Lateinamerika-Blog by Miller Reisen

Monatsarchiv für März 2009

Geld & Währung in Argentinien – nützliche Tipps für Ihre Reise

argentinien_geldEigentlich kann mit deutschen EC-Bankkarten sowie Kreditkarten problemlos Geld an allen Bankautomaten in Argentinien abgehoben werden. Ende April 2008 wurde jedoch ein sehr niedriges Limit pro Automatenbesuch eingeführt. So können seitdem nur noch 300 Peso (umgerechnet etwa 61 Euro) pro Einzelaktion abgehoben werden. Die maximale Anzahl an Transaktionen liegt bei 10 pro Tag, wenn Sie es an verschiedenen Automaten versuchen. Es fallen allerdings bei jeder Transaktion von neuem Gebühren an. Vor einer Argentinien-Reise sollte man dies also beachten und dementsprechend planen. Man sollte daher ausreichend Bargeld mit sich führen. Dollar lassen sich im ganzen Land, Euros in Buenos Aires und in größeren Städten problemlos umtauschen.

Viele deutsche Banken bieten eine bestimmte Anzahl an gebührenfreien Abhebungen im Ausland an. Erkundigen Sie sich bitte hierzu bei Ihrer Bank.

 

Und dank des netten Hinweises hier ein Bild der aktuellen Währung, dem argentinischen Peso:

peso_argentino

Sonderangebote Mietwagen Reise Mexico und Costa Rica

allrad-mietwagenMit unseren Sonderangeboten zum Flexi Drive Programm erleichtern wir Ihnen das “Reisen auf eigene Faust” und ersparen Ihnen so die zeitraubende Hotelsuche vor Ort. Sie bleiben flexibel, buchen von einer Nacht auf die andere die nächste Übernachtung aus unserer Auswahl an Mittelklassehotels und können sich so Ihre Zeit und Reiseroute nach Belieben einteilen.

 Die Leistungen, Termine und Preise für das Sonderangebot finden Sie anbei:

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Die Moais auf der Osterinsel in Chile

Die Moais auf der Osterinsel zählen zu den größten Mysterien auf der Welt. Wie wurden sie gefertigt oder transportiert? Dies ist eine der Fragen, die heute noch offen sind.

osterinsel-moai1Das genaue Alter der Statuen ist noch unbekannt, jedoch gibt es Hinweise, dass die Kolossalfiguren in der zweiten Besiedlungswelle ab etwa 1400 n Chr entstanden sind. Der Zweck der Figuren ist auch umstritten. Man geht heute davon aus, dass sie berühmte Häuptlinge oder allseits verehrte Ahnen darstellen, die als Bindeglied zwischen diesseitiger und jenseitiger Welt fungierten. Die Moais sind auf einer Plattform mit Blick auf die Insel aufgestellt, damit sie die Ansiedlung bewachen konnten.

Bezüglich der Herstellung der Moais gibt es auch viele Theorien. Es ist allerdings klar, dass nahezu alle  Statuen der Osterinsel von den Hängen des Vulkanes Ranu Raraku stammen, der aus einem weichen mit Lapilli durchsetzten Tuffstein besteht. Am Hang und im Krater des Rano Raraku befinden sich noch heute 397 Moais. Es gibt auch mehrere Theorien bezüglich des Transports zu dem endgültigen Bestimmungsort: mit Rollen, mit hölzernen Schienen, mit Schlitten oder aufrecht in einem Balkenkorsett.

Heutzutage sind die meisten Zeremonialanlagen, Plattformen und Moais mehr oder weniger zerstört. Jedoch besonders sehenswert ist der Ahu Tongariki unweit des osterinsel-rapa-nuiKraters Rano Raraku mit fünfzehn aufrecht stehenden Moais von beeindruckender Größe, die größte Zeremonialanlage im Pazifik.

Wenn Sie sich entscheiden, Südamerika zu besuchen, ist die Osterinsel bestimmt eine Reise wert.

Welt der Wunder – Peru Reise Impressionen von Harald Schmidt

Peru bietet Stätten uralter Hochzivilisationen, darunter die ältesten von ganz Amerika. Dazu gibt es viel Natur, wohl alle Landschaftsformen – Wüste und Steppe, Hochgebirge und Gletscher, tropischen  Dschungel. Eine multikulturelle Gesellschaft aus amerikanischen, asiatischen, afrikanischen und europäischen Wurzeln mit sehr freundlichen Menschen empfängt den Gast aus Europa.  

