kurz nach Überschreiten des Llactapata‐Passes genießt. Zu den Ruinen gelangt man zum Abschluss der Tour schließlich per Bus und Bahn.

Peru Bolivien Reise

Reisebericht von einem Miller Reisen Kunden:

Sehr geehrte Frau Harde,

wenn die Rückkehr von meiner Peru-Bolivien-Reise auch schon ein paar Wochen zurückliegt, möchte ich Ihnen doch noch kurz berichten.

Alpaka PeruDie Reise war für mich ein voller Erfolg. Die Organisation hat tadellos geklappt, und aus meiner Sicht war das Programm sehr gut und reichhaltig gestaltet. Die Qualität der Hotels war für mein Empfinden durchweg gut bis sehr gut. Ich kann diese Reise ohne Einschränkung empfehlen.

Natürlich hat die Reise auch dadurch gewonnen, dass wir nur drei Teilnehmer waren und wir uns gut verstanden haben. Auch hatten wir in der ganzen Zeit schönes Wetter. Und die touristisch wesentlichen Stätten waren nicht so überlaufen, wie das nach den Schilderungen der Führer in den vergangenen Jahren der Fall gewesen sein soll.

Mit der Höhe bin ich gut und problemlos zurechtgekommen. Bei dem kurzen Rundflug über die Nazca-Linien hat es Machu-Picchuder Pilot aber geschafft, dass es Zweien von uns Dreien anschließend übel war. Das Flugzeug war allerdings auch schon ein überaus betagtes Modell.

Ihre Reisebeschreibung könnte angesichts des reichhaltigen Programms durchaus ausführlicher und attraktiver sein. In Machu Picchu sollte von vornherein vorgesehen werden, die offizielle Besichtigung bei gutem Wetter gleich nach dem Einchecken in Aguas Calientes am Nachmittag zu machen. (Wir sind so verfahren.) Dann besteht am folgenden Vormittag die Möglichkeit, ein zweites Mal auf eigene Faust und Kosten nach Machu Picchu hochzufahren und die Dinge zu machen, die bei der ersten Besichtigung nicht zu schaffen sind, z. B. einen Aufstieg zum Sonnentor oder auf den Waynapicchu. Letzteres erfordert natürlich etwas Fitness, war für mich aber ein andenbahnbesonderes Highlight. Die Bahnfahrt von Cuzco nach Puno war ein reizvolles Erlebnis. Hier fehlt in der Programmbeschreibung der Hinweis auf die besondere Qualität dieses recht luxuriösen Sonderzuges. Wir hatten zuvor überhaupt keine Vorstellung von dieser Bahnfahrt und hätten uns um ein Haar entschlossen, trotz entsprechender Extrakosten die zeitlich etwas kürzere Busreise vorzuziehen, was im Nachhinein ein großer Fehler gewesen wäre. Der Zug kommt in Puno erst mit Einbruch der Dunkelheit an. Der im Programm erwähnte Nachmittag zur freien Verfügung ist nicht gegeben, was allerdings auch kein Beinbruch ist.

Mit freundlichen Grüßen

Wieland R.

Der neue Revolutionsfilm „Che – Guerilla“ ist raus

cuba-che-guevaraNachdem Steven Soderberghs erster Teil der erfolgreichen kubanischen Revolutionsgeschichte („Che – Revolución”) bereits im Juni in den deutschen Kinos anlief, startete der aktuelle Film „Che – Guerilla” am 23.07.2009 mit noch emotionaleren Szenen, die die weitaus tristere, hoffnungslosere Revolution in Bolivien widerspiegeln. Im Jahre 1965 – sechs Jahre nach Beendigung der kubanischen Revolution, die den damaligen Präsidenten Batista zur Flucht zwang, legte Ernesto Che Guevara all seine Ämter in Kuba ab und reiste illegal nach Bolivien, um dort eine weitere Guerilla-Bewegung zu organisieren.cuba-che

Dort stieß er bei der bolivianischen Landesbevölkerung jedoch nicht auf die Zustimmung und Unterstützung, die er aus Kuba gewohnt war, sondern weitgehend auf Misstrauen und Zurückhaltung. Zudem hatten der bolivianische Präsident Barrientos sowie seine Militärs und Berater der CIA die Bauern und Arbeiter weitaus besser unter Kontrolle, als es bei Batista der Fall war.

