Lateinamerika-Blog by Miller Reisen

Beiträge von Nicole Marschall

Chile ist jetzt das 31. Mitglied der OECD

Chile ist als erstes südamerikanisches Land in die OECD aufgenommen worden. Laut der Organisation wurde ein entsprechendes Abkommen in Santiago zwischen OCED-Generalsekretär Angel Gurria und dem chilenischen Finanzminister Andres Velasco unterzeichnet. Chile wird erst nach der Ratifikation durch das nationale Parlament offiziell zum 31. OECD-Mitgliedsland.

Diese Aufnahme stellt für Chile “eine internationale Anerkennung nach zwei Jahrzehnten demokratischer Reformen und kluger wirtschaftspolitischer Entscheidungen” dar. Für die OECD stellt sie “einen bedeutenden Schritt in ihrer Mission dar, eine stärkere, gesündere und gerechtere Weltwirtschaft aufzubauen”. Zuletzt war im Jahr 2000 die Slowakei in die OECD aufgenommen worden.

“Die chilenische Methode und ihre Erfahrung werden die OECD in Bezug auf bedeutende politische Entscheidungen anreichern”, betonte Gurria. “Chile hat anhaltende Bemühungen gemacht, um die Wirtschaft zu reformieren. Diese Erfahrung wird für die OECD sehr wichtig sein, zumal wir nach Lösungen für Probleme wie die Ungleichheit oder die Notwendigkeit dauerhafter Pensionssysteme suchen”, so der OECD-Chef.

In Lateinamerika zählt bereits Mexiko zu den Mitgliedern der OECD, während mit Brasilien eine enge Zusammenarbeit betrieben wird.

In Chile wird seit 20 Jahren eine Wachstumsrate von mehr als fünf Prozent des BIP verzeichnet. Zudem wurden bedeutende Fortschritte bei der Armutsbekämpfung gemacht. Dank der Reformen Anfang der 1980er Jahre verfügt das Land über ein privates Alterspensionssystem, an dem sich zahlreiche Länder in der Welt inspiriert haben. Vorsichtige Steuermaßnahmen haben es dem Land erlaubt, die Wirtschaftskrise von 2008 relativ unbeschadet zu bestehen.

Quelle: www.kleinezeitung.at

Südamerikanische Reiseveranstalter zu Gast in Deutschland

Vom 16. – 21. März veranstalteten wir, die Incoming-Abteilung von Miller Reisen, einen Fam-Trip für südamerikanische und spanische Kunden entlang der romantischen Route durch Süddeutschland.

Die 18 Teilnehmer kamen aus Mexiko, Venezuela, Brasilien, Argentinien und Spanien und lernten so die Vielfalt unseres Landes kennen.

famtrip-incoming_nicole2Die Tour begann in Frankfurt und ging über Heidelberg und Freiburg in den Schwarzwald, mit einer Kuckucksuhrenwerkstatt und dem Titisee. Danach gab es einen Stopp in Lindau am Bodensee. In Schwangau bei Füssen besuchten wir das Schloss Neuschwanstein, weiter ging es dann über Oberammergau und das Kloster Ettal nach Garmisch-Partenkirchen. Dort fuhren wir auf die Zugspitze, bevor es zum Schloss Linderhof weiterging. Nächste Station war München mit seinem weltberühmten Hofbräuhaus, dem Marienplatz, dem Viktualienmarkt und dem Schloss Nymphenburg. Auf der Fahrt zurück nach Frankfurt besuchten wir auch Rothenburg ob der Tauber, von dem die Teilnehmer besonders begeistert waren.

Während der Reise hatten wir angenehm mildes Wetter mit viel Sonnenschein, Deutschland zeigte sich von sehr frühlingshafter Seite. Am famtrip-incoming_nicole31besten gefallen haben unseren Gästen die bayerischen Königsschlösser, die Zugspitze und der Schnee, viele von ihnen hatten zum ersten Mal in ihrem Leben überhaupt Gelegenheit, Schnee zu sehen. Beeindruckt waren sie aber auch von den mittelalterlichen Städten, dem Bodensee, dem deutschen Bier und dem guten Essen.

Alle Teilnehmer waren sehr begeistert von der Reise und kehrten voller positiver Eindrücke in ihre Heimat zurück.

Urwaldabenteuer meiner Peru / Bolivien Reise

Urwald_PeruEinzigartige Erlebnisse im Regenwald Perus und Boliviens hatte ich während einer Reise im April 2008. Bei einem 1 wöchigen Aufenthalt in dieser Region hatte ich die Gelegenheit, 3 verschiedene Lodges zu besuchen. Für mich war es das erste Mal im Regenwald, und ich war sehr gespannt, was mich da erwarten würde.
Ein bisschen Angst hatte ich vor den vielen Tieren und auch Bedenken wegen des Wetters, da es im Regenwald besonders in der Regenzeit wahrscheinlich oft regnen würde. Gut gerüstet mit Moskitoschutz, langärmliger Kleidung und Fotoapparat landete ich dann auf dem Flughafen in Puerto Maldonado, wo mein Guide mich am Flughafen schon freudig erwartete.
Zuerst besichtigten wir sozusagen als Einstimmung auf die wilde Tierwelt eine Schlangenfarm in Puerto Maldonado. Beeindruckt von der Schönheit dieser Tiere (noch hinter einer schützenden Glasfront) starteten wir dann auf einem kleinen Motorkanu in Richtung Bolivien zur ersten Lodge, der Heath Wildlife Lodge auf bolivianischem Territorium.Schlange_Urwald
Die Fahrt auf dem Tambopata River und dem Heath River dauerte ca. 8 Stunden. Während der Fahrt war ich begeistert von der Regenwald Szenerie links und rechts des Flusses. Pagageien flogen über uns her, man konnte Affen brüllen hören und ab und zu einen Kaiman im Fluss sehen. Das letzte Stück bis zur Lodge legten wir während des Sonnenuntergangs zurück, einmalig. In der Lodge angekommen, empfing uns das Personal der Lodge mit Taschenlampen am Bootssteg und wir wanderten zu unseren Bungalows. Nach einem leckeren Abendessen im Gemeinschaftshaus der Heath Wildlife Lodge stand noch eine kurze Wanderung an, auf der wir eine schwarze Tarantel in ihrem Nest am Baum gesehen haben. Ich hätte nicht gedacht dass die so groß werden können. Der Guide erklärte uns noch das Programm für den folgenden Tag und wir gingen dann in die Bungalows zum Kraft tanken für den nächsten Tag. Vor lauter Geräuschen aus dem umliegenden Regenwald konnte ich gar nicht so recht schlafen, es war so spannend und so anders als zu Hause.

