Höhepunkte in Argentinien/Chile entlang der Rally Dakar 2010
Die 31. Rally Dakar wurde auch in diesem Jahr wieder in Südamerika durchgeführt, zum zweiten mal seit Beginn der
Rally 1979. Auf 9.000 km geht es durch die Pampa, Wüstengebiete und über die Anden. Die Fahrer haben wohl wenig Gelegenheit gehabt, die landschaftlichen und kulturellen Höhepunkte auf ihrem Weg zu genießen, was wirklich sehr schade ist.
Motorbegeisterte Südamerikareisende müssen weder auf das eine noch das andere verzichten. Besuche an der Rennstrecke lassen sich ohne Probleme mit den landschaftlichen Highlights kombinieren. Hier einige der schönsten, wenn auch weniger bekannte, Punkte der Strecke:
Cordoba:
Cordoba wird aufgrund seiner geographischen Lage auch als das “Herz Argentiniens” bezeichnet und besticht durch die Schönheit der Sierras Cordobas, die aus drei in Nord-Süd-Richtung laufenden Gebirgsketten besteht. Die gleichnamige Stadt ist die zweitgrößte Argentiniens mit einer der ältesten Universitäten des Landes, gegründet 1613.
Die Provinz am Fuße der Anden beherbergt den Nationalpark Talampaya, der trotz seiner besonderen Natur und dem Titel UNESCO Weltnaturerbe (den er sich mit dem NP Ischigualasto teilt) noch relativ unbekannt ist. Die roten, bis zu 100m hohen Gesteinsformationen und die Fossilienfunde begeistern seine Besucher.
Atacama-Wüste
Man sagt ihr nach, die trockenste Wüste der Erde zu sein. Sie hat viele verschiedenen Gesichter: meterhohe Sanddünen, Salzseen, Geröllwüsten, sprudelnde Geysire, dazwischen Oasenstädte wie San Pedro de Atacama und heiße Quellen, die zum Baden einladen. Durch die Silber- und Kupfervorkommen sowie den Salpeterabbau ist die Region auch wirtschaftlich interessant. Aufgrund des extrem trockenen Wüstenklimas sind mehrere große Sternwarten in den Bergen hier errichtet worden, u.a. La Silla.
Ein Geheimtipp sind sicherlich die alten Salpeterstädte Humberstone und Santa Laura östlich von Iquique (UNESCO Weltkulturerbe), die früher blühende Zentren waren und nun als Geisterstädte das Interesse auf sich ziehen. So kann der Besucher noch heute das ehemalige Theaterhaus oder das Freibad bestaunen.
La Serena
Die weißen Strände der Stadt und ihre Geschichte als zweitälteste Stadt Chiles machen Sie zu einem beliebten Besuchsziel, ähnlich unseren Nordseestränden. Sie eignet sich hervorragend für eine kleine Verschnaufpause während einer Rundreise.
Paso Libertadores
Der 3800 m hohe Pass zählt zu den landschaftlichen schönsten der Anden. Er führt auf der chilenischen Seite durch das Tal des Rio Juncal und auf argentinischer Seite durch das Tal des Rio Mendoza, vorbei an der Puente del Inca und dem Aussichtspunkt mit Blick auf den Aconcagua, den höchsten Berg Südamerikas.
Der Pass mit Besuch der Puente del Inca lässt sich sowohl von Santiago als auch von Mendoza aus als Tagesausflug machen, wenn man die Anden nicht überqueren möchte
Stichworte (Tags): Dakar, Rally Argentinien/Chile
Denise Jasinski am 14. Januar 2010 in Argentinien, Chile, Länderinfos, Reportagen
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