Nach knapp elf Monaten endete die Guerilla-Kampagne mit der Erschießung Guevaras am 9. Oktober 1967.

havanna-che-guevaraWo der erste Film der Revolutionsreihe von Steven Soderbergh noch so viel positive Energie und Herzblut für die Revolution zeigt, so wird in „Che – Guerilla” die Hoffnungslosigkeit und die unausgesprochene Einsicht, dass eine Revolution wie sie auf Kuba stattfand, sich nicht wiederholen lässt, umso intensiver dargestellt.

Die beiden Filme sind ein absolutes Muss für Jeden, der sich für die kubanische und bolivianische Revolutionsgeschichte interessiert. Außerdem erfreuen wir uns an der Teilnahme bekannter Schauspieler wie Benicio Del Toro und Franka Potente.

Abenteuer Andenländer / Meine Reise nach Bolivien und Peru

Im April diesen Jahres stand eine Tour durch die beiden Andenländer Bolivien und Peru auf dem Programm. Nachdem die Anreise sich als etwas schwieriger herausstellte, kam ich dennoch gut in Santa Cruz / Bolivien an und konnte trotz der späten Stunde (es war immerhin 3 Uhr nachts) noch vom schwül heißen Klima profitieren.

hexenmarkt-in-la-pazLeider kommt es in Bolivien des Öfteren zu nicht vermeidbaren Streiks und Straßenblockaden, dies lässt sich leider auch nicht vermeiden, wenn Miller Reisen Mitarbeiter unterwegs sind. Da unsere örtliche Partneragentur dies aber nicht anders kennt und unvorhersehbare Zwischenfälle gewohnt ist, wurde der Reiseverlauf kurzerhand abgeändert. Nicht erst am nächsten Tag, wie ursprünglich geplant, sondern gleich am Ankunftstag ging die Reise somit weiter nach Sucre, der offiziellen Hauptstadt des Landes. Dort wurde ich von einer sehr entspannten Atmosphäre und faszinierender kolonialer Architektur erwartet. Meiner Meinung nach ist Sucre die schönste Stadt Boliviens. Von hier aus kann sonntags unter Anderem auch der bekannte Tarabuco Markt besucht werden, wo die Einheimischen Lebensmittel, aber auch Kunsthandwerk zum Kauf anbieten.

 Meine Reise ging von Sucre aus weiter nach Potosi. In der ehemals reichsten Stadt des Kontinents darf natürlich auch ein Besuch einer noch intakten Mine nicht fehlen. Ausgestattet mit Gummistiefeln und Cocablättern (als Geschenk für die Minenarbeiter) ging es somit hinein in den „Cerro Rico” (den „Reichen Berg”). Leider ist der Berg nicht mehr ganz so großzügig wie zu Kolonialzeiten, so dass der ehemalige Reichtum der Stadt nur noch selten sichtbar ist. Einzig die vielen Kirchen und einige herrschaftliche Kolonialhäuser zeugen von der Blütezeit.

salzseeVon Potosi ging es weiter nach Uyuni, am gleichnamigen Salzsee gelegen. Aufgrund der Abgelegenheit sucht man dort oftmals nach komfortablen Hotels, wird aber durch ein bestimmtes Hotel, komplett aus Salz gebaut überrascht. Für etwas abenteuerlustigere bietet sich auch ein Camp an, welches aber aufgrund der doch eher kühleren Temperaturen (immerhin liegt der Salzsee auf knapp 3.700 m) doch relativ luxuriös ausgestattet ist. Mit richtigen Betten, Toilettenzelt und Ofen. 

