Lateinamerika-Blog by Miller Reisen

Beiträge von Patricia Encinas Wirtz

Im Oktober gibt es keine Wunder

“En octubre no hay milagros” (im Oktober gibt es keine Wunder), schrieb der peruanische Schriftsteller Oswaldo Reynoso bereits 1966. Es gibt sie aber doch, gerade im Oktober…

Oktober in Lima, wird  auch “Lila Monat” (mes morado) genannt. Eine der größten Prozessionen Südamerikas. Señor de los Milagros („Der Herr der Wunder“) , ist  ein katholisches Fest, dass jedes Jahr am 18. Oktober in Lima gefeiert wird.

1651 wurde das Originalbildnis von einem schwarzen Sklaven auf eine Lehmmauer gemalt. Viele versuchten das Bildnis zu entfernen, ohne Erfolg. Die Lehmmauer blieb 1655 und 1687, auch nach den schweren Erdbeben, unversehrt und wurde zu einer beliebten Wallfahrtstatt, die heute das Nazarenas Kloster beherbergt. Ein in Öl gemaltes Abbild des schwarzen Christus  wird auf einer 2000 Kilogramm Figur von  40 Trägern der Bruderschaft auf den Schultern getragen.

Wenn man die Kirche Nazarenas betritt wird man von der Sensibilität der Menschen befangen. Blumengeruch gemischt mit Weihrauch und Kerzenwachs. Die Gläubigen sind  in lila gekleidet und traditionelle Kirchenlieder werden leise gesungen. Tausende Gläubige begleiten die Prozession durch die Straßen Limas. Ein einmaliges Erlebnis

Dazu gehören auch typische „Oktober Süßigkeiten“ wie z. B.  „Turrón de Doña Pepa“, eine traditionelle Süßspeise, die von Josefa Marmanillo („Doña Pepa“) erfunden wurde.

Der Legende nach, flehte sie „Señor de Milagros“ an, sie von ihren Leiden zu erlösen. Er erhörte sie und zum  Dank verriet sie das Rezept  ihrer Süßspeise.  „Turrón von Doña Pepa“ wird aus Schmalz, Zucker, Eigelb und Anis hergestellt, in Zuckerrohrsirup getränkt und mit bunten Streuseln verziert. Da kommen die schönsten Kindheitserinnerungen  hoch.

Kubaner dürfen wieder Autos kaufen

Im Rahmen der angekündigten Wirtschaftsreform ist nun nach mehr als 50 Jahren der Kauf und Verkauf von Autos erlaubt. Die Käufer müssen nur versichern, das Geld für den Erwerb rechtmäßig erworben zu haben.

Kubaner, die auswandern, dürfen nun auch ihr Auto an Verwandte überlassen oder verkaufen.

Bis vor Kurzem durften Kubaner nur Autos kaufen oder verkaufen, die vor der Revolution 1959 gebaut worden waren. Ein Grund warum so viele alte US-Limousinen in Kuba zu sehen sind.. Wer weiß wie lange noch! Also ab nach Kuba!!

Studienreise nach Argentinien

Die begeisterten Teilnehmer unserer Studienreise  nach Argentinien haben sich von der Reise inspirieren lassen und ein Lied komponiert.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim anhören!

Tango in Argentinien 2010-11-24

Moderne Kunst aus Lateinamerika

Die Ausstellung  zeigt einen Überblick über die abstrakte Kunst des 20.  Jahrhunderts.
Mit über 200 Werken  der Malerei, Skulptur, Zeichnung und Fotografie werden die wichtigsten  Positionen der geometrischen Abstraktion in Lateinamerika in der Ausstellung  VIBRACIÓN vorgestellt.
Die Ausstellung  stellt die wichtigsten Entwicklungslinien innerhalb der abstrakt-geometrischen  Kunst sowie ihre lebendigsten Zentren in Lateinamerika vor – allem voran in  Argentinien, Brasilien, Uruguay und Venezuela. Die verschiedenen Werkgruppen  bieten durch überraschende visuelle Verbindungen neue Betrachtungsweisen eines  wenig bekannten Kapitels der internationalen Moderne. In der Ausstellung finden  Sie Werke von Joaquín Torres-García, Lygia Clark, Lucio Fontana, Juio Le Parc,  Hélio Oiticica, Hércules Barsotti, Carmen Herrera, Alejandro Otero, Carlos  Cruz-Diez. Jesús Rafael Soto u.a..