Der Wagen rollt auf der Panamericana, der Schnellstraße, die Alaska mit der chilenischen Südspitze Feuerland verbindet, gen Norden aus der Hauptstadt Lima heraus. Nach den letzten Vorstadtsiedlungen, die sich aus wilden Slums entwickelt haben kommt die Wüste. Riesige gelbe Sanddünen wetteifern mit den dunkelgrauen Bergen, den Ausläufern der Anden, in der Ferne. Links braust irgendwo der Pazifik. „Die Pazifik-Küste Perus ist seit einigen tausend Jahren Wüste.”, erklärt Napoleon Cava, der seine chinesischen Vorfahren nicht verleugnen kann und in der Küstenregion lebt. „Es sind die Auswirkungen des kalten Humboldt-Stromes im Pazifik. Der Wind bläst die Wolken weg. Es bleibt trocken.” 

pyramide_peruZiel ist die heilige Stadt Caral 182 km nördlich von Lima im Tal des Flusses Supe. Erst seit etwa zehn Jahren graben die Archäologen hier unter Leitung der peruanischen Wissenschaftlerin Ruth Shady Solis. Ans Tageslicht sind aus dem Wüstensand die Ruinen der ältesten Zivilisation von ganz Amerika gekommen. Erst seit Anfang dieses Jahrtausends kann der Ort am Rio Supe diesen Superlativ führen. Eine Sensation, denn noch bis vor kurzer Zeit wurde das 3.000 Jahre alte Chavin de Huántar nahe der heutigen Stadt Huaraz  in den nördlichen Anden Perus als älteste Zivilisation Amerikas bezeichnet. Die Geschichte musste neu geschrieben werden… Archäologen fanden in Caral Knochen, Trompeten aus Muscheln, Flöten aus Pelikanknochen und Stricke, mit denen kleinere Steine für die Bauten zu Paketen zusammengebunden wurden. Diese organischen Materialien ermöglichten eine exakte Altersbestimmung mit der Radiokarbon-Methode. Das Ergebnis: Vor etwa 4.960 Jahren bauten Menschen hier eine Hauptstadt für 4.000 Einwohner als Zentrum von 20 umliegenden Städten und Siedlungen. Dieser erste Staat hatte keine äußeren Feinde und brauchte kein Militär. Die Religion hielt die Gesellschaft zusammen. Das bilden die vielen heiligen Stätten sowie gefundene Opfergaben ab. Dazu gehören Tonfiguren für die Fruchtbarkeit oder das Skelett eines 23jährigen Mannes, der rituell geopfert worden war und in der der freigelegten Hauptpyramide lag.

Bauer Dino aus dem Nachbardorf, der als Assistent der Wissenschaftler Caral bestens kennt, erklärt: „Die Bauern pflanzten damals wie wir heute Kürbis, Bohnen, Chili, Mais, Baumwolle, Mate oder Süßkartoffeln. Sie bauten Bewässerungskanäle.”

Zu dieser Zeit waren die Menschen von Caral anderen Kulturen auf dem amerikanischen Kontinent um 1.500 Jahre voraus. Sie hatten eine ähnliche Stufe wie die damaligen Gesellschaften in Mesopotamien, Ägypten, Indien und China erreicht. Das Besondere – Caral hatte zu diesen anderen Hochzivilisationen auf den anderen Erdteilen, die untereinander durch Handel verbunden waren, keinerlei Kontakt. Caral war eine isolierte Gesellschaft und entwickelte trotzdem eine hohe Zivilisation, die die Arbeitsteilung praktizierte, Wissenschaft, Technologien und Kunst entwickelte. Kenntnisse auf den Gebieten Astronomie, Geometrie, Arithmetik, Medizin, Kalender und Wetter, Verwaltung und Landwirtschaft waren auf hohem Niveau.

Die Ausgrabungen brauchen noch viel Zeit. Doch in den zehn Jahren wurde bereits viel geschafft: Freigelegt wurden in Caral einige Stufenpyramiden, die Grundmauern von Tempeln, Palästen, der Wohn- und Arbeitshäuser. Die Steine wurden beim Bau mit einem Lehm-Baumwollgemisch verbunden.