Frosch_urwald_peruAm nächsten Morgen verließen wir noch vor dem Frühstück die Lodge um mit dem Kanu zur Papageienlehmlecke zu fahren. An der Lehmlecke bietet sich frühmorgens bei Sonnenaufgang ein Naturschauspiel der besonderen Art, da die Papageien zum fressen hinkommen und die Lehmlecke mit ein wenig Glück von vielen Exemplaren in bunten Farben bevölkert wird. Wir sahen uns das Ereignis aus einiger Entfernung von der Flussmitte aus an, geschützt in einem großen Boot, auf welchem man durch kleine Sichtfenster die Tiere ungestört beobachten konnte. Während dieser Beobachtung gab es sogar Frühstück auf dem Boot.
Am Vormittag kehrten wir zurück zur Lodge und machten einige kleine Wanderungen auf den befestigten Pfaden rings um die Logde, vielleicht hätten wir sogar einen Jaguar sehen können. Aber tagsüber bekommt man diese Tiere wohl eher nicht zu Gesicht. Aber dafkaiman_urwald_peruür Affen und Schmetterlinge. Das Abendprogramm bestand aus einem Ausflug auf den Heath River, um Kaimane zu sehen. Bei Dunkelheit leuchten die Augen der Kaimane aus dem Fluss heraus, wir haben sehr viele Kaimane gesehen. Natürlich aus sicherer Entfernung.

Am nächsten Tag verließ ich die Heath Wildlife Lodge in Richtung Sandoval Lake Logde. Auf dem Weg im Motorkanu dahin besuchten wir ein Dorf mit Einheimischen, schenkten den Kindern kleine Mitbringsel aus Deutschland, und kauften den Frauen schönen selbstgebastelten Schmuck ab. Die Kanufahrt zum Bootssteg der Sandovallogde dauerte ca. 4 Stunden, das letzte Stück wanderten wir in Gummistiefeln in ca. 1 Stunde ducrh teilweise meterhohen Schlamm hindurch. Dann ging es mit einem Kanu über den Sandovalsee, welcher an der Lodge liegt. Die wunderschöne Lage der Logde an einem See inmitten des Regenwaldes entschädigte sofort für die vorab als etwas beschwerliche empfundene Anreise. In dieser Lodge verbrachte ich 1 Nacht, und genoss die Wanderungen auf dem Wegenetz des Regenwaldes. So viele schöne und teilweise riesige Pflanzen hatte ich vorher noch nie gesehen. Bisher hatte es übrigens noch kaum geregnet, obwohl ja Regenzeit war. Am nächsten Tag ging die Reise weiter über denurwald_peru_05 Tambopata River zur Tambopata Libertador Lodge. In dieser luxuriösen Lodge blieb ich für 2 Nächte.

Mein Guide der beiden vorhergehenden Lodges übergab mich sozusagen an einen neuen Guide, welcher mir dann in 2 Tagen das Gebiet um die Tambopata Logde zeigte. Endlich hatte ich das Glück einer frei kriechenden gelben Schlange zu begegnen, welcher aber vor lauter Angst ziemlich schnell wieder im Dickicht des Dschungels verschwunden war. Ich hatte wirklich all meinen Mut zusammengenommen und nichts gegen eine Anakonda einzuwenden gehabt, aber vielleicht war es gut so dass die Schlange doch bloss ganz klein und gleich wieder weg war…
An den Abenden beobachteten wir Kaimane. Und tagsüber machten wir einen Ausflug zu einem Oxbow See, auf dem wir uns im Piranha-Fischen versuchten. Einen habe ich gefangen, die anderen alle der Guide. Eine Obstplantage haben wir auch besucht, und Mangos, Bananen, Kaffe und Kakao geerntet.

Spinne_urwald_peruIch habe mir insgesamt nur 3 Mückenstiche zugezogen, wahrscheinlich weil ich trotz der Hitze die ganze Zeit in langärmligen Sachen und festen Schuhen unterwegs war… Und der Regen ab und zu war erträglicher als so mancher Regentag zu Hause. Und es hat mich entgegen meiner Befürchtungen auch kein wildes Tier angefallen, vielleicht ist das den Guides zu verdanken, welche die Tiere vor mir gewarnt haben.

Nach einer Woche im Regenwald musste ich leider die Rückreise antreten, als ich mich gerade erst richtig daran gewöhnt hatte. Aber fest steht dass ich irgendwann einmal in den Regenwald zurückkehren möchte, vielleicht mache ich dann eine Flusskreuzfahrt auf dem Amazonas?