Faszination Kupfercanyon
Entlang der Bahnstrecke – Logbuch des CHEPE
Die Chihuahua al Pacifico, im Volksmund CHEPE genannt, wurde im November 1961 eingeweiht und
stellt mit Ihren 37 Brücken und 89 Tunneln ein Wunderwerk an Planung und Ingenieurskunst dar.
Die Strecke durch den Kupfercanyon im Norden Mexikos ist die einzige Landverbindung zwischen
Los Mochis und Chihuahua Stadt. Um Touristen und Einheimischen einen besseren Service zu bieten, hat die Zuggesellschaft Ferrocarril Mexicano bei der Übernahme der Strecke 1998 neue Züge in Dienst gestellt. Der Reisende kann in der 1. Klasse mit Klimaanlage / Heizung, Bar und Restaurant die faszinierenden Landschaften entlang der Strecke bequem genießen.
Im Folgenden sind einige der interessantesten Streckenmarker beschrieben:
km 267,5
Bahnhof Chihuahua Stadt. Chihuahua Stadt ist nicht nur die Hauptstadt des größten Bundesstaates in Mexiko, sie ist auch eine der schönsten und wichtigsten Städte in Nordmexiko. Sie liegt 1415 m über dem Meeresspiegel und wurde am 12. Oktober 1709 von dem spanischen Kapitän Antonio Deza y Ulla gegründet.
km 321
Gemeinde General Trias. Im Jahre 1668 gründeten Franziskaner Missionare den Ort Santa Isabel de Tarahumaras. Zu Ehren von General Angel Trias bekam das Dorf seinen heutigen Namen.
km 349
San Andres de Osagiqui. Auch dieser Ort wurde 1996 von Franziskaner Missionaren gegründet.
In der Dorfkirche heiratete einst Pancho Villa seine Geliebte Luz Corral.
km 381
Anahuac. Ehemals unter dem Namen Charco Largo bekannt, stellt diese moderne Stadt eines der wichtigsten Industriezentren für die Verarbeitung von Cellulose und Viskose dar.
km 400
Cuauhtémoc. Einst als San Antonio de Arenalas gegründet, entwickelte sich der Ort durch den Bau der Eisenbahnlinie im Jahr 1900 zu einer kleinen Stadt. Den größten Aufschwung erfuhr die Stadt jedoch mit der Ankunft der Mennoniten im Jahr 1921. 1927 erhielt die Stadt zu Ehren des letzten Aztekenkaisers seinen heutigen Namen.
km 420
Am Ende des Tales. Nach der Durchfahrt des engen Tales zwischen Cuauhtémoc und der Hochebene von La Junta, eröffnen sich auf den folgenden Kilometern die ausgedehnten Apfel-Plantagen Chihuahuas. Die über den Obstbäumen ausgespannten Netze dienen als Schutz vor Hagelschlag und Sonne. Hier kreuzen Sie auch das erste Mal die kontinentale Wasserscheide.
km 533
San Juanito. 1906 mit der Ankunft der Eisenbahn gegründet gilt San Juanito als die kälteste Stadt Mexikos.
km 551
Bocoyna. Der Name dieser Holz- und Eisenbahnstadt bedeutet „Pinienwald“ in Tarahumara. Sie wurde 1702 durch die Jesuiten gegründet mit dem Namen „Nuestra Señora de Guadalupe de Bocoyna“ geründet.
km 561,8
Der vierte Tunnel ist mit seinen 1,26 km Länge der zweitlängste der Strecke. Mit der Einfahrt des Tunnels überqueren Sie bereits ein drittes Mal die kontinentale Wasserscheide.
km 563,8
Creel. Die kleine Holzfällerstadt Creel befindet sich im Herzen der Heimat der Tarahumara (Rarámuri-Indianer), am Tor zur Sierra Tarahumara. Die Stadt lebt hauptsächlich vom Tourismus in die Kupferschluchten, vom Holz und der Eisenbahn. Das Jesuiten-Krankenhaus wurde zur Versorgung der umliegenden Tarahumara-Gemeinden gegründet und wird hauptsächlich durch Spenden finanziert.