Beeindruckend ist die so genannte Große Pyramide mit 171 m Breite, 150 m Länge und 30 m Höhe als ein Zentrum vergangener Macht. Rätselhaft ist der dunkelgrau-grüne so genannte „Stehende Stein”, der im Zentrum von den sechs Pyramiden von Caral-Stadt und 32 im gesamten Staatsgebiet steht. Der 2,15 m hohe und 1,5 Tonnen schwere Obelisk aus Granit ist von einem Ort aus mindestens 150 km Entfernung geholt worden. In den Bergen der Umgebung gibt es diese Steinart nicht. „Wie das möglich war ohne Wagen – das ist bis heute ein Rätsel. Auch über den Verwendungszweck kann spekuliert werden. Diente er als Zeit- oder als Entfernungsmesser, für religiöse oder astronomische Zwecke ist eine unbeantwortete Frage.”, erklärt Bauer Dino stolz. Rätselhaft ist auch der Untergang dieser Hochkultur vor etwa 3.300 Jahren. Ist das politische System zusammengebrochen oder ist eine Dürreperiode die Ursache? Diese Frage kann noch nicht beantwortet werden. Als sicher gilt, dass die Einwohner von Caral beim Verlassen des Tales ihre Stadt selbst zerstörten.

„Diese Ausgrabungen in Caral sind auch in anderer Hinsicht etwas Besonderes.”, meint Leticia Gonzalez Mantilla. Sie studierte in Bonn Archäologie und führt heute den lamas_peruperuanischen Spezialreiseveranstalter South-American-Destination. „Es ist das erste Projekt in Peru, bei dem archäologische Forschung mit der einheimischen Bevölkerung und Tourismus verbunden wird. Die Archäologen stellen die Bauern der Umgebung nicht nur befristet als Hilfskräfte beim Ausbuddeln ein – so wie das bisher überall üblich ist. Sie schaffen ständige Arbeitsplätze als Touristenführer, Aufsicht, Handwerker oder Verkäufer. Das weckt die Motivation, diesen Arbeitsplatz zu schützen. In Caral wird wohl noch mehrere Jahrzehnte gegraben und geforscht werden. Diese Ausgrabungen sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die Infrastruktur in diesem ländlichen Gebiet wird entwickelt. 200 Arbeitsplätze hat die alte Caral-Kultur bereits heute geschaffen…”

Deutlich größere, allerdings wesentlich jüngere Pyramiden zum Zelebrieren von religiösen Ritualen und als Symbole der Macht gibt es überall in Nordperu. 26  gigantische Pyramiden wurden z. B. vor etwa 1000 Jahren aus ungebrannten Lehm-ziegeln nahe dem Dorf Tucumé von Hochkulturen vor den Inkas und den Spaniern erbaut. Begonnen hatte den Bau Sicán-Volk, andere Zivilisationen setzten das Werk fort. Besonders beeindruckend ist die riesige Pyramide Huaca Largha, die 700 m lag, 270 m breit und 30 m hoch ist – sozusagen ein von Menschenhand gebauter Berg – ein Tempelberg. „Mit insgesamt 260 Pyramiden im Gebiet ist es die größte Pyramidenstadt der Welt.”, erzählt mein Freund Napoleon wie ein Feldherr von der Spitze eines der Großbauwerke. Die Gegend ist eigentlich trocken, aber wenn es regnet, dann regnet es kräftig. Tropische Regengüsse haben im Laufe der Jahrhunderte ihre Spuren hinterlassen. Die Pyramiden sind ‚faltig’ geworden…

 

markt_peruDie Dame am Ticketschalter im provisorischen Container bleibt hart. Intensives Betteln hilft nicht. Die Tempelpyramiden El Brujo (der Hexer) 60 km nördlich der wunderbar erhaltenen Kolonialstadt Trujillo können nach langer Pause wieder besichtigt werden. Die Attraktion aber bleibt im benachbarten Beton-Hochsicherheitstrakt bis zur Eröffnung im März 2009 unter Verschluss: Die Mumie der Señora von Cao – wie eine 1700 Jahre alte Mumie von den Wissenschaftlern genannt wird. Sie lag nahe der Spitze der Pyramide Huaca de Cao mit einem geopferten jungen Mädchen begraben. Goldschmuck und andere wertvolle Grabbeigaben lassen auf eine höher gestellte Person schließen. Geheimnisvolle Tätowierungen und Waffen im Grab der jungen Frau mit langem schwarzem Haar geben heute den Wissenschaftlern Rätsel auf. Die Mumie, deren Fund erst vor drei Jahren für Schlagzeilen sorgte, gehörte zum Volk der Mochica. Das Gebiet dieser Pyramiden wird von den Archäologen als „Ebene der Fossilien” bezeichnet. Vor 60 Jahren begann man hier zu graben und zu forschen. Dieses Tal wird seit 5000 Jahren von Menschen besiedelt – von den ersten Fischern Perus bis zu den Hochkulturen der Mochica, Lambayeque, Chimu und den Spaniern als Kolonialherren.