Aber nicht die Unterkünfte, sondern die Natur stehen hier eindeutig im Vordergrund. Neben der Fischinsel mit deren eindrucksvollen Kakteen, kann man nach einer Wanderung auch die Aussicht vom Thunupa Vulkan genießen. Befindet man sich in der Mitte des Salzsees, meint man, völlig vom weiss verschlungen zu werden. Immerhin ist man umgeben von 10 Milliarden Tonnen Salz auf einer Fläche von 12.000 km².

steinbaum Auch ein Abstecher zur roten Lagune durfte natürlich nicht fehlen. Man kann diese entweder von San Pedro de Atacama in Chile aus besuchen, oder aber wie ich von Uyuni aus. Bei Sonnenschein schimmert die Lagune aufgrund des Planktons rötlich und beherbergt viele tausend rosafarbene Flamingos. Auf der Strecke von Uyuni Richtung Süden geht es vorbei an kleinen Dörfern, aber auch kilometerlang, ohne auch nur einer Menschenseele zu begegnen,  gelangt man auf der Strecke auch zum „Arbol de Piedra” dem Steinbaum, dem wohl bekanntesten Stein in ganz Bolivien.

 Richtung Norden hieß es dann für mich Zug fahren. Kurz vor Mitternacht ging es in Uyuni los, um dann ausgeschlafen ;-) in Oruro anzukommen und gleich weiter nach La Paz, des Regierungssitzes von La Paz gebracht zu werden.

 Auch hier wurde ich wieder von den Besonderheiten Boliviens überrascht, so war z.B. ein Besuch der Plaza Murillo nicht möglich, da der aktuelle Präsident Evo Morales einen Hungerstreik machte, um sich gegen die Opposition durchzusetzen. Ganz normaler Alltag in Bolivien… Man muss immer mit Aktionen rechnen, die für uns relativ unüblich sind, die aber im Normalfall nicht gefährlich sind. In La Paz gibt es fast täglich Streiks. Den Alltag der Einheimischen stört das aber relativ wenig.

 In der auf ca. 4.000 m höchstgelegenen Großstadt der Welt, findet man neben Großstadtflair auch kleine Gassen und natürlich den bekannten Hexenmarkt, wo neben Ponchos, Pullovern, Taschen und Schmuck auch die geheimnisvollsten Zauberelixiere erstanden werden können. Nicht zu vergessen natürlich das östlich von La Paz gelegene Mondtal.titicacasee

 Für mich ging es von La Paz über die Ruinen von Tiahunaco nach Huatajata, direkt am Titicacasee gelegen. Von dort weiter mit dem Tragflügelboot über die Mond- zur Sonneninsel mit seiner einzigartigen Atmosphäre und dem unbeschreiblichen Ausblick über die Königskordillere.

Hier hieß es für mich Abschied nehmen von Bolivien und weiter ging’s nach Peru, aber das ist eine andere Geschichte…

 

 

 

Reisebericht Peru Reise

Diesen Reisebericht haben wir kürzlich von unserem Kunden Dr.-Ing. Joachim Müller erhalten:

Sehr geehrte Frau Mühe!

machu-picchu_istockphotoNach Rückkehr von einer wunderbaren Reise durch Peru wird es Zeit, dass ich mich bei Ihnen melde – aber nicht mit einer Beanstandung, sondern zunächst mit unserem nochmaligen Dank, dass Sie eine so kurzfristige Buchung durchführen konnten. Vor allem aber möchte ich Ihnen Dank und Anerkennung sagen für Ihre ausgezeichneten Partnerbüros in Peru und Bolivien. Ausnahmslos alle Organisationen haben tadellos geklappt – vom einfachen Transfer bis zur mehrtägigen Tour. Alle Reiseleiter und -innen waren gut bis sehr gut. Alle Hotels waren überraschend gut, weitgehend sehr gut. Der Service war ausnahmslos sehr freundlich und hilfsbereit. Was will man mehr – man kann unbeschwert schauen, staunen und genießen! (Dass die Touren z.T. sehr anstrengend waren, hatten wir nicht anders erwartet).

