Lateinamerika-Blog by Miller Reisen

Beiträge von Sünje Fischer

Barockmusikfestival in Bolivien

Barockmusikfestival in den Jesuitenmissionen von Chiquitos, Bolivien vom 22.April bis zum 02. Mai 2010   Die alten Jesuitenmissionen von Chiquitos im Tiefland von Bolivien sind 2010 erneut Austragungsort eines einzigartigen Festivals. Alle zwei Jahre findet hier das internationale Barock- und Renaissance Musikfestival statt, das als eines der wichtigsten Festivals seiner Art auf der Welt gilt. Das Festival findet das nächste mal vom 22.April bis zum 02. Mai 2010 statt.   Die Jesuiten gründeten im 17. und 18. Jahrhunderten im bolivianischen Tiefland mehrere Siedlungen für die zum Christentum missionierten Ureinwohner. Die auch “Jesuitenreduktionen” genannten Orte San Javier, Concepcion, San Ignacio, Santa Ana, San Rafael, San Miguel und Moxos sind aufgrund ihrer einmaligen Architektur und lebendigen Barockkultur seit 1990 Weltkulturerbe der Unesco und gelten als Geheimtipp für Bolivienreisende.   Im jahr 2008 nahmen 600 Musiker aus 26 verschiedenen Ländern an diesem Festival teil, welches ingesamt über 85.000 Besucher aus nah und fern anlockte. Oftmals wird Musik gespielt, die von den Einheimischen selbst in der Tradition der Jesuiten komponiert wurde.

Famtrip Alemania Romántica

famtrip-incoming_sunje2Del 16 al 21 de marzo 2009 Miller Reisen organizó un famtrip por Alemania, recorriendo el famoso circuito „Alemania Romántica“. 18 participantes de 5 países diferentes conocieron la gran variedad de paisajes, pueblos medievales y castillos de ensueño que ofrece el Sur de Alemania.

El tour empezó en Francfort, pasando por Heidelberg y su castillo y la Selva Negra, donde los participantes conocieron al Lago Titi y un taller de relojes cucú. Los invitados de Argentina, Brasil, España, México y Venezuela además visitaron las ciudades de Friburgo, Lindau, famtrip-incoming_sunje12Oberammergau y Garmisch, igual que la abadía de Ettal, la metrópoli de Munich y de Rotenburgo ob der Tauber, pueblo medieval por excelencia. El clima fue muy variado, tuvimos desde días soleados hasta nevadas repentinas. Las experiencias más destacadas de nuestros visitantes resultaron ser la subida a la montaña más alta de Alemania (la Zugspitze), la noche en la casa de la cerveza Hofbräuhaus en Munich y la visita de los castillos del Rey bávaro Luis II., el famoso “Rey loco”. Después de este tour que se desarrolló de manera muy amena y alegre, nuestros huéspedes regresaron a su países contentos y llenos de recuerdos inolvidables.

Abenteuer Salzwüste – Salar de Uyuni in Bolivien

uyuni_jeepEin riesiges weißes Meer. Ein blendendes Weiß wohin das Auge reicht. Und dazu eine tiefe Stille. Faszinierend. Ich stehe am Rande des größten Salzsees der Erde und muss mir immer wieder sagen, dass das vor mir keine Eis- und Schneelandschaft ist sondern einfach nur Salz. In der Trockenzeit ist der bolivianische Salar de Uyuni eine weiße Wüste mit einer dicken Salzkruste, in der Regenzeit wird er zum Salzsee. Insgesamt auf 12.000 km² breitet sich dieser Salar aus. 12.000 km²  – da passt der Bodensee mehr als 20 Mal rein! Das muss man sich mal vorstellen.
Das Salz verzaubert nicht nur Touristen, sondern beschert den Bewohner dieser menschenfeindlichen Gegend auch ein karges Einkommen. Es wird von Lastwagen aus dem Salzsee heraustransportiert und in Colchani, am Rande des Salars, auf einfachste Weise verarbeitet. Zu Speisesalz, Kunsthandwerk und Baumaterial. Komplett aus Salz gebaut ist zum Beispiel das Salzhotel, das wir während unserer Tour kurz besichtigen.

Unsere insgesamt 3-tägige Tour startete am Morgen im einsamen bolivianischen Städtchen Uyuni. Mit dem Jeep fahren wir jetzt immer gerade isla_de_pescadoaus. Vorne alles weiß, hinten alles weiß, ich frage mich, wie sich der Fahrer in diesem weißen Meer eigentlich orientiert. Vielleicht an den riesigen Kandelaber-Kakteen, die am Horizont langsam erscheinen. Sie stehen auf der Isla Pescado, der größten Insel im Salar. Ein Kompass funktioniere hier jedenfalls nicht, wie mir unser Guide erklärt. Es sei auch inzwischen nicht mehr erlaubt, den Salar ohne Guide zu durchqueren. Einige Menschen hätten hier schon ihr Leben verloren: ihre Autos blieben in den „ojos de agua“ (Wasserlöchern) stecken, sie verirrten sich und fanden den Weg nicht mehr aus dem Salar heraus. Längeres Laufen erwies sich als schier unmöglich, da das aggressive Salz die Schuhsohlen zerfrisst…Schauergeschichten für die Touristen? Ich freue mich jedenfalls, als wir die Isla de Pescado mit den bis zu 10 Meter hohen Kakteen nun direkt vor uns sehen.

uyuni_salzhaufenWir sind nicht die einzigen, die die Schönheit der Insel und des umliegenden Salars genießen, insgesamt machen 15-20 Jeeps hier ihre Mittagspause. Für 10 Bolivianos Eintritt darf man einmal über die Insel wandern und das Klo benutzen. Die Aussicht vom höchsten Inselpunkt ist schlicht und einfach atemberaubend. Hinter dem endlosen Weiß kann man in der Ferne die schneebedeckten Gipfel der chilenischen Anden ausmachen. Das Salz blendet stärker als Schnee, eine Sonnenbrille ist ein absolutes Muss. Trotz Höhe – der Salar liegt auf 3650 m – ist es hier oben nahe der Sonne erstaunlich warm. Aber nur tagsüber, nachts fallen die Temperaturen weit unter den Gefrierpunkt.
Nach der Mittagspause durchkreuzen wir den Salar weiter und erreichen am südlichen Ufer unsere Herberge. Das Weiß des Salars wird nun langsam vom Dunkel der Nacht verschluckt.

Am nächsten Tag geht es zu den farbigen Lagunen und Vulkanen an der bolivianisch – chilenischen Grenze – aber das ist eine andere Geschichte.