Von der Stadt Huaraz führt die Straße Richtung Norden im Tal des Rio Santa zwischen den Schwarzen und Weißen Kordilleren vorbei an der Höhle Gusee_peruitarreros. Hier wurden bis zu 12.600 Jahre alte Spuren menschlicher Besiedlung entdeckt. Hinter Yungay, dem im Mai 1970 durch ein Erdbeben und einer Schlammlawine völlig zerstörten Ort, führt eine schmale Gebirgsstraße in die Weißen, weil mit Schnee bedeckten, Kordilleren vor bei am Huascaran, dem mit 6.768 m höchsten Berg von Peru. Es ist wohl eine der schönsten Bergketten von Südamerika. Mehrere Sechstausender reihen sich dicht aneinander. Eine Serpentinenpiste führt zu einer atemberaubenden Schlucht. An den Steilwänden halten sich unzählige Bromelien fest. Auf 3.800 m Höhe erreicht die schmale, staubige Piste die mit Gletscherwasser gefüllten Llanganuco-Lagunen – ein Seengebiet unglaublicher Schönheit inmitten der Berge.

 Harald Schmidt, Leipzig (LEIF)

Projekt “Grünes Klima” auf der Reisemesse ITB vorgestellt

planeDie wichtigste Reisemesse, die ITB in Berlin, liegt nun wieder hinter uns. Fünf Tage lang haben wir uns über alle Neuerungen in der Reisebranche informiert und viele Gespräche mit Kollegen und Geschäftspartnern geführt. Im Rahmen einer Pressekonferenz haben wir unser neues Projekt “Grünes Klima” vorgestellt. Dabei sind wir auf erfreulich große Resonanz gestoßen, mehr als 20 Journalisten haben an der Präsentation teilgenommen und uns anschließend mit Fragen überhäuft. Ergebnis waren in den folgenden Tagen Pressemeldungen wie zum Beispiel diese hier.

Kuba Reise Erinnerungen – ein Gedicht über Kuba von Alfons Pillach

Gestern Abend erreichte uns folgende Email von Herrn Alfons Pillach zusammen mit einem von ihm erstellten Gedicht über seine Kuba Reise vor 20 Jahren.

Guten Abend!

Als ich soeben im Internet las, dass Sie Reisen nach Kuba anbieten, mußte ich an meine Kubareise (vor fast 20 Jahren!) und mein Gedicht “Kubanische Gesichter” denken, das ich erst kürzlich geschrieben habe. Vielleicht können Sie mein Gedicht irgendwann einmal verwenden. Jedenfalls grüße ich Sie damit ganz herzlich,

Alfons Pillach

 

Kubanische Gesichter

Von Havannas alten Wänden

bröckelt Putz an allen Enden,

denn das Salz der Meeresluft

mischt sich in Karibikduft.

Autos, fünfzig Jahre alt,

rollten über den Asphalt,

und auf der Karosserie

fuhr als Gast die Nostalgie.

 

Eine rassige Mulattin,

sie war nicht des Kummers Gattin,

zeigte ihre weißen Zähne

als Kontrast zur schwarzen Mähne.

Ihre Schönheit war utopisch

und ihr Lächeln sanft und tropisch;

mit gekonntem Wiegegang

promenierte sie entlang.

 

Ernest Hemingway, der Dichter,

liebte nachts Havannas Lichter,

Kneipen hat er auch geliebt,

weil’s dort Rum und Cocktails gibt.

Und nach Ernests eigner Wahl

hatte er sein Stammlokal,

wo er, Kubas Rum sei Dank,

manches Glas „Mojito” trank.

 

Kuba: Zuckerrohr und Palmen,

Männer, die Zigarren qualmen,

weißer Strand, Tabakfabrik,

Rumba und noch mehr Musik.

Kuba, eingerahmt vom Meer,

du verströmst Karibikflair,

dort, wo deine Früchte reifen,

und an schönsten Küstenstreifen.

