Lateinamerika-Blog by Miller Reisen

Monatsarchiv für Mai 2010

Brasilianer brauen deutsches Bier

Künftig wird die älteste Klosterbrauerei Weltenburger sein Bier auch in Brasilien brauen.

Zum ersten Mal in der tausendjährigen Geschichte der Weltenburger Brauerei ist diese eine Lizenzvereinbahrung mit einer anderen Brauerei eingegangen. Mit Rohstoffen aus Deutschland sowie nach dem bayrischen Reinheitsgebot wird zukünftig auch in Brasilien gebraut. Die Groupo Petropolis will vier Weltenburger Biersorten in Brasilien einführen.

Somit können wir nun auch in Brasilien unser gutes deutsches Bier trinken.

Dominikanische Republik: Der unbekannte Südwesten

Unbekannter Südwesten der Dominikanischen Republik mit VIP Gästen Ehepaar Heise:

Am 14.04.2010 war es dann endlich soweit. Im Zuge meiner Inspektionsreise durch die Dominikanische Republik wollte ich meine Stamm-VIP-Kunden Ehepaar Heise aus Berlin überraschen und mit Ihnen gemeinsam in den touristisch weitestgehend noch unbekannten Südwesten des Landes aufbrechen. Ehepaar Heise wußte nicht, daß ich im Lande war, entsprechend groß war die Überraschung, als ich morgens zum Transfer mich an der Hotelrezeption „outete“.  Die Freude war beidseitig groß und somit konnten wir nach kurzer Vorstellung gemeinsam mit unserem sehr kompetenten Reiseleiter Loreto vom wunderschönen Kolonialhotel Hostal Nicolas de Ovando in der Altstadt Santo Domingos aus starten.

Wir fuhren entlang der Küstenstraße stadtauswärts nach San Cristóbal, der Geburtsstadt des Diktators Trujillo. Die Stadt ist heute ein Markt- und Handelszentrum und bekannt für ihre schöne Barockkirche. Weiter führte uns die Fahrt durch landwirtschaftlich genutztes Gebiet zu den Stränden von Playa Najayo und Palenque. Die Dörfer sind von Mango- und Brotfruchtbäumen, Kokospalmen und Bananen umgeben. Wir gelangten in die Provinz Peravia in die Region des Zuckerrohrs. Dank des Wasserreichtums wird hier bereits seit der Kolonialzeit Zuckerrohr angebaut. Nach Bani führte die Fahrt durch zunehmend karger werdendes Land. Hier wachsen Säulenkakteen, gelbblühende Agaven, Dornenbüsche, Akazien und Mimosen. Die Stadt Azua besitzt mit Diego Velazquez (späterer Eroberer Kubas) und Hernán Cortés (späterer Eroberer Mexikos) berühmte Gründungsväter, wie uns Loreto vermittelte. Die Straße führte weiter durch trockenes und steiniges, mit Kakteen und Agaven übersätes Land ins Gebirge, welches landschaftlich stark an Mexico erinnert. Kurz darauf öffnete sich ein weiter Blick auf den großen Fluss Rio Yaque del Sur mit zahlreichen Palmen im Flusstal und steilen, kahlen, stark erodierten Wänden. Dies ist die einzige Flussoase in diesem ariden Gebiet. Am Nachmittag erreichten wir die den wieder von üppiger Vegetation umgebene  Provinzhauptstadt Barahona. Hier soll der berühmte Pirat Cofresí seinen Schlupfwinkel gehabt haben. Unsere Unterkunft war/ist ein echtes Juwel, das

Hotel Casa Bonita.