Veranstaltungen im  Rahmen der Ausstellung:

Freitag, 12.  November 20 Uhr
Konzert im  Forum
Dino Saluzzi  (Bandoneon) und Anja Lechner (Cello)
Ojos  Negros

Mittwoch, 1.  Dezember 18 Uhr
Lesung mit Mechthild  Großmann in der Ausstellung
Zwischen Samba und  Salsa – Die Novelas Negras – Krimis aus Lateinamerika

Sonntag, 5. Dezember  12 Uhr und 16 Uhr
Kurzkonzerte in der  Ausstellung (Dauer: 40 Min)
Vibración, Klang und  Abstraktion.
Eine musikalische  Reise
Mit Florian Weber  (p), Paz Miranda (voc), P í a Miranda (cov nd Patrice Héral  (per)

Sonntag, 7 November 15 Uhr 30 (Dauer 90 Minuten)

Freitag, 5 November, 10 Uhr 30 (für Schüler- Dauer 60 Minuten)

Spanische Führungen verfügbar

Teilnahme an den spanischen Führungen nur nach vorheriger Anmeldung unter Telefon 0228 / 91 71 263 (Mo – Do 9 -15 Uhr, Fr 9 – 12 Uhr) oder per Email: kunstvermittlung@bundeskunsthalle.de

Hier ein VIDEO dazu.

VIBRACIÓN. Moderne Kunst aus Lateinamerika
The Ella Fontanals-Cisneros Collection
17. September 2010 bis 30. Januar 2011

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Museumsmeile Bonn
Friedrich-Ebert-Allee 4, 53113 Bonn
Telefon: 0228 9171–200
E-Mail: info@bundeskunsthalle .de
www.bundeskunsthalle.de

Lima: Das Restaurant „La Red“

Nicht weit vom Strand im Stadtteil Miraflores eröffnete Donia Isolina Vargas Reyes 1981 ihr Restaurant. Mit vier kleine Kinder und den Glauben an ihre wundervolle Gabe: das Kochen.

An einem Tag im Sommer spazierte Dona Isolina durch die Straße La Mar und sah, dass der Lokal einer  Cebicheria* frei wurde. Die Gegend war nicht so attraktiv aber der Preis stimmte. Ohne Zeit zu verlieren und mit mehr Wille als Erfahrung,  traf sie die Entscheidung und investierte ihr geringes Kapital.  Sie übernahm das kleine Restaurant und kochte selber. So versorgte Sie mit wundervollen Gerichten nicht nur das Büropersonal der Gegend, sondern auch viele ausgehungerte Surfer die vom Strand kamen.

Ihr Vorteil? Das Kochen war eine Familientradition und sie hatte schon als Kind gelernt, diese zu würdigen und fleißig zu lernen. Schnell wurde sie bekannt vor allem wegen ihre „tallarines verdes con apanado“ und ihr „seco con frijoles“. Heute, 28 Jahre danach hat Sie die Kunst nur verfeinert und mit ihren loyalen Köchinnen, Miguelina, Juanita und Zarella weitergeführt.

Das Restaurant ist in den letzten Jahren renoviert und vergrößert worden. „La Red“ gilt als insider-Tipp unter den Limeños. Dort erwartet man kein Luxus, nur die hervorragende Küche und die charmante Bedienung. Jose del Castillo, Sohn von Donia Isolina und gelernter Chefkoch ist der Geschäftsführer, sein Bruder Juan untertsützt ihn.

* Ceviche besteht aus kleingeschnittenem, rohem Fisch in Limettensaft mariniert. In Scheiben geschnittene rote Zwiebeln und Rocoto (noch schärfer als Chili). 

www.lared.com.pe

Reisen nach Lateinamerika

Lateinamerikawettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung  

MILLER-REISEN hat erfolgreich an dem Wettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung teilgenommen. Thema: Politische Wurzeln Lateinamerikas.

In Zusammenarbeit mit unseren Partnern in Südamerika haben wir eine Reise durch Peru, Bolivien und Chile ausgearbeitet. Während dieser Reise durch die drei südamerikanischen Länder bekommen die Reisenden Einblick in die aktuellen politischen und wirtschaftlichen Strukturen. Auch die unterschiedlichen Prägungen auf dem zurückgelegten Weg er politischen Transformation werden bei den vielfältigen Vorträgen durch Experten während der Reise deutlich. Land und Leute intensiv erleben durch eine „andere“ Reise, die neben touristischen Highlights auch viele interessante Begegnungen bietet.

65 Ideenskizzen wurden von der Jury geprüft und bewertet. Wir wurden für unsere konzeptionelle Arbeit prämiert. Die Prämie haben wir an unsere Partner in Südamerika weitergeleitet, um die in unsere Ideenskizze genannte Projekte zu unterstützen.

Peru

In der Schule Wiñaypaq in der Gemeinde Taray im Heiligen Tal der Inkas wird versucht die alten Traditionen der Anden mit einer modernen Schulbildung zu verknüpfen. 40 Kinder aus Quechua und gemischtsprachigen Familien der umliegenden Gemeinden werden an der Schule kostenlos unterrichtet. Der Unterricht ist auch am andinen Landwirtschaftskalender ausgerichtet und so werden in jeder Jahreszeit dafür traditionelle Aktivitäten durchgeführt um die Gesamtheit des Lernens zu gewährleisten.