Wir genossen jede Stunde unserer Reise. Selbst ein Mitarbeiter Ihrer Konkurrenz hat mir bestätigt, dass Miller der höchst kompetente Spezialist ist. Unsere Weiterempfehlung ist Ihnen sicher.

Nochmals Anerkennung, Dank, die besten Wünsche für die Zukunft und viele Grüße!

ARGE Lateinamerika: Reisen sind auch in Krisenzeiten stark gefragt

Die Arbeitsgemeinschaft Lateinamerika (ARGE) ist eine Organisation mit ca. 60 Mitgliedern in Form von Reiseveranstaltern. Ziel ist es gemeinsam den Tourismus in die Länder Lateinamerikas zu fördern. Deshalb bietet die ARGE Schulungen für Reisebüro-Mitarbeiter an, welche nun noch stärker ausgebaut werden sollen.

Auch wir – der Reiseveranstalter Miller Reisen - ist Mitglied in der ARGE Lateinamerika. Der gemeinsame Auftritt einiger ARGE Mitglieder auf zahlreichen Messen ermöglicht es, den Kunden Lateinamerika mit all seinen schönen Ländern schmackhaft zu machen.

cubamusiker-46381konvIm Hochsommer 2009 stehen zwei Berufsschulseminare in München auf dem Programm. Zusammen mit der Europäischen Reiseversicherung werden im Rahmen der Weltklasse-Experten-Akademie für Mitarbeiter der Best RMG Reisebüros zwei Tagesschulungen durchgeführt (20. Juni in München, 4. Juli in Frankfurt). An der Arge Roadshow können Reiseberater zwischen dem 8. und 10. September in Berlin, Hamburg und im Rheinland (Stadt steht noch nicht fest) teilnehmen. Argentinien präsentiert sich in Leipzig und Dresden (1. und 3. September). Informationen und Anmeldungen unter info@lateinamerika.org.

Der Tourismus in die Länder Lateinamerikas entwickelt sich zur Zeit stabiler als zu asiatischen Zielen. Erfreulich sei, dass Kolumbien nicht mehr nur bei Spezialisten sondern zunehmend in den Katalogen von Veranstaltern wie Dertour, Neckermann oder Studiosus präsent ist, so der der Arge-Vorsitzende Andreas Gross. “Das Land ist sicherer geworden, auch Rundreisen sind inzwischen problemlos machbar”, sagt er. Und: Angebot und Nachfrage bus_istock_47527511nach Kreuzfahrten in und um Südamerika steigen. Weniger begeistert ist Gross über die Preissteigerungen der Hotellerie in Brasilien, die zum Teil bei mehr als 20 Prozent liegen. Auch Peru sei teurer geworden.
Der Arge Lateinamerika haben sich drei weitere Unternehmen angeschlossen: Chiletouristik (Frankfurt), Perus Incoming Agentur Setours sowie Kontour Exklusiv Reisen, die Kolumbien und die Andenländer anbietet. Eine Übersicht über die Arge-Mitglieder sowie Infos über Lateinamerika fiden sich auch in der neuen Ausgabe des Magazins América Latina.