Lage: Das zu den „Small Luxury Hotels of the World“ gehörende Boutique Hotel befindet sich auf einem Hügel mit fantastischer Aussicht rund 14 km südlich von Barahona und kurz vor Baoruco, einem kleinen Fischerort. Zum Meer mit Kieselstrand ca. 15 Gehminuten. 
Das bietet Ihr Hotel: Das im landestypischen Baustil erbaute Hotel bietet einen Infinity Swimmingpool, Jacuzzi, ein offenes Palapa-Restaurant sowie eine Bar. Das Hotel besticht durch seine sehr familiäre und persönliche Atmosphäre. 
Zimmer: Alle 12 Zimmer sind großzügig eingerichtet und verfügen über Bad/WC, Fön, Kabel-TV, Telefon, Klimaanlage, Deckenventilator, Minibar, Safe und Balkon oder Terrasse. 
Verpflegung: Frühstück.  
Unser Tipp: Besonders geeignet für Gäste, die eine wahrhaft ruhige Lage suchen und gerne die Natur genießen möchten.

Der Ausblick vom Hotel aus auf die Umgebung ist atemberaubend, die weißen Strände am Horizont lassen die uns in den kommenden Tagen erwartende Traumküste erahnen. Am frühen Nachmittag genossen wir alle die extrem gute Küche des Hotel-Restaurants, wirklich ein ganz besonderes Fleckchen Erde, für Romantiker, Ruhesuchende und Verliebte ideal.

Nach einem typischen, wieder für das Restaurant extrem guten und wohlschmeckenden dominikanischen Frühstück erwartete und bereits 5 min vor geplanter Abfahrt Loreto mit Fahrer an der Rezeption. Der Ausflug zur Laguna de Oviedo stand auf dem Programm. Entlang der malerischen Küstenstraße mit fantastischen Ausblicken fuhren wir via San Rafael und Paraiso in Richtung Los Patos. Hier ziehen sich noch geschlossene Urwälder die Berghänge hinauf. Besonders üppig gedeiht der tropische Regenwald dort, wo Taleinschnitte mit Flussläufen geschützte Nischen bilden. Es boten sich unterwegs immer wieder Gelegenheiten für Fotostopps mit einzigartigen Fotomotiven. Die Fahrt führte weiter nach Enriquillo, einem kleinen Fischerdorf, wo die Zeit stehen geblieben zu sein schien, hier ging alles sehr gemächlich zu. In Oviedo erreichten wir die Laguna de Oviedo, eine Süß-Salzwasser-Lagune, welche nur durch einen schmalen Landstrich vom Meer getrennt ist. Am Ufer bestiegen wir ein Boot, welches uns quer über die Lagune übersetzen sollte. Unterwegs bestaunten wir am Ufer eine trockene, fast wüstenartige Vegetation und eine Anzahl verschiedener Großvögel, wie Reiher, Löffler und rosa Flamingos. Die Sonne brannte über uns senkrecht unglaublich intensiv vom Himmel obwohl hinter uns über dem Festland eine große schwarze Regenwolke einen perfekten Kontrast zur hellgrünen Laguna bot. Die Laguna de Oviedo besitzt insgesamt 22 Inseln, welche in der Größe sehr unterschiedlich sind. Am gegenüberliegenden Ufer angekommen wanderten wir kurz durch einen Mangrovenwald und bestaunten Höhlenzeichnungen ehemaliger Ureinwohner der Region. Es folgte eine Besichtigung einer Insel, auf der sich viele frei lebende Leguane befinden. Die Wanderung eben auf dieser kleinen Insel führte uns quer durch eine karge und kakteenbestückte Vegetation, zu einem Aussichtsturm. Von hier aus hatten wir eine fantastische Sicht über die Lagune und den Jaragua Nationalpark bis zum karibische Meer und in die andere Richtung in die Berge der Sierra de Bahoruco, wo es wie bereits geschrieben stark zu regnen schien, während wir in gleißender Sonne ausharrten. Am anderen Ufer der Insel wartete der Bootführer mit einem schmackhaften Picknick-Mittagessen unter einer Palapa auf uns. Wir genossen die Atmosphäre umgeben von sehr großen Leguanen, die alle nur darauf warteten, daß sie etwas vom Mittagessen abbekamen. Sie waren aber nicht gefährlich oder angriffslustig, im Gegenteil, sie boten sehr gute Fotomotive. Nach einer guten Mittagspause mit Siesta im Schatten, die einen schließen etwas die Augen, die anderen, so wie ich, bewunderten und beobachteten die Leguane, fuhren wir mit dem Boot wieder zurück und anschließen mit dem Kleinbus Richtung Barahona. Der Regen hatte sich verzogen. Bei Los Patos luden erfrischende Flussläufe sowie der Kieselstrand zum Baden ein. Ein paar junge Dominikaner drehten einen Film über ein Tourismus in dieser noch unbekannten Region des Landes, ich wurde selbstverständlich sofort zum Interview gebeten und gab meine positive Meinung über das Potential in Richtung Ökotourismus, sanften Tourismus, angelehnt an die äußerst freundliche Bevölkerung und die überwältigende Natur dieser Region Preis. Ein kühles „Presidente“ (Bier) beendete diesen Stopp. Auch dieser Tag endete wieder mit einem hervorragenden Abendessen im Hotelrestaurant, besonders die Meeresfrüchte aller Art sind Gaumenfreuden für jeden Seafood-Freund.