Entsprechend der Traditionen hat alles sein Gegenstück und nur die Gegensätze gemeinsam führen zur Gesamtheit. Der Tag gehört zur Nacht, der Mann zur Frau, etc. Auch jedes Kind mit seinen Fähigkeiten und Schwächen sind Teil dieser Gesamtheit, wodurch die Unterschiede zwischen den Kindern und den Familien respektiert und geschätzt werden.

Das Projekt Wiñaypac versucht die Identität und das Selbstwertgefühl der Kinder aus Taray und seinen Nachbardörfern zu stärken. Sie bekommen hier eine Bildung in Freiheit, Offenheit und Solidarität genauso wie eine Schulbildung in 2 verschiedenen Sprachen. Die Schule wird derzeit bis zum 6. Jahrgang geführt und es gibt mittlerweile schon viele erfolgreiche Abgänger die den gesamten Zyklus der Schule durchlaufen haben.

Für den Erfolg der Schule ist die Beteiligung der Eltern auch von größter Wichtigkeit, weshalb immer wieder gemeinsame Aktivitäten durchgeführt werden. Auf der anderen Seite lernen die Kinder in der Schule auch neues Wissen und neue Techniken die für die landwirtschaftliche Tätigkeit zu Hause von direktem Nutzen sind.

Peter und Fanny Holzweber – SETOURS

FUTURO (ZUKUNFT)

FUTURO ist ein Selbsthilfeprojekt, das vor 21 Jahren gegründet wurde und bis heute vielen alleinerziehenden Frauen ohne Berufsausbildung ein Auskommen gegeben und Kindern eine soziale Erziehung gewährleistet hat.

FUTURO soll betroffenen Frauen eine bessere Lebenssituation bieten. Sie lernen Schneiden, Nähen und Produkte, zurzeit c. a. 50 verschiedene Artikel, selber herzustellen. Durch das Erlernen der neuen Fähigkeiten konnten einige Frauen feste Anstellungen in Fabriken oder Werkstätten finden.

Im Projekt werden die bekannten Bolivianischen bunten Stoffe, „aguayo“ genannt, zu Gebrauchsartikeln wie Portemonnaies, Küchenutensilien (Topfhandschuhe, Schürzen, Tischsets), Taschen, Kulturbeutel, Westen, Mützen und vieles mehr verarbeitet und zum Verkauf angeboten.

FUTURO bietet neuerdings auch selbstgefertigte Einkaufstaschen an, die den häufigen Gebrauch von Plastiktüten einschränken helfen soll.

Entstanden ist FUTURO aus dem Krankenhausprojekt der Schweizer Volontärinnen, die im „Hospital de la Mujer“ (Frauen-Krankenhaus) in La Paz seit 1988 ihren Dienst am Menschen tun. Spenden von Schweizer Freunden ermöglichen medikamentöse Hilfe, Bezahlung der Operationen und Betten, so wie die moralische Unterstützung der Patientinnen.

Die FUTURO benutzten Nähmaschinen sind bereits sehr alt. Einige waren als gebraucht gespendet worden und sind bereits defekt. Mit Ihrer Spende von 200.00 € wird für das Projekt FUTURO eine neue Nähmaschine gekauft.

Mit herzlichem Dank für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung.

Roswitha Grisi-Huber

Präsidentin der Schweizer Volontärinnen

Initiatorin von FUTURO

Hier noch einige Bilder zum Projekt:

Buchtipp: Rezepte aus Peru

KLASSISCHE & MODERNE REZEPTE AUS PERU: Über 200 Rezepte von der Pazifikküste, dem Hochland der Inkas und dem Amazonas

Die peruanische Küche ist in aller Munde. Nicht nur weil es in Lima die meisten internationalen Kochschulen von Südamerika gibt, sondern auch wegen der Vielfalt der Gerichte mit sehr unterschiedlichen Wurzeln.

Wenn man über die bunten Märkte läuft und die Atmosphäre genießt, wenn man die Köche und Köchinnen in Ihrem Element beobachtet, wie sie mit Kräutern und Gewürzen zaubern, kann man das geschmackvolle Ergebnis schon erahnen. Rezepte, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Gerichte die Geschichten erzählen.

Vor kurzem ist das Buch von Heidi Schade, Peruanerin, beim Gebrüder Kornmayer  Verlag erschienen. 200 Rezepte aus Peru. Beim Blättern erfährt man nicht nur vieles über unsere Heimat. Der Autorin ist es gelungen die Liebe und Sehnsucht Perus in eine bunte Mischung von ausgesuchten Rezepten zu beschreiben, welche ursprünglich auf die Improvisation und Kreativität der Peruaner beruht.

Im Glossar findet man nicht nur Adressen in Deutschland, wo man die originalen Zutaten kaufen kann, sondern auch  heimische Alternativen zu den peruanischen  Gewürzen.