Abenteuer Salzwüste – Salar de Uyuni in Bolivien

uyuni_jeepEin riesiges weißes Meer. Ein blendendes Weiß wohin das Auge reicht. Und dazu eine tiefe Stille. Faszinierend. Ich stehe am Rande des größten Salzsees der Erde und muss mir immer wieder sagen, dass das vor mir keine Eis- und Schneelandschaft ist sondern einfach nur Salz. In der Trockenzeit ist der bolivianische Salar de Uyuni eine weiße Wüste mit einer dicken Salzkruste, in der Regenzeit wird er zum Salzsee. Insgesamt auf 12.000 km² breitet sich dieser Salar aus. 12.000 km²  – da passt der Bodensee mehr als 20 Mal rein! Das muss man sich mal vorstellen.
Das Salz verzaubert nicht nur Touristen, sondern beschert den Bewohner dieser menschenfeindlichen Gegend auch ein karges Einkommen. Es wird von Lastwagen aus dem Salzsee heraustransportiert und in Colchani, am Rande des Salars, auf einfachste Weise verarbeitet. Zu Speisesalz, Kunsthandwerk und Baumaterial. Komplett aus Salz gebaut ist zum Beispiel das Salzhotel, das wir während unserer Tour kurz besichtigen.

Unsere insgesamt 3-tägige Tour startete am Morgen im einsamen bolivianischen Städtchen Uyuni. Mit dem Jeep fahren wir jetzt immer gerade isla_de_pescadoaus. Vorne alles weiß, hinten alles weiß, ich frage mich, wie sich der Fahrer in diesem weißen Meer eigentlich orientiert. Vielleicht an den riesigen Kandelaber-Kakteen, die am Horizont langsam erscheinen. Sie stehen auf der Isla Pescado, der größten Insel im Salar. Ein Kompass funktioniere hier jedenfalls nicht, wie mir unser Guide erklärt. Es sei auch inzwischen nicht mehr erlaubt, den Salar ohne Guide zu durchqueren. Einige Menschen hätten hier schon ihr Leben verloren: ihre Autos blieben in den „ojos de agua“ (Wasserlöchern) stecken, sie verirrten sich und fanden den Weg nicht mehr aus dem Salar heraus. Längeres Laufen erwies sich als schier unmöglich, da das aggressive Salz die Schuhsohlen zerfrisst…Schauergeschichten für die Touristen? Ich freue mich jedenfalls, als wir die Isla de Pescado mit den bis zu 10 Meter hohen Kakteen nun direkt vor uns sehen.

uyuni_salzhaufenWir sind nicht die einzigen, die die Schönheit der Insel und des umliegenden Salars genießen, insgesamt machen 15-20 Jeeps hier ihre Mittagspause. Für 10 Bolivianos Eintritt darf man einmal über die Insel wandern und das Klo benutzen. Die Aussicht vom höchsten Inselpunkt ist schlicht und einfach atemberaubend. Hinter dem endlosen Weiß kann man in der Ferne die schneebedeckten Gipfel der chilenischen Anden ausmachen. Das Salz blendet stärker als Schnee, eine Sonnenbrille ist ein absolutes Muss. Trotz Höhe – der Salar liegt auf 3650 m – ist es hier oben nahe der Sonne erstaunlich warm. Aber nur tagsüber, nachts fallen die Temperaturen weit unter den Gefrierpunkt.
Nach der Mittagspause durchkreuzen wir den Salar weiter und erreichen am südlichen Ufer unsere Herberge. Das Weiß des Salars wird nun langsam vom Dunkel der Nacht verschluckt.

Am nächsten Tag geht es zu den farbigen Lagunen und Vulkanen an der bolivianisch – chilenischen Grenze – aber das ist eine andere Geschichte.

