Eine Reise mit der Bahn in Ecuador
Noch zu Beginn des letzten Jahrhunderts wurde die Bahnstrecke zwischen der ecuadorianischen Küste und den Anden bejubelt und bei der Einweihung 1908 lange gefeiert. Nachdem vor mehr als 30 Jahren der Betrieb, der angeblich schwierigsten Bahnstrecke der Welt, eingestellt wurde, gibt es für viele Bahnbegeisterte, aber auch für Nostalgiker Grund zum Optimismus. Nach enormem Aufwand und Investitionen in zweistelliger Millionensumme, soll die ursprüngliche Bahnstrecke Ende März teilweise wieder eröffnet werden. Der erste Abschnitt, dessen Eröffnung in naher Zukunft, neben den schon vorhandenen Highlights des Landes, eine weitere Touristenattraktion bieten wird, ist die Strecke Quito – El Boliche (Cotopaxi). Kurz darauf ist dann auch die Eröffnung der Strecke El Boliche – Latacunga und Ende des Jahres sogar die Restaurierung der kompletten Strecke von Quito nach Riobamba geplant, von wo auch heute schon der Zug Richtung Teufelsnase startet.
Ich selbst bin schon mehrere Male auf der abenteuerlichen Strecke durch die Anden gefahren. Bis vor gut einem Jahr war das noch auf dem Dach sitzend, mit Kissen und warmen Getränken ausgestattet, möglich. In der Zwischenzeit ist die ecuadorianische Regierung zu dem Schluss gekommen, dass dies vielleicht nicht die sicherste Variante ist, Gäste zu befördern. Vor allem wenn man bedenkt, dass der Zug nicht selten auch entgleist. Dennoch war die Fahrt natürlich immer spannend, da man einen tollen Panoramablick vom Dach auf die Landschaft hatte. Aber auch vom Zugabteil aus, kann man die Fahrt in vollen Zügen und sicher auch komfortabler und in wesentlich wärmerer Umgebung genießen. Alleine schon die Fahrt zur Teufelsnase ist aber eine Reise wert. Vom Zug aus hat man darüber hinaus immer den schneebedeckten Chimborazo im Blickfeld. Wer gerne auf dem Dach des Zuges reist, für den gibt es einen privaten Schienenbus (siehe Bild anbei).
Stichworte (Tags): Bahnreisen, Chimborazo, Cotopaxi, Ecuador
Angela Harde am 2. März 2009 in Ecuador, Reisetipps
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