Am letzten gemeinsamen Tag mit meinen Stammkunden stand der Besuch des angeblich schönsten Naturstrandes der Dominikanischen Republik auf dem Programm, die Bahia de la Aguilas. Loreto war wieder überpünktlich und wie jeden Tag hochmotiviert uns sein umfassendes Wissen zu vermitteln. Die Fahrt führte wieder über Los Patos, Paraiso, Enriquillo und Oviedo, vorbei an der am Vortag besichtigten Laguna durch von roter Erde geprägtes trockenes Steppenland, welches an das australische Outback erinnert zum kleinen Hafen und Fischerort Cabo Rojo (Aufgrund der imposanten und grandiosen Ausblicke an dieser Küste, die immer wieder in neuen Farben erscheint, wirkte auch die zweite Fahrt nie langweilig). Hier zogen wir uns um und bestiegen bei wolkenlosem Himmel ein Boot, das uns in rund 15 Minuten Fahrt über eine ruhige See vorbei an Felsen und traumhaften kleinen Buchten zum wohl schönsten Naturstrand brachte. Der Strand an der Bahía de las Aguilas (Adlerbucht) im Nationalpark ist einer der besten unserer Erde, absolut sauber und schneeweiß. Die Bucht erstreckt sich über 15 km. Man erlebt eine außergewöhnliche Küstenlandschaft mit kristallklarem Wasser in Schattierungen von Türkis- bis Opalblau, das am Horizont mit dem Himmel verschmilzt. Das Mittagessen wurde am Strand eingenommen. Es gab viel Zeit zum Baden und Schnorcheln. Zudem leben hier 130 Vogelarten, davon 76 permanent an der Bucht, 10 davon sind endemisch und 47 sind wandernd. Dieser Ausflug ist für Strandfreunde ein absolutes Muss! Am Nachmittag ging es dann aufgeheizt und mit einer etwas dunkleren bzw. roteren Hautfarbe wieder per Boot zurück zum Hafen, wo bereits der Fahrer wieder mit einem erfrischenden „Presidente“ und nicht zu sehr runter gekühlten Minibus auf uns wartete. Auf der Rückfahrt sprachen wir viel über das Erlebte und Gesehene der vergangenen beiden Tage.

Nachdem wir die Kunden Ehepaar Heise wieder zum Hotel Casa Bonita gebracht hatten, musste ich mich leider von Ihnen und Loreto, der die Kunden noch weitere Tage begleiten sollte, verabschieden, da die Pflicht weiterer Hotelinspektionen auf mich wartete. Aber als Fazit kann ich ohne Bedenken sagen, der unbekannte Südwesten der Dominikanischen Republik ist in jedem Falle einen Besuch, wenn nicht sogar eine ganze Reise wert und auch ich werde sicher wiederkommen