Urwaldabenteuer meiner Peru / Bolivien Reise

Urwald_PeruEinzigartige Erlebnisse im Regenwald Perus und Boliviens hatte ich während einer Reise im April 2008. Bei einem 1 wöchigen Aufenthalt in dieser Region hatte ich die Gelegenheit, 3 verschiedene Lodges zu besuchen. Für mich war es das erste Mal im Regenwald, und ich war sehr gespannt, was mich da erwarten würde.
Ein bisschen Angst hatte ich vor den vielen Tieren und auch Bedenken wegen des Wetters, da es im Regenwald besonders in der Regenzeit wahrscheinlich oft regnen würde. Gut gerüstet mit Moskitoschutz, langärmliger Kleidung und Fotoapparat landete ich dann auf dem Flughafen in Puerto Maldonado, wo mein Guide mich am Flughafen schon freudig erwartete.
Zuerst besichtigten wir sozusagen als Einstimmung auf die wilde Tierwelt eine Schlangenfarm in Puerto Maldonado. Beeindruckt von der Schönheit dieser Tiere (noch hinter einer schützenden Glasfront) starteten wir dann auf einem kleinen Motorkanu in Richtung Bolivien zur ersten Lodge, der Heath Wildlife Lodge auf bolivianischem Territorium.Schlange_Urwald
Die Fahrt auf dem Tambopata River und dem Heath River dauerte ca. 8 Stunden. Während der Fahrt war ich begeistert von der Regenwald Szenerie links und rechts des Flusses. Pagageien flogen über uns her, man konnte Affen brüllen hören und ab und zu einen Kaiman im Fluss sehen. Das letzte Stück bis zur Lodge legten wir während des Sonnenuntergangs zurück, einmalig. In der Lodge angekommen, empfing uns das Personal der Lodge mit Taschenlampen am Bootssteg und wir wanderten zu unseren Bungalows. Nach einem leckeren Abendessen im Gemeinschaftshaus der Heath Wildlife Lodge stand noch eine kurze Wanderung an, auf der wir eine schwarze Tarantel in ihrem Nest am Baum gesehen haben. Ich hätte nicht gedacht dass die so groß werden können. Der Guide erklärte uns noch das Programm für den folgenden Tag und wir gingen dann in die Bungalows zum Kraft tanken für den nächsten Tag. Vor lauter Geräuschen aus dem umliegenden Regenwald konnte ich gar nicht so recht schlafen, es war so spannend und so anders als zu Hause.

Frosch_urwald_peruAm nächsten Morgen verließen wir noch vor dem Frühstück die Lodge um mit dem Kanu zur Papageienlehmlecke zu fahren. An der Lehmlecke bietet sich frühmorgens bei Sonnenaufgang ein Naturschauspiel der besonderen Art, da die Papageien zum fressen hinkommen und die Lehmlecke mit ein wenig Glück von vielen Exemplaren in bunten Farben bevölkert wird. Wir sahen uns das Ereignis aus einiger Entfernung von der Flussmitte aus an, geschützt in einem großen Boot, auf welchem man durch kleine Sichtfenster die Tiere ungestört beobachten konnte. Während dieser Beobachtung gab es sogar Frühstück auf dem Boot.
Am Vormittag kehrten wir zurück zur Lodge und machten einige kleine Wanderungen auf den befestigten Pfaden rings um die Logde, vielleicht hätten wir sogar einen Jaguar sehen können. Aber tagsüber bekommt man diese Tiere wohl eher nicht zu Gesicht. Aber dafkaiman_urwald_peruür Affen und Schmetterlinge. Das Abendprogramm bestand aus einem Ausflug auf den Heath River, um Kaimane zu sehen. Bei Dunkelheit leuchten die Augen der Kaimane aus dem Fluss heraus, wir haben sehr viele Kaimane gesehen. Natürlich aus sicherer Entfernung.

Am nächsten Tag verließ ich die Heath Wildlife Lodge in Richtung Sandoval Lake Logde. Auf dem Weg im Motorkanu dahin besuchten wir ein Dorf mit Einheimischen, schenkten den Kindern kleine Mitbringsel aus Deutschland, und kauften den Frauen schönen selbstgebastelten Schmuck ab. Die Kanufahrt zum Bootssteg der Sandovallogde dauerte ca. 4 Stunden, das letzte Stück wanderten wir in Gummistiefeln in ca. 1 Stunde ducrh teilweise meterhohen Schlamm hindurch. Dann ging es mit einem Kanu über den Sandovalsee, welcher an der Lodge liegt. Die wunderschöne Lage der Logde an einem See inmitten des Regenwaldes entschädigte sofort für die vorab als etwas beschwerliche empfundene Anreise. In dieser Lodge verbrachte ich 1 Nacht, und genoss die Wanderungen auf dem Wegenetz des Regenwaldes. So viele schöne und teilweise riesige Pflanzen hatte ich vorher noch nie gesehen. Bisher hatte es übrigens noch kaum geregnet, obwohl ja Regenzeit war. Am nächsten Tag ging die Reise weiter über denurwald_peru_05 Tambopata River zur Tambopata Libertador Lodge. In dieser luxuriösen Lodge blieb ich für 2 Nächte.