 

Alfons Pillach

(März 2009)

 

Vielen Dank Herr Pillach!

Sollten auch Sie ein Gedicht oder Erinnerungen an Ihre letzte Reise nach Kuba, Südamerika oder Mittelamerika haben, so veröffentlichen wir diese hier sehr gerne.

Einreisebestimmungen Panama (Landweg)

Die Grenzübergänge zu Panama werden wieder verstärkter kontrolliert. Wie auch schon vorher bekannt, wird der Nachweis vom Besitz von 500 US$ pro Person verlangt und öfter erfragt als sonst. Der Nachweis kann durch das Vorzeigen der Kreditkarte oder mit Hilfe von Bargeld erbracht werden.
Ausserdem kommt nun neu hinzu, dass zwei Passkopien jeder Person vorgewiesen werden müssen (nur falls die Einreise auf dem Landweg stattfindet).

 

Weitere Infos zu Panama findet ihr hier.

Die Legende der Iguazu (Iguaçu) Wasserfälle im Dreiländereck Brasilien, Argentinien, Paraguay

iguacuIguazu - übersetzt die „Großen Wasser” – liegt im Dreiländereck Argentinien - Brasilien - Paraguay und ein Besuch dieses einmaligen Naturschauspiels ist ein MUSS für jeden Südamerika-Reisenden.

Im Jahre 1542, während einer Reise über den Atlantik nach Asuncion in Paraguay, entdeckte der Spanier Alvar Nunez Cabeza de Vaca die von ihm benannten „Santa Maria Fälle”. Dieser Name konnte sich nie etablieren und so entstand der einfache Name „Große Wasser” = Iguazu.

Um 1609 kamen die ersten Jesuiten Missionare in die Region der Guarani, der Einwohner der Provinz Corrientes und Missiones. Deren Hauptaufgabe war, die Indianer zu „evangelisieren” und Ihnen Bildung und Organisation beizubringen. Die Guarani und die Jesuiten Priester bildeten ein in Lateinamerika einzigartiges Netzwerk – in über 30 Städten waren sie präsent, bis in den Süden von Brasilien und Paraguay.

1768 wurden die Jesuiten wegen politischen Streitigkeiten mit der spanischen Krone vertrieben, und der Iguazu Nationalpark wurde 1934 gegründet – ein Gebiet von ca. 67.620 Hektar Fläche. 40 Jahre später erklärte die UNESCO den Park zum Weltnaturerbe.

Im Park ist immer noch sehr deutlich der Einfluss der Guarani-Ureinwohner zu spüren. Die Handarbeiten und auch die Sprache der Guarani sind die wichtigsten Hilfsmittel zum Erhalt deren Kultur. Sie leben in einem „Reservat” am Rande der Stadt Iguazu.

Die Legende der Fälle:

Vor ganz langer Zeit lebte eine riesige Schlage namens „Mbói” im Iguazu Fluss. Einmal im Jahr warfen die Guarani eine junge schöne Frau in den Fluss als Opfer für Mbói. Viele Stämme, auch die weit entfernten, wurden zu dieser Zeremonie eingeladen. Während einer dieser Zeremonien traf „Tarobá” ein junger Häuptling, die schöne „Naipí”, welche als Opfergabe ausgesucht wurde. Er versuchte mit allen Mitteln, Naipí zu retten und sprach mit den obersten Stammesherren. Aber alles was er versuchte war erfolglos. Deshalb entführte er Naipí in der Nacht vor der Zeremonie und floh über den Fluss. Als Mbói bemerkte, dass die Jungen entflohen, windete er sich sehr wütend unten im Fluß und erreichte so, dass die Felsen zu beben begannen und sich durch dieses Erzittern der Erde das große Kliff bildete, heute genannt die Iguazu Fälle.

Als Strafe für Naipí und Tarobá verwandelte Mbói die beiden in Bäume, diese stehen heute im oberen Teil der Fälle. Es wird erzählt, dass das Wasser, welches die Fälle hinunterfließt, das wunderschöne Haar von Naipí wäre und dass sich Mboí hinter dem Teufelschlund – dem größten und mächtigsten Wasserfall in diesem Gebiet – versteckt, um die jungen Liebenden voneinander fern zu halten. Jedoch, an sonnigen Tagen, verbindet die jungen Liebenden der große und einmalige Regenbogen miteinander und erinnert uns an deren einzigartige Liebe.