km 583
Der höchste Punkt der Zugstrecke wird “Los Ojitos” genannt und liegt rund 2.400 Meter über dem Meeresspiegel.
km 597,5
El Lazo. An dieser steilen Stelle fährt der Zug einmal komplett im Kreis und vollzieht so eine vollständige Schleife, die er mit einer Brücken-Überquerung seiner Gleise abschließt.
km 622
Divisadero. An diesem Aussichtspunkt hat man einen fantastischen Blick auf den den Rio Urique in der Kupferschlucht.
km 662
Cuiteco. Bis zu Erscheinen des Jesuiten Missionars Pater Salvatierra und dem Bau eine Mission im Jahre 1684 war Cuiteco ein kleines indianischen Dorf. Das Gebiet ist bekannt für die süßesten Äpfel in Chihuahua.
km 668
Bahuichivo. In dieser alten Holzfällerstadt gründete Vater Salvatierra 1681 eine Mission. Von hier aus fährt der Reisende zu den spektakulären Aussichtspunkten im Urique Canyon und erreicht die kleine Gemeinde Cerocahui.
km 692,6
Tunnel 38. Auf der Fluss-Seite kann man hier im Berg “das Gesicht Jesus Christus” sehen.
km 704
Hier hat man abwärts eine wunderbare Aussicht durch Kurven und Schleifen. An einer Stelle sind drei Ebenen der Strecke zu sehen. Die Gedenksteine wurden zur Einweihung der Eisenbahn im November 1961 von Präsident Lopez Mateos errichtet.
km 704,8
Der Pera Tunnel ist rund 900 Meter lang und wie ein Hufeisen geformt, so dass die Landschaft nach Durchfahrt des Tunnels die Seite wechselt.
km 708
Temoris. Diese Jesuiten-Mission wurde 1677 als Santa Maria Magdalena de Temoris gegründet und nach den dort lebenden Temoris Indianern benannt. Temoris gilt auch als Punkt, an dem sich die Bautrupps aus Ost und West im Jahre 1961 getroffen haben.
km 719
Banana Tree Wasserfall. In der Mitte des Wasserfalls findet man einen Bananenbaum. Auf den folgenden Kilometern bezwingt der Zug einen Anstieg von mehreren hundert Höhenmetern entlang der Septentrión Schlucht.
km 748
Die Chinipas Brücke führt 102 Meter über den Rio Chinipas und ist rund 234 Meter lang. Sie ist mit 102 Metern die höchste Brücke der Strecke.
km 754,6
Tunnel 86 ist mit rund 2.000 Metern der längste der Strecke. Er wurde ehemals El Descanso (die Rast) genannt, da er als letzter Tunnel fertig gestellt wurde und die Arbeiter hier eine wohlverdiente Rast einlegen konnten.
km 781
Die Agua Caliente Brücke führt über den Rio Fuerte und ist mit fast 500 Meter die längste der Strecke.
km 838,6
El Fuerte. Gegen Ende des sechzehnten Jahrhunderts befahl der Vizekönig von Neu Spanien (Mexiko) den Bau einer Festung – die heutige Stadt El Fuerte, um die Siedler vor den Angriffen der Indianer zu schützen.
km 882,0
San Blas (Sufragio). Hier kreuzt die Ferrocarril Chihuahua al Pacifico die Güterzuglinie der Nogales – Guadalajara Strecke.
km 920,6
Los Mochis. Im Mayo-Indianischen Dialekt bedeutet Los Mochis „Ort der Schildkröten“. Die Stadt liegt rund 20 km von der Hafenstadt Topolobampo (drittgrößter natürlicher Meereshafen) entfernt und wurde 1903 von dem Zuckerfabrikanten und Plantagenbesitzer Benjamin Johnson gegründet
Sind Sie fasziniert von der Vielfalt dieser Zugfahrt?
Unter folgendem Link finden Sie unser Angebot für die Tour „Faszination Kupfercanyon“
http://www.miller-reisen.de/Reisen.Mexiko.Reise-Bausteine.6787.html
Saskja Fischer am 14. März 2011 in Mexico, Miller Reisen, Reisetipps



