Das Klo von Fidel Castro / Der “höchste Punkt” einer Kuba Reise
Ein absolutes Muss für alle Revolutions-Romantiker: Die Wanderung zur Comandancia Fidel Castros in der Sierra Maestra.
In der Abgeschiedenheit der Sierra Maestra, mitten im Urwald, kann man das ehemalige Versteck Castros besichtigen, gut erhaltene Holzhäuser voll mit Accesoires der damaligen Zeit. Unter anderem der benzingetriebene Kühlschrank Fidels (mit Einschussloch) und das besagte Klohäuschen.
Alles in allem ist es eine hübsche, einfache Tageswanderung die durch die schöne Natur noch versüsst wird.
Für Wanderer die etwas mehr Zeit haben empfiehlt sich die Wanderung über den Pico Turquino (1950 m). Diese dauert mindestens 3 Tage und führt auf den höchsten Berg Cubas. Man nächtigt in sehr einfachen Holzhütten und wird von einem einheimischen Führer begleitet. Überraschend ist der Zustand des Treks: Obwohl sich hier kaum Touristen geschweige denn Kubaner befinden (Trekkingtourismus in Kuba ist unpopulär) ist er in einem sehr guten Zustand, mit Handläufen und Treppenstufen aus Holz an den steilen Stellen. Aufgrund dessen ist er technisch sehr einfach aber auch sehr anstrengend. Der Trek sollte nur von Wanderern mit guter Kondition unternommen werden.
Der Trek führt die ganze Zeit durch extrem dicht bewaldeten Urwald, selbst auf der Spitze ist die Vegetation noch sehr dicht. Ein Großteil des Treks wird auf dschungelartigen Pfaden zurück gelegt, wodurch dieser besonders für Naturliebhaber, Botaniker und Ornithologen interessant ist.
Der Startpunkt beider Wanderungen ist die „Alto de Naranjo” (950 m) im Nationalpark Sierra Maestra. Die beste Wanderzeit ist von November bis Mai. Wanderungen während der Regenzeit empfehlen sich nicht; auch wenn der Wanderweg sehr gut gepflegt wird können einige Passagen sehr rutschig werden, dies gilt besonders für den Pico Turquino.
Stichworte (Tags): Alto de Naranjo, Revolution, Sierra Maestra, Wanderung Cuba
Wolfgang Rassmann am 29. April 2009 in Cuba, Reiseberichte
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