Endlich ist die Entstehung der berühmten und beeindruckenden Iguazú- Wasserfälle geklärt, und wenn dabei eine so schöne und romantische Legende dahintersteckt, umso besser… nur schade, dass solche Romanzen oft unglücklich enden müssen… fast wie im richtigen Leben.

Boi Bumba Festival in Parintins, Brasilien / am Ufer des Amazonas

Jährlich findet in der letzten Juniwoche das Boi Bumba Festival in Parintins in Brasilien statt. Parintins liegt am rechten Ufer des Rio Amazonas auf der Insel „Tupinambarana”, eine 420 km lange Reise auf dem Amazonas von Manaus entfernt.

boi_bumba

Das Fest hat seinen Ursprung in der Kultur der lokalen Indianer. Dieses Fest ist, nach dem Karneval in Rio de Janeiro, eines der bedeutendsten Volksfeste Brasiliens.

Bei diesem eindrucksvollen und spektakulären Fest geht es darum welches Team (Bumba) die Leute am meisten beeindruckt.

Die Teams bestehen aus den „Blauen” und aus den „Roten”. Zur farblichen Abgrenzung der Teams wird vor nichts zurückgeschreckt. Es wird alles in Rot bzw. Blau gehalten. Selbst die Wände der Häuser werden in der entsprechenden Farbe gestrichen. Die Leute tragen alles in „ihrer” Farbe. Von der Kleidung über den Lippenstift bis zum Nagellack alles wird in der Farbe des bevorzugten Teams getragen. 

Die ganze letzte Juniwoche werden verschiedene Manifeste der amazonensischen Folklore vorgetragen. Jedoch sind die letzten Tage die interessantesten, denn da richtet sich die ganze Aufmerksamkeit auf die Vorstellung der „Bumbas”.

An die 10.000 Darsteller tanzen im Kulturzentrum von Parintins zum ohrenbetäubenden Sound aller anwesenden Percussions-Instrumenten. Außerdem entwickeln die Teams jedes Jahr traumhafte Riesenfiguren um die Zuschauermassen für sich zu gewinnen. Die Figuren sind allegorische Darstellungen aus der Kultur der Amazonasindianer und repräsentieren die zwei rivalisierenden Teams. 

Zum Schluss haben dann entweder die „Roten” oder die „Blauen” gewonnen. Dies entscheiden die Zuschauer, durch ihre Anfeuerungen und den Beifall. Das Siegerteam kann nun ein Jahr lang seinen Kopf höher tragen, bis dann, im nächsten Jahr, wieder Ende Juni die Zuschauer entscheiden.

Wollen auch Sie mit dabei sein, so rufen Sie mich einfach an oder kombinieren Sie einen Besuch von Parintins mit Ihrer Reise nach Brasilien. Es wird sich lohnen!

Südamerika wir kommen – unsere Reise geht nach Berlin!

itb_2008In 1 Woche ist es wieder soweit und die komplette Belegschaft von Miller Reisen macht sich auf den Weg nach Berlin zur weltgrößten Tourismus und Reise – Messe ITB. Hier treffen wir unsere Partner und Agenturen aus Lateinamerika zur Besprechung der Programme und Preise sowie neuer Reise Vorschläge für die kommende Reisesaison, da die neuen Kataloge nach der ITB in Produktion gehen. Da die ITB eine Mischung aus Fachbesucher- und Publikumsmesse ist, hat Miller Reisen auch einen eigenen Stand in der Halle 3.1 Standnummer 103.

Neben der Arbeit steht auf der ITB natürlich auch der Spaß und die Kontakte zu unseren Partnern in Lateinamerika im Vordergrund. Es werden zahlreiche Events und Partys angeboten, bei denen die Miller-Crew natürlich nicht fehlen darf. Wir freuen uns schon auf die kommenden Tage in Berlin und berichten im Anschluss und auch während der Messe gerne von den Neuigkeiten aus Lateinamerika.

Die ITB ist auf jeden Fall eine Reise wert für alle die Fernweh und Reiselust verspüren. Alle Länder zeigen sich von ihrer besten Seite und den Besuchern wird ein buntes itb_2008iiund abwechslungsreiches Programm mit Tanz, Musik und Kultur geboten.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch an unserem Messestand in Halle 3.1 / Stand 103. Wenn Sie sich auf diesen Artikel beziehen erhalten Sie bei mir am Stand außerdem eine kleine Stärkung!

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