Mein Guide der beiden vorhergehenden Lodges übergab mich sozusagen an einen neuen Guide, welcher mir dann in 2 Tagen das Gebiet um die Tambopata Logde zeigte. Endlich hatte ich das Glück einer frei kriechenden gelben Schlange zu begegnen, welcher aber vor lauter Angst ziemlich schnell wieder im Dickicht des Dschungels verschwunden war. Ich hatte wirklich all meinen Mut zusammengenommen und nichts gegen eine Anakonda einzuwenden gehabt, aber vielleicht war es gut so dass die Schlange doch bloss ganz klein und gleich wieder weg war…
An den Abenden beobachteten wir Kaimane. Und tagsüber machten wir einen Ausflug zu einem Oxbow See, auf dem wir uns im Piranha-Fischen versuchten. Einen habe ich gefangen, die anderen alle der Guide. Eine Obstplantage haben wir auch besucht, und Mangos, Bananen, Kaffe und Kakao geerntet.

Spinne_urwald_peruIch habe mir insgesamt nur 3 Mückenstiche zugezogen, wahrscheinlich weil ich trotz der Hitze die ganze Zeit in langärmligen Sachen und festen Schuhen unterwegs war… Und der Regen ab und zu war erträglicher als so mancher Regentag zu Hause. Und es hat mich entgegen meiner Befürchtungen auch kein wildes Tier angefallen, vielleicht ist das den Guides zu verdanken, welche die Tiere vor mir gewarnt haben.

Nach einer Woche im Regenwald musste ich leider die Rückreise antreten, als ich mich gerade erst richtig daran gewöhnt hatte. Aber fest steht dass ich irgendwann einmal in den Regenwald zurückkehren möchte, vielleicht mache ich dann eine Flusskreuzfahrt auf dem Amazonas?

Dengue-Fieber Ausbruch im bolivianischen Amazonasbecken

Gestern erreichte uns eine weniger schöne Nachricht von unserer Partneragentur aus Bolivien/La Paz.

Aufgrund der vermehrten Regenfälle in den letzten Monaten ist das Dengue-Fieber im bolivianischen Amazonas-Gebiet ausgebrochen.

Aber lesen Sie selbst, was unsere Partneragentur berichtet:

 

OUTBREAKS OF DENGUE IN THE BOLIVIAN AMAZON AREA

In this last rainy season, there have been outbreaks of dengue in the Amazon of Bolivia under the 1200 meters of altitude. Dengue is transmitted by the Aedes aegypti mosquito, developed in some tropical stagnant waters; the dengue is not contagious and the mosquitoes do not survive at high altitude. The concerned departments are Beni, Pando, Cochabamba and Santa Cruz. The Bolivian government has mobilized 1,800 troops in the prevention, who are spraying the identified risk areas. For this reason, until the rainy season is over (March) we recommend to avoid special trips to the risky areas less than 1200 meters of altitude. Government Health Authorities recommend to use a good mosquito repellant when visiting the Amazons, as well as long leaves.

  

Und hier noch ein Verweis auf die aktuellen Reisehinweise des Auswärtigen Amtes sowie des Centrums für Reisemedizin.

 

Wer also in den nächsten Monaten eine Reise nach Bolivien plant, sollte die betroffenen Gebiet meiden. Eine Schutzimpfung gegen das Dengue-Fieber gibt es leider nicht. Reisende sollten daher darauf achten, sich Tag und Nacht mit geschlossener Bekleidung und Moskitosprays gegen Mücken zu schützen.

 

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