Der neue Peru-Thriller von Stefanie Maria Schneider – „Sonnenanker“

Mittbach, 5. Mai 2010 – „ … Archäologen entdecken im Norden Perus ein seltsames Grab. Eine Sensation bahnt sich an und ruft nicht nur die lokale Goldmine auf den Plan, die ihr Erweiterungsprojekt gefährdet sieht. An dem Fund haben auch noch andere Interesse. Plötzlich scheint die Vergangenheit zurückgekehrt. Rena Sommerfeld und ihr Kollege Robert Lange wissen nicht mehr, wem sie noch vertrauen können. … “

Die im oberbayerischen Miesbach geborene und in Isen bei Erding lebende Stefanie Maria Schneider liebt Reisen und ist fasziniert von alten Kulturen. Mit ihrem Thriller „Sonnenanker“ greift die Autorin den Konflikt zwischen dem traditionellen Südamerika und seinen wirtschaftlichen Kräften auf. Auf über 200 Seiten entführt sie den Leser auf eine spannungsgeladene Reise in die Bergwelt Perus. 

„Sonnenanker“ erscheint beim Aavaa Verlag, Berlin, und ist im Buchhandel, über Amazon und direkt beim Verlag erhältlich. Das e-book lässt sich bei beam ebooks (www.beam-ebooks.de) herunterladen. ISBN 978-3-941839-94-6

Brasilien: Nach FIFA-Kritik Druck auf WM-Städte

Die FIFA kritisierte den Fortschritt der Stadienbauten für diein Brasilien stattfindende WM 2014. Eine Inspektionsreise des brasilianischen Organisationskomitees soll sich in Kürze über die tatsächlichen Verspätungen bei den Bau- und Umbauarbeiten der 12 WM-Stadien informieren.

Laut FIFA handelt es sich bei den Verzögerungen nicht nur um die beiden wohl bekanntesten Stadien „Morumbi“ (São Paulo) und „Maracana“ (Rio de Janeiro). Nur sechs der zwölf WM-Stadien hätten die ohnehin bereits verlängerte Frist einhalten können. Der nationale Fussballverband droht bereits mit dem Entziehen des Austragungsstatus sollten weitere Verzögerungen in den einzelnen Austragungsorten eintreten.

Ich erinnere mich an den Abschluss der Modernisierungsarbeiten im weltberühmtem „Maracana-Stadion“ zu den Panamerika-Spielen im Jahre 2007. Schon damals wurden die Arbeiten erst kurz vor Eröffnung fertig gestellt.

Ich bin mir sicher dass es die Brasilianer auch zur WM fertig bringen alles in bester Ordnung zu haben. 2014 ist noch so weit weg …..;-). Freuen wir uns auf Südafrika….

Die Felsenspringer von Acapulco / Mexico

Eine der beliebtesten Touristenattraktionen in Acapulco / Mexico sind die berühmten Felsenspringer der „Quebrada de Acapulco“, einer tiefen Schlucht von rauen Felsen umgeben, die direkt ins Meer ragen.

Überlebenswichtig für die Felsenspringer ist das Abschätzen des exakt richtigen Moments zum Sprung. Nur wenn eine Welle anrollt und das Eintauchbecken mit genügend Wasser füllt, können die Akrobaten den Sprung wagen, ohne sich gefährliche Verletzungen zuzustoßen. Sie springen aus bis zu 30m Höhe und erreichen Geschwindigkeiten bis 100km/h. Absolute Körperbeherrschung und Können sind Grundvoraussetzung, da schon der kleinste Fehler tödliche Folgen mit sich führen könnte.

Spektakulär ist die Show vor allem am Abend, wenn die Extremsportler vor der untergehenden Sonne in den Pazifik eintauchen und die Lichtkulisse besonders reizvoll erscheint. Eine Aussichtsplattform und ein nahe liegendes Restaurant ermöglicht es den Zuschauern, das Ereignis hautnah mit zu erleben.

Auch in unserer neuen Tour „Auf der Silberstraße zum Meer“ (von Mexico City bis Acapulco), welche ab November 2010 buchbar sein wird, haben Sie die Gelegenheit, die Felsenspringer der „Quebrada de Acapulco“ zu bestaunen.

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